
Buada Lagoon
Buada
Die Buada Lagoon liegt im Distrikt Buada in Nauru und ist der einzige echte See des Inselstaats sowie das größte Süßwasserbecken auf der Insel. Trotz ihres Namens handelt es sich nicht um eine Küstenlagune, sondern um einen endorheischen See mit leicht salzhaltigem Wasser. Er erstreckt sich über etwa 3,8 Hektar und erreicht nach starken Regenfällen Tiefen von bis zu 5 Metern. Die Lagune befindet sich in einer karstischen Senke, die durch die Auflösung von Korallenkalk entstanden ist, und liegt rund 1,3 Kilometer landeinwärts. Sie ist von Resten eines tropischen Regenwalds umgeben, der Nauru einst größtenteils bedeckte. Das Wasser der Lagune hat historisch die Haltung von Fischen unterstützt, insbesondere die Aufzucht von Milkfish, eine Praxis, die bis in die 1960er-Jahre verbreitet war und heute trotz Herausforderungen wie Wasserverschmutzung wieder verstärkt angegangen wird. Zur Umgebungspflanzung gehören heimische Arten wie Tamanu- und Tropische Mandelbäume sowie verschiedene Farne, parasitische Pflanzen und einige invasive Arten wie die Wasserhyazinthe. Die ökologische und kulturelle Bedeutung der Buada Lagoon wird vor allem durch ihre Seltenheit als Süßwasserquelle auf einer Insel erhöht, die ansonsten weder Flüsse noch Bäche hat – sie ist damit ein wichtiger Naturort für Nauru.
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Tipp: Die beste Zeit, um die Buada Lagoon zu besuchen, ist während oder kurz nach der Monsunzeit (November bis Februar), wenn der Wasserstand am höchsten ist und der umgebende Wald besonders üppig wirkt. Wer sich für die lokale Ökologie und traditionelle Praktiken interessiert, sollte geführte Touren in Betracht ziehen, um mehr über die Flora, Fauna und die historische Fischzucht rund um die Lagune zu erfahren. Aufgrund der ökologischen Empfindlichkeit und der Verschmutzungsproblematik sollten Besucher die Natur respektieren und darauf achten, weder das Wasser noch die Vegetation zu stören. Es gibt keine offiziellen Eintrittsgebühren, aber vor Ort sind möglicherweise lokale Guides verfügbar. Aufgrund der abgelegenen Lage kann eine frühzeitige Planung erforderlich sein.
Interessante Fakten
- •Die Buada Lagoon ist Naurus einziger echter See und wird als endorheischer See klassifiziert, der keinen Abfluss ins Meer hat.
- •Das Wasser der Lagune ist leicht salzhaltig: mit etwa 2% Salzgehalt und einem basischen pH-Wert von 8.
- •Die Lagune nimmt eine karstische Schüssel ein, die durch die Auflösung von Korallenkalk entstanden ist – ein geologischer Prozess, der auf der Insel einzigartig ist.
- •Die traditionelle Milkfish-Fischzucht wurde hier über Jahrhunderte betrieben und wird trotz der Herausforderungen durch Umweltverschmutzung wiederbelebt.
- •Die umgebende Vegetation sind Reste des tropischen Regenwalds, der einst 90% von Nauru bedeckte, bevor der Phosphatabbau begann.
- •Die invasive Wasserhyazinthe wurde erstmals 1993 in der Lagune gemeldet und bedroht die lokale Ökologie.
Geschichte
Die Buada Lagoon entstand in einer karstischen Senke aus Korallenkalk auf dem zentralen Plateau von Nauru – einem geologischen Merkmal, das durch Bodenabsackungs- und Auflösungsprozesse verursacht wurde.
Seit Jahrhunderten ist sie ein traditioneller Ort für Piscikultur, insbesondere für die Milkfish-Zucht, die in den 1960er-Jahren aufgegeben wurde, inzwischen jedoch wiederbelebt wird.
Im Gegensatz zu weiten Teilen des umliegenden Plateaus wurde das Becken nie für Phosphaterz abgebaut, wodurch sein natürlicher Zustand erhalten blieb.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile der umliegenden Feuchtgebiete beschädigt, was sich auf die lokale Vegetation auswirkte.
Die Lagune ist weiterhin eine entscheidende Süßwasserressource auf einer Inselnation ohne Flüsse oder Bäche.
Ortsführer
Buada Lagoon Basin
Das ovale Becken der Lagune erstreckt sich über etwa 3,8 Hektar und liegt in einer karstischen Senke, die durch die Auflösung von Korallenkalk entstanden ist. Es ist das größte Süßwasserbecken auf Nauru – mit Tiefen von 1 bis 5 Metern, je nach Niederschlag.
Surrounding Tropical Forest
Der Wald rund um die Lagune ist ein Relikt der ursprünglichen tropischen Vegetation der Insel. Er zeichnet sich durch Arten wie Tamanu, tropische Mandel, Kapok und verschiedene Farne sowie parasitische Pflanzen aus. Er bietet Lebensraum für eine vielfältige Flora und unterstützt die lokale Aufzucht von Obst und Gemüse.