
Ayacucho-Kathedrale
Ayacucho
Die Ayacucho-Kathedrale, auch bekannt als Cathedral Basilica of St. Mary, liegt weithin sichtbar auf dem Plaza de Armas von Ayacucho in Peru. Zwischen 1632 und 1672 errichtet, gilt diese Barock-Perle vor allem wegen ihrer pinkfarbenen zentralen Steinstruktur und der grauen Steintürme. Die Kathedrale besitzt eine Renaissance-Barock-Fassade mit drei großen Rundbogen-Portalen, flankiert von korinthischen Säulen, sowie Statuen der Apostel Petrus und Paulus. Im Inneren können Besucher drei Seitenschiffe bewundern, die von 18 Säulen getragen werden, 16 hohe Gewölbe sowie eine wunderschöne achteckige Kuppel, die mit Darstellungen der vier Evangelisten geschmückt ist – ein Symbol für den Anden-Kulturausgleich (Andean cultural syncretism). Das Innere beherbergt zehn vergoldete Altaraufsätze, darunter der bedeutende Altar Mayor, der der Virgen de las Nieves gewidmet ist, sowie Altäre für Heilige wie San Pedro, den Herrn der Auferstehung und die Virgen del Carmen. Für die lokalen religiösen Traditionen spielt die Kathedrale eine zentrale Rolle: Besonders als Ausgangspunkt der Prozession des auferstandenen Christus am Ostersonntag, der den Höhepunkt der Feierlichkeiten zur Karwoche markiert. Die gelungene Verbindung aus architektonischer Schönheit und kultureller Bedeutung macht sie zu einer der wertvollsten Kathedralen Perus.
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Tipp: Besucher sollten die Kathedrale besonders während der Karwoche erkunden, um die religiösen Prozessionen und die lebendige, kulturelle Atmosphäre zu erleben. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Am schönsten ist ein Besuch am Morgen oder am späten Nachmittag, um das Licht auf der pinkfarbenen und grauen Steinfassade optimal genießen zu können. Ermäßigungen können für Studierende und Senioren verfügbar sein. Geführte Touren helfen, die künstlerischen und historischen Besonderheiten der Kathedrale besser zu verstehen.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale besteht in ihrer Mitte aus markantem pinkfarbenem Stein und in den Türmen aus grauem Stein.
- •Ganz oben am Glockenturm der linken Seite sind kleine, versteckte Figuren angebracht – sie wirken, als würden sie über die Stadt wachen.
- •Der Sockel der Kuppel ist achteckig und dreieckig, geschmückt mit Darstellungen der vier Evangelisten, begleitet von symbolischen Tieren, die den Andean cultural syncretism widerspiegeln.
- •Die Kathedrale ist der Ausgangspunkt der Prozession des auferstandenen Christus am Ostersonntag bei Tagesanbruch – ein besonderes Highlight der Karwoche in Ayacucho.
- •Sie besitzt zehn Altaraufsätze, die mit Blattgold fertiggestellt wurden, darunter der markante Altar Mayor, der der Virgen de las Nieves gewidmet ist.
Geschichte
Der Bau der Ayacucho-Kathedrale wurde 1612 von König Philipp III.
von Spanien angeordnet und begann 1632 unter der Leitung von Bischof Francisco Verdugo.
Die Fertigstellung dauerte 40 Jahre und war 1672 abgeschlossen.
Die Kathedrale wurde an der Stelle einer früheren Pfarrkirche errichtet: San Juan Bautista, die bis 1540 zurückreicht.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sie ihren Status als wichtigstes Gotteshaus von Ayacucho bewahrt und wurde 1972 zum Historischen Kulturerbe Perus erklärt.
Die Kathedrale hat zahlreiche religiöse und kulturelle Ereignisse erlebt und festigt damit ihre Bedeutung im spirituellen Leben der Region.
Ortsführer
Hauptfassade und Portale17th century
Die Hauptfassade zeigt drei Rundbogen-Türen, flankiert von doppelten korinthischen Säulen, sowie Nischen mit Statuen der Apostel St. Peter und St. Paul. Das Ganze steht beispielhaft für den Renaissance-Barockstil.
Innenraum mit Seitenschiffen und Kuppel17th century
Der Innenraum der Kathedrale umfasst drei Schiffe, die von 18 Säulen und 16 hohen Gewölben getragen werden. Die achteckige Kuppel ist mit Darstellungen der vier Evangelisten geschmückt, die jeweils von symbolischen Tieren begleitet werden – sie stehen für den Andean religious syncretism.
Altar Mayor (Altar of the Virgin of the Snows)17th century
Dieser vergoldete hölzerne Altar befindet sich im zentralen Schiff. Er besitzt drei Ebenen und fünf Felder. Hier ist die Darstellung der Virgen de las Nieves untergebracht sowie Gemälde verschiedener Heiliger. Außerdem befinden sich Reliquien von Kirchenheiligen in silberüberzogenen Nischen.
Retablo of San Pedro17th century
Dieser Altar mit zwei Ebenen zeigt Statuen von Santa Rosa de Lima, dem Heiligen Petrus, dem Apostel, und San Francisco de Paula. Dazu kommen Gemälde, die die Imposition of the Casulla of San Ildefonso durch die Jungfrau Maria darstellen.
Retablo of the Lord of the Resurrection17th century
Im rechten Seitenschiff gelegen, enthält dieser Altar Statuen des Erzengels Michael, des Herrn der Auferstehung und der Heiligen Barbara. Hinzu kommen Gemälde von Heiligen sowie eine Darstellung, die die Jungfrau Maria zeigt, wie sie Jesus betrauert.
Retablo of the Virgin of Carmen17th century
Ebenfalls im rechten Seitenschiff befindet sich dieser Altar. Er zeigt Statuen der Mariä-Himmelfahrt (Virgin of the Assumption), der Virgen del Carmen und des Heiligen Johannes Nepomuk, begleitet von Gemälden verschiedener Heiliger.
Kontakt
Telefon: 952 279 143