Matiu/Somes Island
Wellington
Matiu / Somes Island ist die größte von drei Inseln im nördlichen Teil des Wellington Harbour in Neuseeland und umfasst 24,9 Hektar. Historisch wurde sie von den Māori als Zufluchtsort genutzt, außerdem hat sie eine bewegte europäisch-koloniale Vergangenheit: Besonders diente sie von 1840 bis in die 1920er Jahre als menschliche Quarantänestation, später dann bis 1995 als Ort für die Quarantäne von Tieren. In beiden Weltkriegen wurde die Insel genutzt, um feindliche Ausländer zu internieren, und es gab Stelllungen für Flugabwehrgeschütze, deren Reste heute noch sichtbar sind. Nach Jahrzehnten der Umweltverschlechterung durch ihre Quarantäne- und Militärnutzung begannen 1981 die Wiederherstellungsmaßnahmen, die zur Rückkehr einheimischer Vögel, Reptilien, wirbelloser Tiere und Pflanzen führten. Seit 1995 ist sie als wissenschaftliches und historisches Reservat ausgewiesen und wird vom Department of Conservation verwaltet. Der öffentliche Zugang war zuvor eingeschränkt, wird inzwischen jedoch ausdrücklich gefördert – inklusive Übernachtungen. Der doppelte Name der Insel spiegelt sowohl das Māori-Erbe wider: Die Insel wurde vom legendären Entdecker Kupe nach seinen Töchtern benannt, als auch die europäische Benennung nach Joseph Somes, einem Offiziellen der New Zealand Company.
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Tipp: Besucher sollten ihre Reise in den wärmeren Monaten planen, um das beste Erlebnis zu haben, und die Fährzeiten im Voraus prüfen, da der Zugang nur per Boot möglich ist. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders für Übernachtungen. Die Insel bietet geführte Touren, die ihre kulturelle und natürliche Bedeutung hervorheben. Für Gruppen oder Bildungsbesuche sind eventuell bescheidene Ermäßigungen verfügbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen, da das natürliche Gelände und die starke Sonneneinstrahlung der Insel entsprechend ausgerichtet sind.
Interessante Fakten
- •Die Insel wurde der Māori-Legende nach nach den Töchtern von Kupe benannt.
- •Flugabwehrstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg sind auf der Insel noch sichtbar.
- •Sie diente über mehr als ein Jahrhundert hinweg sowohl Menschen als auch Tieren als Quarantänestation.
- •Das Eigentum wurde 2009 im Rahmen von Treaty of Waitangi-Settlements an eine Māori-Gemeinschaft zurückgegeben.
- •Heute ist die Insel ein wissenschaftliches und historisches Reservat mit einer blühenden einheimischen Tierwelt – dank der Wiederherstellungsmaßnahmen.
Geschichte
Matiu / Somes Island wurde ursprünglich von den Māori als Zufluchtsort genutzt; archäologische Funde wie Muschelhügel belegen eine frühe Besiedlung.
Die europäisch-koloniale Nutzung begann 1839, als die Insel nach Joseph Somes, einem Finanziers der New Zealand Company, umbenannt wurde.
Von 1840 bis in die 1920er Jahre diente sie als menschliche Quarantänestation, gefolgt von Quarantäne-Einsätzen für Tiere bis 1995.
Während der Weltkriege fungierte die Insel als Internierungslager für feindliche Ausländer und beherbergte Flugabwehrstellungen.
Die Wiederherstellung der Umwelt begann 1981 und verwandelte die Insel in einen Rückzugsort für einheimische Arten.
2009 wurde das Eigentum im Rahmen von Treaty of Waitangi-Settlements an die Māori-Gemeinschaft Taranaki Whānui ki Te Upoko o Te Ika übertragen.
Ortsführer
Quarantänestations-Ruinen1840-1920s
Reste der menschlichen Quarantäneanlagen, die von 1840 bis in die 1920er Jahre genutzt wurden – sie zeigen die Rolle der Insel bei der Bewältigung von durch das Meer eingeschleppten Infektionskrankheiten.
Flugabwehrstellungen des Zweiten Weltkriegs1940s
Betonierte Geschützstellungen, die im Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, um den Wellington Harbour zu verteidigen – einige Bauwerke sind noch intakt und können von Besuchern erkundet werden.
Schutzgebiet für einheimischen Wald und Wildtiere1981-present
Ein seit 1981 wiederhergestellter Bereich, der einheimische Vögel, Reptilien und Pflanzen unterstützen soll und erfolgreiche ökologische Regeneration zeigt.