Qorikancha

Qorikancha

Cusco

85/10090 min

Qorikancha, auch bekannt als Coricancha, war der wichtigste Tempel im Inka-Reich. Er war vor allem dem Inti, dem Sonnengott, gewidmet. Der antike Tempel in Cusco, Peru, war berühmt für seine Wände, die mit Blechen aus Gold verkleidet waren, sowie für einen Innenhof voller goldener Statuen – ein Sinnbild für den Reichtum des Reiches und die tiefe religiöse Hingabe. Errichtet mit fortschrittlichem Ashlar-Mauerwerk aus präzise zugeschnittenen und passgenau verlegten Steinen, zeigte der Tempel Inkas architektonisches Können und die Macht des Reiches besonders deutlich. Ein Großteil der ursprünglichen Anlage wurde im 16. Jahrhundert von spanischen Kolonisten zerstört und umgenutzt, um die Kirche und den Konvent von Santo Domingo zu bauen, der heute auf ihren Fundamenten steht. Dennoch sind mehrere originale Inka-Mauern weiterhin sichtbar – ein Beleg für die ausgeklügelte Steinbearbeitung, die Jahrhunderte und Erdbeben überstanden hat. Das angrenzende archäologische Museum präsentiert Funde wie Mumien, Textilien und heilige Idole, die von der Stätte geborgen wurden, und gibt damit Einblicke in die Inka-Kultur und ihre Rituale. Die Bedeutung von Qorikancha geht jedoch weit über die Architektur hinaus: Sie spiegelt die religiösen Praktiken, die politische Macht und die tragische Begegnung der Inka mit der spanischen Eroberung wider.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Qorikancha sind die Morgenstunden, um Menschenmengen zu vermeiden und die filigrane Steinbearbeitung sowie die Ausstellungsstücke im Museum in Ruhe zu genießen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in der Hochsaison –, um sicher einen Platz zu bekommen. Besucher können von Ermäßigungen für Studierende, Senioren und Gruppen profitieren. Geführte Touren sind empfehlenswert, um die historische und kulturelle Bedeutung des Tempels noch besser einzuordnen. Bequeme Laufschuhe werden aufgrund unebener Wege und archäologischer Bereiche angeraten.

Interessante Fakten

  • Die Wände waren einst vollständig mit Goldblechen verkleidet, und im Innenhof standen goldene Statuen – ein Hinweis auf den enormen Reichtum des Inka-Reichs.
  • Inka-Maurer verwendeten Ashlar-Mauerwerk mit perfekt zugeschnittenen Steinen, die so dicht ineinanderpassten, dass kein Mörtel nötig war – das trug maßgeblich zur Haltbarkeit des Tempels bei.
  • Drei Löcher in einem der Steinblöcke des Tempels ergeben, wenn man sie anschlägt, musikalische Noten D, A und G – so entdeckt vom peruanischen Folkloreforscher Augusto León Barandiarán.
  • Spanische Eroberer sammelten 1533 den Großteil des Goldes des Tempels als Lösegeld für Kaiser Atahualpa ein.
  • Der Tempel wurde auf einem Gelände errichtet, das Pachacutiq in Form eines Puma umgestaltete – ein altes Andensymbol für Macht.

Geschichte

1200

Qorikancha wurde ursprünglich um 1200 n.

Chr.

als Intikancha errichtet und dem Sonnengott Inti gewidmet.

Es diente als Haupttempel in der Inka-Hauptstadt Cusco.

Pachakutiq Inca Yupanqui erweiterte und bereicherte den Tempel mit goldenen Ornamenten und heiligen Gegenständen und machte ihn so zu einem zentralen religiösen Ort.

Nach der spanischen Eroberung im 16.

1650

Jahrhundert wurde ein Großteil des Tempels abgebaut, um die Kirche und den Konvent von Santo Domingo zu bauen, der nach einem 1650 erfolgten Erdbeben errichtet wurde, das den ursprünglichen Konvent zerstörte.

Trotz der schweren Schäden durch Erdbeben im Laufe der Jahrhunderte haben die Inka-Steinmauern dank ihres präzisen Ashlar-Mauerwerks überdauert.

Heute sind nur noch Teile des ursprünglichen Tempels innerhalb der kolonialen Struktur sichtbar – als eindrucksvolles Zeugnis des architektonischen und kulturellen Erbes der Inka.

Ortsführer

1
Inka-Ashlar-Mauern1200s

Diese Mauern zeigen die fortgeschrittene Inka-Technik des Steinmauerwerks: präzise zugeschnittene und passgenau verlegte Steine ohne Mörtel. Genau das hat es ihnen ermöglicht, Erdbeben und jahrhundertelichen Verschleiß zu überstehen.

2
Kirche und Konvent von Santo Domingo17th century

Diese Kirche aus dem 17. Jahrhundert wurde auf den Fundamenten von Qorikancha errichtet. Sie integriert originales Inka-Steinmauerwerk und steht sinnbildlich für die Verbindung von Inka- und spanischer Kolonialarchitektur.

3
Archäologisches Museum

Nahe bei Qorikancha gelegen, zeigt dieses Museum archäologische Funde von der Stätte – darunter Mumien, Textilien, zeremonielle Gegenstände und Modelle, die die ursprüngliche Erscheinung des Tempels veranschaulichen.

Kontakt

Telefon: (084) 249176

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