
Ashoka-Säule (Lumbini)
Lumbinī
Die Ashoka-Säule in Lumbini, Nepal, ist ein antikes Monument, das im 3. Jahrhundert v. Chr. vom Kaiser Ashoka des Maurya-Reichs errichtet wurde. Sie trägt die berühmte Inschrift der Lumbini-Säule in Brahmi-Schrift und erinnert an Ashokas Besuch der Stätte. Zugleich identifiziert sie Lumbini als den Geburtsort von Gautama Buddha. Die Säule wurde 1896 entdeckt und steht heute als zentrales archäologisches und religiöses Wahrzeichen. Sie bestätigt zudem die historischen Berichte der chinesischen Pilger Faxian und Xuanzang. Ursprünglich war die Säule mit einer Skulptur eines Pferdes gekrönt; gefunden wurde sie allerdings in zwei Teile zerbrochen. Später wurde sie vermutlich während der Pala-Dynastie wieder aufgerichtet. Die Inschrift ist Teil von Ashokas Kleinen Säulenedikten und hat seit 1997 wesentlich dazu beigetragen, Lumbini als UNESCO-Welterbestätte zu identifizieren und zu seiner Heiligkeit beizutragen. Trotz einiger Kontroversen über archäologische Aktivitäten in der näheren Umgebung gilt die Echtheit der Inschrift der Lumbini-Säule als unbestritten. Der Ort zieht heute sowohl Pilger als auch Touristen an, die sich für die Geschichte des Buddhismus und das antike Erbe Südasien interessieren.
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Tipp: Besucher sollten den Ort am besten tagsüber erkunden, um die Inschriften klar zu erkennen und das Erlebnis voll auszukosten. In der Hochsaison der Pilgerreisen wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Geringere Eintrittsgebühren können Studenten und Senioren Preisvorteile bieten. Geführte Touren können das Verständnis für den historischen Kontext und die Bedeutung der Säule vertiefen.
Interessante Fakten
- •Die Inschrift auf der Säule ist eines der Kleinen Säulenedikate (Minor Pillar Edicts) von Ashoka und hebt seinen Besuch sowie die Identifizierung des Geburtsorts von Buddhas hervor.
- •Die Säule war ursprünglich mit einer Skulptur eines Pferdes gekrönt, wie es der chinesische Pilger Xuanzang beschrieb.
- •Die Inschrift wurde unterirdisch entdeckt – verborgen unter einer mittelalterlichen Inschrift – und erst nach Ausgrabungen im Jahr 1896 sichtbar gemacht.
- •Trotz der späteren Entlarvung von Alois Anton Führer als Fälscher bleibt die Inschrift der Lumbini-Säule als authentisch und bedeutend anerkannt.
- •Lumbini wurde 1997 zum UNESCO-Welterbe ernannt, vor allem aufgrund der historischen Bedeutung der Säule.
Geschichte
Die Ashoka-Säule wurde im 3.
Jahrhundert v.
Chr.
von Kaiser Ashoka errichtet, um den Geburtsort Buddhas zu markieren – wie durch die auf ihr gefundene Brahmi-Inschrift bestätigt.
Die Säule wurde auch vom chinesischen Pilger Xuanzang im 7.
Jahrhundert erwähnt; er beschrieb sie als gebrochen und gekrönt von einer Pferdeskulptur.
Wiederentdeckt wurde sie 1896 bei Ausgrabungen, die von Alois Anton Führer und General Khadga Shamsher Rana geleitet wurden.
Obwohl Führer später wegen Fälschungen in der Region diskreditiert wurde, wurde die Inschrift der Lumbini-Säule als authentisch akzeptiert.
Die Säule wurde wahrscheinlich im 11.
oder 12.
Jahrhundert während der Pala-Dynastie erneut aufgerichtet.
Lumbini wurde 1997 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt – wegen seiner historischen und religiösen Bedeutung.