Sanctuary Mountain Maungatautari
Waikato
Sanctuary Mountain Maungatautari ist ein geschütztes Naturgebiet in der Waikato-Region von Neuseeland. Es umfasst 3.400 Hektar Wald auf dem Vulkangebirge Maungatautari. Umgeben ist dieses Schutzgebiet von einem 47 km langen Zaun zur Verhinderung von Schädlingen (Pest-Exclusion), der eine ökologische Insel schafft. So können sich die einheimischen Ökosysteme erholen, indem die Auswirkungen eingeführter Säugetiere und invasiver Arten auf ein Minimum reduziert werden. Das Gebiet bietet eine abwechslungsreiche Landschaft und relativ weitgehend intakte natürliche Lebensräume, was es ideal für ökologische Wiederherstellungsmaßnahmen macht. Besonders bemerkenswert ist der Fund von 100 Silberbuchen-Bäumen (silver beech), einer Art, die zuvor bereits vom Standort abwesend vermutet worden war – ein Hinweis auf die einzigartige Biodiversität des Schutzgebiets. Hier leben gefährdete Arten wie der Hochstetter-Frosch. Hinweise deuten zudem darauf hin, dass das seltene Duvaucel's Gecko auf dem Festland erstmals seit nahezu einem Jahrhundert überlebt. Der das Schutzgebiet verwaltende Trust hat einheimische Vögel wie den North Island brown kiwi und kōkako wieder angesiedelt und setzt seine Bemühungen fort, auch weitere einheimische Arten aufzubauen, etwa kākāriki, tuatara und kākā. Zum Sanctuary gehören außerdem Feuchtgebiete wie das Tautari Wetland, das dem Schutz von Arten wie dem takahē gewidmet ist. Durch innovative Methoden der Schädlingsbekämpfung – darunter umfangreiche Einzäunung, Giftköder-Abwürfe, Fallen und Bejagung – hat Sanctuary Mountain Maungatautari zahlreiche Schädlinge erfolgreich ausgerottet oder unter Kontrolle gebracht. So können sich in diesem bedeutenden Naturschutzprojekt einheimische Flora und Fauna wieder regenerieren.
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Tipp: Besucher werden gebeten, auf der offiziellen Website von Sanctuary Mountain Maungatautari die Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit geführter Touren zu prüfen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Tagesstunden, wenn sich die Tiere besonders aktiv zeigen. Es wird empfohlen, Touren oder Besuche im Voraus zu buchen, um den Zugang sicherzustellen; zudem können für Gruppen, Schüler und Studierende oder Senioren Ermäßigungen bzw. Vergünstigungen verfügbar sein. Besucher sollten sich darauf einstellen, über unebenes Gelände zu gehen, und passende Outdoor-Kleidung sowie festes Schuhwerk mitbringen.
Interessante Fakten
- •Das Schutzgebiet umfasst 3.400 Hektar geschützten Wald auf einem Vulkangebirge.
- •Ein 47 km langer Pest-Exclusion-Zaun schafft eine große ökologische Insel zum Schutz einheimischer Arten.
- •Der Fund von 100 silver beech Bäumen überraschte Botaniker, da diese dort zuvor nicht bekannt waren.
- •Gefährdete Hochstetter-Froscharten wurden 2004 lebend im Schutzgebiet in natürlicher Umgebung gefunden.
- •Ein Duvaucel's Gecko wurde innerhalb des Schutzgebiets erstmals seit nahezu 100 Jahren auf dem Festland von Neuseeland gesichtet.
- •Das Schutzgebiet hat zahlreiche invasive Säugetiere wie Ratten, Wiesel, Frettchen und Possums durch die Kombination verschiedener Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung erfolgreich ausgerottet.
Geschichte
Sanctuary Mountain Maungatautari wurde in den frühen 2000er-Jahren als Projekt zur ökologischen Wiederherstellung gegründet, um die einheimische Artenvielfalt zu schützen und wiederaufzubauen.
Im Jahr 2003 wurden zunächst Auszäunungen (Exclosures) mit einer Fläche von 1,1 Quadratkilometern errichtet, um Methoden der Schädlingsbekämpfung zu testen.
Der zentrale 47 km lange Pest-Exclusion-Zaun, der 34 Quadratkilometer einschließt, wurde bis 2006 fertiggestellt – ein wichtiger Meilenstein bei der Schaffung einer räuberfreien Umgebung.
Darauf folgte eine Reihe von Maßnahmen zur Ausrottung von Schädlingen, darunter Giftköder-Abwürfe und Fallen, mit denen bis 2007 die meisten invasiven Arten entfernt werden konnten.
Seitdem ist das Schutzgebiet in Neuseeland zu einem richtungsweisenden Modell für ökologische Wiederherstellung und die Wiederausbreitung von Arten geworden.
Ortsführer
Pest-Exclusion Fence2006
Ein 47 km langer Zaun, der das Schutzgebiet umfasst, um invasive Säugetiere auszuschließen und so eine sichere ökologische Insel für das Gedeihen von einheimischer Flora und Fauna zu schaffen.
Tautari Wetland2005
Ein 3 Hektar großes Feuchtgebiet, das dem Trust geschenkt wurde, um Sumpfvögel wie den takahē zu unterstützen. Es umfasst ein speziell entwickeltes Tuatarium für zukünftige Schutzmaßnahmen.
Native Species Reintroduction Areas2000s
Ausgewiesene Zonen, in denen einheimische Vögel wie der North Island brown kiwi, kōkako und kākāriki sowie Reptilien wie tuatara wieder angesiedelt und überwacht werden, um das ursprüngliche Ökosystem wiederherzustellen.
Kontakt
Telefon: 07 870 5180