Festung Oscarsborg

Festung Oscarsborg

Viken

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Die Festung Oscarsborg ist eine historische Anlage zur Küstenverteidigung im Oslofjord nahe Drøbak, Norwegen. Sie besteht vor allem aus zwei kleinen Inseln, Nordre Kaholmen und Søndre Kaholmen, und umfasste historisch auch Artilleriebatterien auf nahegelegenen Inseln sowie auf dem Festland. Berühmt ist die Festung vor allem für ihre entscheidende Rolle während der Deutschen Invasion in Norwegen im Jahr 1940: Mit ihrer Artillerie und der unter Wasser verlegten Torpedobatterie versenkte sie den deutschen schweren Kreuzer Blücher, verzögerte damit die Invasion und schützte die norwegische Regierung. Ursprünglich Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet, spiegelte ihr Entwurf die damalige militärische Architektur wider, doch technologische Fortschritte machten Teile davon schon bald veraltet. Die Festung besitzt einzigartige unter Wasser liegende Torpedotunnel, die in Felsgrotte verborgen sind – eine Seltenheit im Bereich der Küstenverteidigung. Nachdem 2003 die militärische Nutzung eingestellt wurde, wurde Oscarsborg in ein öffentliches Museum und ein Resort umgewandelt und so sein historisches Erbe bewahrt. Heute bietet sie Besuchern eine Mischung aus Militärgeschichte, kulturellen Veranstaltungen und malerischen Ausblicken in einer geschützten Kulturlandschaft.

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Tipp: Besuchen Sie die Festung in der Zeit vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst für bestes Wetter und eine gute Erreichbarkeit. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen – besonders für geführte Touren und kulturelle Veranstaltungen. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Festung ist mit der Fähre ab Drøbak erreichbar, und vor der Planung sollten sich Besucher unbedingt die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website ansehen.

Interessante Fakten

  • Die Festung versenkte am 9. April 1940 den deutschen Kreuzer Blücher und verzögerte damit die nationalsozialistische Invasion von Oslo.
  • Sie beherbergt eine der einzigen unter Wasser liegenden Torpedobatterien in Norwegen, verborgen in Felsgrotte.
  • Die Festung wurde nach dem Besuch von König Oscar I im Jahr 1855 nach ihm benannt.
  • Die zwischen 1874–79 errichtete Unterwasserbarriere machte es großen Schiffen unmöglich, die Festung im Oslofjord zu umfahren.
  • Die 1940 verwendeten Torpedos wurden um 1900 von der Whitehead Torpedo Works in Österreich-Ungarn hergestellt.

Geschichte

Die Verteidigungsnutzung des Geländes reicht bis ins 17.

Jahrhundert unter König Christian IV.

1644

zurück; die ersten Befestigungen wurden 1644 errichtet.

1848

Mit dem Bau der heutigen Festung wurde 1848 begonnen und bis 1853 fertiggestellt; benannt wurde sie 1855 nach König Oscar I.

Modernisierungen im späten 19.

Jahrhundert umfassten eine Unterwasserbarriere und moderne Artillerie, um den sich verändernden militärischen Bedrohungen Rechnung zu tragen.

1901

1901 wurde eine einzigartige unter Wasser liegende Torpedobatterie installiert, die bis zum Zweiten Weltkrieg geheim blieb.

Berühmt wurde die Festung am 9.

1940

April 1940, als sie eine deutsche Seerinvasion erfolgreich abwehrte.

2003

Die militärischen Einsätze dauerten bis 2003 an; danach wurde die Festung für die Öffentlichkeit geöffnet und erhielt 2014 einen geschützten Status.

Ortsführer

1
Hauptfestung auf Søndre Kaholmen1848-1853
Französischer General Marc René Montalembert (Designprinzipien)

Der Kern der Festung Oscarsborg mit historischen Geschützstellungen und Befestigungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, entworfen nach den Grundsätzen des französischen Generals Marc René Montalembert.

2
Unterwasser-Torpedobatterie auf Nordre Kaholmen1898-1901

Eine einzigartige Torpedoanlage in Felsgrotte, seit 1901 im Betrieb: Sie kann Torpedos unter Wasser durch verdeckte Tunnel abfeuern und war entscheidend für das Versenken der Blücher im Jahr 1940.

3
Beobachtungsbunker

Strategisch über der Torpedobatterie und rund um die Festung platzierte Bunker zum Erkennen feindlicher Schiffe und zum Lenken des Artilleriefeuers im Kriegsfall.

4
Unterwasserbarriere1874-1879

Zwischen 1874 und 1879 errichtet: Diese Unterwasserbarriere erstreckte sich von Søndre Kaholmen bis Hurum und verhinderte, dass große gegnerische Schiffe die Festung im Fjord umgehen konnten.

Kontakt

Telefon: 46 87 04 00