
Bærums Verk
Viken
Bærums Verk ist ein historisches Dorf in Bærum, Norwegen. Es wurde ursprünglich im frühen 17. Jahrhundert als Eisenhütte gegründet. Gegründet von Paul Smelter im Jahr 1610 nahe dem Fluss Lomma, entwickelte es sich zu einem bedeutenden Industriestandort, der Nägel, Eisenbauteile, Gewehrkugeln und Kanonenkugeln produzierte. Unter der Leitung von Anna Krefting von 1712 bis 1766 wuchsen die Anlagen erheblich und wurden zur größten ihrer Art in ganz Norwegen. Trotz Rückschlägen – darunter ein Großbrand im Jahr 1762 – wurde die Hütte wieder aufgebaut und der Betrieb fortgeführt, bis der Hochofen 1874 ersetzt wurde. Die Eisenwerke gehörten seit 1889 zur Familie Løvenskiold; die Schließung erfolgte 1964. In den 1980er-Jahren wurde der Ort revitalisiert und 1997 in ein Einkaufs- und Kulturzentrum umgewandelt. Dabei blieb ein Großteil der historischen Gebäude erhalten, darunter Norwegens älteste Taverne. Heute bietet Bærums Verk ein charmantes Einkaufserlebnis mit Fachgeschäften, Restaurants und einem Museum, das historische Öfen sowie handgefertigte Produkte zeigt – eingebettet in ein malerisches Tal mit Fußgängerbrücken, die den Fluss überspannen.
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Tipp: Besuchen Sie Bærums Verk in der Weihnachtszeit: Dann erleben Sie die traditionelle, jährliche Beleuchtung des Weihnachtsbaums auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und – falls verfügbar – bereits vorher Tickets für das Museum zu kaufen. Der Ort bietet Ermäßigungen für Gruppen und Senior:innen. Ein Spaziergang ist ideal, um die historischen Gebäude und die Fußgängerbrücken, die das Gelände miteinander verbinden, in Ruhe zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Bærums Verk erhielt in den frühen 1600er-Jahren in der Region Oslo ein nahezu Monopol für die Eisenproduktion.
- •Anna Krefting baute die Eisenwerke innerhalb von zwei Jahren nach dem verheerenden Brand von 1762 wieder auf – ein beeindruckendes Beispiel für Widerstandskraft.
- •Der Ort beherbergt Norwegens älteste Taverne, ein geschütztes Gebäude, das bis heute in Betrieb ist.
- •In der Hochphase produzierte die Hütte eine Vielzahl von Eisenwaren, darunter Nägel, Gewehrkugeln und Kanonenkugeln.
- •Die Familie Løvenskiold besitzt den Standort seit 1889 und verwandelte ihn 1997 in ein Einkaufszentrum.
Geschichte
In den frühen 1600er-Jahren wurde im Gebiet von Bærum Eisenerz entdeckt, was zur Gründung der ersten Hütte durch Paul Smelter im Jahr 1610 führte.
Die Eisenwerke wurden bis 1615 an ihrem heutigen Standort zusammengeführt und prägten die Eisenproduktion der Region Oslo.
Nach königlichem Besitz und Missmanagement machte Gabriel Marcelis die Hütte 1641 mit einem doppelten Hochofen wieder wett.
Die Familie Krefting erweiterte die Betriebe im späten 17.
und frühen 18.
Jahrhundert, besonders unter Anna Krefting.
Der Besitz wechselte mehrfach, unter anderem zu Peder Anker und der Familie Wedel Jarlsberg.
Der Hochofen wurde 1874 stillgelegt und durch eine Gießereiwerkstatt ersetzt.
Die Familie Løvenskiold erwarb die Anlage 1889, und die Eisenwerke stellten 1964 die Produktion ein.
Das Areal wurde im späten 20.
Jahrhundert zu einem Einkaufs- und Kulturzentrum umgestaltet, wobei die historischen Strukturen erhalten blieben.
Ortsführer
Die alten Hüttenanlagen17th century onwards
Historische Industriegebäude entlang des Flusses Lomma, in denen sich die ursprünglichen Eisenwerke befanden. Heute wurden sie in Läden, Restaurants und ein Museum umgewandelt.
Bærums Verk Museum18th century to 1964
Museum in den alten Hüttenanlagen: zu sehen sind Öfen, die vom 18. Jahrhundert bis zur Schließung der Hütte 1964 hergestellt wurden, außerdem Ausstellungen zur Geschichte der Eisenwerke sowie zum Handwerk vor Ort.
Værtshuset Bærums Verk (Die Taverne)1762
Norwegens älteste Taverne, die bis heute in Betrieb ist. Sie befindet sich in einem geschützten Gebäude aus dem Jahr 1762 und gewährt einen Blick auf das gesellschaftliche Leben der Eisenwerks-Gemeinschaft.