
Juanita-Mumienmuseum (Museo Santuarios Andinos)
Arequipa
Das Andean Sanctuaries Museum in Arequipa, Peru, ist ein spezialisiertes archäologisches Museum, das sich dem Erhalt von Funden aus hochgelegenen Inka-Ritualstätten widmet. Das Museum wurde 1996 von der Katholischen Universität Santa María gegründet. Mittelpunkt ist die Juanita-Mumie – eine außergewöhnlich gut erhaltene Inka-Opfergabe, die 1995 auf dem Vulkan Ampato entdeckt wurde. Das Museum zeigt mehr als 70 Objekte, darunter mehrfarbige Keramiken, Textilien sowie Metallobjekte wie Kupfer-, Silber- und Gold-Statuetten, außerdem rituelle Fundstücke wie hölzerne qirus und Inca-aryballus. Zudem sind weitere Mumien wie Urpicha und Sarita zu sehen, die in der Nähe auf weiteren Vulkanen entdeckt wurden. Die Sammlung rückt das Ritual Capac Cocha in den Fokus und präsentiert Darstellungen sowie bioarchäologische Überreste, die Einblicke in die Inka-Opferpraktiken geben. Die Ausstellungsstücke stammen aus etwa 550 Jahren und stellen bedeutende kulturelle und religiöse Elemente der Inka-Zivilisation dar. Außerdem bewahrt das Museum Spondylus-Schalen auf, die von Inka-Priestern von der peruanischen Küste in die Hochanden gebracht wurden und heilige Verbindungen symbolisieren. Das Andean Sanctuaries Museum bietet Besuchern einen einzigartigen Blick auf das spirituelle Leben der alten Anden – durch seine umfassende archäologische Sammlung und Forschung.
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Tipp: Besucher sollten sich für die aktuellen Öffnungszeiten auf der offiziellen Website des Museums informieren und idealerweise unter der Woche kommen, um Menschenmassen zu vermeiden. Es kann sinnvoll sein, Tickets im Voraus zu kaufen, vor allem in der Hochsaison. Das Museum bietet möglicherweise Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Die Fotografierregeln sollten vor Ort geklärt werden. Die beste Reisezeit für Arequipa ist die Trockenzeit von April bis Oktober, wenn das Wetter angenehm ist.
Interessante Fakten
- •Die Juanita-Mumie ist eine der bestmöglich erhaltenen Opfergaben der Inka; sie wurde 1995 eingefroren auf dem Vulkan Ampato entdeckt.
- •Die Sammlung des Museums umfasst Spondylus-Schalen, die als heilige Opfergabe von Inka-Priestern von der peruanischen Küste in die Anden gebracht wurden.
- •Neben Juanita beherbergt das Museum auch die Mumien Urpicha und Sarita, die ebenfalls in hochgelegenen Ritualstätten gefunden wurden.
- •Das Museum zeigt antike Inca-aryballus – kleine Gefäße, die zur Aufbewahrung heiliger Flüssigkeiten bei Ritualen dienten.
- •Die ausgestellten Artefakte des Rituals Capac Cocha geben einen seltenen Einblick in Inka-Opferzeremonien, die auf Berggipfeln durchgeführt wurden.
Geschichte
Das Andean Sanctuaries Museum wurde 1996 gegründet, um Funde aus dem Santuarios de Altura del Sur Andino-Projekt zu bewahren, das 1980 von den Archäologen José Chavéz und Johan Reinhard initiiert wurde.
Die Gründung wurde durch den Beschluss Nr.
3966-R-97 formalisiert.
Im November 2020 erhielt das Museum den Status eines nationalen Kulturerbes, als Anerkennung für seine Bedeutung bei der Bewahrung der archäologischen Inka-Schätze.
Über die Jahrzehnte hat das Museum seine Sammlung unter anderem durch Entdeckungen wie die Juanita-Mumie im Jahr 1995 sowie weitere rituelle Mumien von nahegelegenen Vulkanen erweitert – ein Zeichen für die fortlaufende archäologische Forschung in der Region.
Ortsführer
Juanita-Mumien-Ausstellung1995
Der Höhepunkt des Museums: die bemerkenswert gut erhaltene Mumie eines inkaischen Mädchens, das auf dem Vulkan Ampato geopfert wurde – und das tiefe Einblicke in die Inka-Ritualpraxis ermöglicht.
Galerie für Keramik und TextilienCirca 15. Jahrhundert
Zu sehen sind über 70 mehrfarbige Keramikstücke sowie aufwendige Textilien, die bei Capac-Cocha-Ritualen verwendet wurden – und die Inka-Handwerkskunst und religiöse Symbolik veranschaulichen.
Sammlung für Metallarbeiten und OpfergabenInka-Zeit, ca. 15. Jahrhundert
Zu sehen sind Kupfer-, Silber- und Goldstatuetten, hölzerne qirus (rituelle Trinkgefäße) sowie Metallgaben, die die Inka bei heiligen Zeremonien verwendeten.
Mumien von Urpicha und SaritaSpätes 20. Jahrhundert entdeckt
Zeigt zusätzliche rituelle Mumien, die auf der Sara Sara und weiteren Vulkanen entdeckt wurden – und erweitert so das Verständnis für die Inka-Opferriten.
Kontakt
Telefon: (054) 286613