Janaki Mandir

Janaki Mandir

Madhesh

80/10090 min

Janaki Mandir in Janakpur, Nepal, ist ein bedeutender Hindu-Tempel, der der Göttin Sita gewidmet ist – einer zentralen Figur im Epos Ramayana. Der Tempel ist ein Beispiel für die Koiri-hinduistische Architektur und besteht vollständig aus Stein und Marmor. Er erstreckt sich über drei Stockwerke und umfasst 1.480 Quadratmeter. Die helle, weiß strahlende Außenfassade bildet einen schönen Kontrast zu den kunstvollen Madhubani-Gemälden, die die Wände schmücken. Im Inneren gibt es 60 Räume, die mit nepalischen Flaggen, farbigem Glas, Gravuren, Gitterfenstern und Türmchen dekoriert sind – das sorgt für eine besonders reizvolle Atmosphäre. Historisch gilt der Ort als das Geschehen, in dem die Sita Svayamvara stattgefunden habe – also die Zeremonie, bei der Sita ihren Ehemann Rama wählte. Damit ist der Tempel ein bedeutendes Pilgerziel. Gebaut im Jahr 1910 n. Chr. von Königin Vrisha Bhanu aus dem Fürstenstaat Orchha, ist der Tempel außerdem als Nau Lakha Mandir bekannt – benannt nach den „neun lakh“ (900.000) Goldmünzen, die für den Bau ausgegeben wurden. Jährlich zieht er Tausende Pilger an, besonders während Festen wie Ram Nawami und Vivaha Panchami. Obwohl der Tempel beim Erdbeben 2015 teilweise beschädigt wurde, ist er bis heute ein lebendiges religiöses und kulturelles Wahrzeichen der Mithila-Region.

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Tipp: Die beste Zeit, um Janaki Mandir zu besuchen, sind große hinduistische Feste wie Ram Nawami und Vivaha Panchami: Dann ist der Tempel wunderschön dekoriert und voller Leben. Besucher werden gebeten, – sofern möglich – Tickets im Voraus zu kaufen und sich mit bescheidener Kleidung zu verhalten, die dem religiösen Ort Respekt zollt. Ein Besuch am frühen Morgen kann eine ruhigere Erfahrung bieten, bevor die Menschenmengen eintreffen. Für Gruppen oder Pilger können möglicherweise Ermäßigungen verfügbar sein. Informieren Sie sich vor Ort über eventuelle Restaurierungs-Updates aufgrund der Erdbebenschäden.

Interessante Fakten

  • Der Tempel ist vollständig aus Stein und Marmor gebaut und umfasst eine Fläche von 1.480 Quadratmetern.
  • An den Wänden finden sich traditionelle Madhubani-Gemälde – eine markante Form der Volkskunst aus der Mithila-Region.
  • Janaki Mandir ist auch als Nau Lakha Mandir bekannt und bezieht sich auf die neun lakh Goldmünzen, die für den Bau ausgegeben wurden.
  • Der Tempel hat 60 Räume, die mit nepalischen Flaggen, farbigem Glas und aufwendigen Gravuren dekoriert sind.
  • Man geht davon aus, dass es der Ort der Sita Svayamvara ist – ein zentrales Ereignis im Epos Ramayana.

Geschichte

1910

Janaki Mandir wurde im Jahr 1910 n.

Chr.

von Königin Vrisha Bhanu aus dem Fürstenstaat Orchha errichtet.

Die Kosten sollen sich auf neun lakh Goldmünzen belaufen haben – daher der Beiname Nau Lakha Mandir.

1657

Der Tempel steht auf einem Gelände, das angeblich der Ort ist, an dem 1657 eine goldene Statue der Göttin Sita entdeckt wurde, und an dem sie demnach auch gelebt haben soll.

Der Ort hat zudem eine spirituelle Bedeutung, die mit dem Heiligen Shurkishordas verbunden ist – dem Gründer des modernen Janakpur und Förderer der Sita-Upasana-Philosophie.

2015

Der Tempel erlitt während des Erdbebens im April 2015 einen teilweisen Einsturz, bleibt aber ein wichtiger religiöser Ort.

Ortsführer

1
Aufbau und Architektur des Tempels1910
Queen Vrisha Bhanu

Janaki Mandir ist ein dreistöckiges Bauwerk aus Stein und Marmor. Es zeigt den Koiri-hinduistischen Architekturstil. Es gibt Gitterfenster, Türmchen und zahlreiche dekorative Elemente – darunter farbiges Glas und Gravuren.

2
Madhubani-Gemälde

Die Wände des Tempels sind mit traditionellen Madhubani-Gemälden geschmückt – einer Volkskunstform, die in der Mithila-Region beheimatet ist. Sie stellt mythologische und religiöse Motive dar.

3
Hochzeits-Mandapa

Das angegliederte Hochzeits-Mandapa gilt als Ort der Sita Svayamvara, bei der Sita Lord Rama als ihren Ehemann auswählte – ein bedeutendes Ereignis in der hinduistischen Mythologie.

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