Falstadsenteret

Trøndelag

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Das Falstad Centre in Ekne, Norwegen, ist eine nationale Gedenkstätte und Bildungseinrichtung mit Fokus auf die Geschichte der Inhaftierung im Zweiten Weltkrieg, das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 umfasst es das Konzentrationslager Falstad sowie den nahegelegenen Falstad Woods, der von den deutschen Besatzungstruppen als Hinrichtungsort genutzt wurde und heute als geschütztes Kriegsgrab und als Stätte des kulturellen Erbes gilt. Das Museum entstand 1985 und wurde 1995 offiziell eingerichtet – anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Befreiung. Es war zunächst im Keller des ehemaligen Hauptgebäudes des Falstad-Lagers untergebracht. Seit 2006 belegt das Centre das Hauptgebäude des ehemaligen SS-Lagers und entwickelte das Lagergelände zu einer Gedenkstättenlandschaft. Das Haus arbeitet eng mit Bildungseinrichtungen, Forschungszentren und Menschenrechtsorganisationen zusammen, um die Vermittlung und Dokumentation der Kriegsgeschichte und der Menschenrechte zu fördern. Künstlerische Projekte wie die Initiative „Faces of Power“ haben Teile des Geländes in Räume für zeitgenössische Kunst und kulturellen Dialog verwandelt. Das Centre veranstaltet außerdem Ausstellungen, die an bestimmte historische Ereignisse erinnern – darunter die Ankunft jugoslawischer Häftlinge während des Zweiten Weltkriegs. Seine Forschungsaktivitäten umfassen Philosophie, Geschichte, kulturelles Erbe, Kunstgeschichte und Literatur und tragen damit zu seiner Rolle als führendes Zentrum für die Bildung zu Menschenrechten in Norwegen bei.

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Tipp: Besucher werden gebeten, auf der offiziellen Website des Falstad Centre nach Öffnungszeiten sowie nach Sonderausstellungen oder -veranstaltungen zu schauen. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate: Dann sind die Außenbereiche der Gedenkstätte leichter zugänglich. Für geführte Touren oder besondere Programme wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Bildungsgruppen und Forschende können Besuche über die Kooperationskanäle des Centres abstimmen. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Die Falstad Woods, direkt neben dem Lager, dienten während der deutschen Besatzung als Hinrichtungsstätte und sind heute ein geschütztes Kriegsgrab.
  • Das Centre beherbergt das Projekt „Faces of Power“: Dabei werden Künstler und Schriftsteller eingeladen, Werke in der ehemaligen Wohnung des Lagerkommandanten zu schaffen.
  • Das Falstad-Museum wurde im Zusammenhang mit dem 50-jährigen Jubiläum der Befreiung Norwegens im Jahr 1995 gegründet.
  • Das Centre arbeitet mit Universitäten, Schulen und Menschenrechtsorganisationen in ganz Norwegen und Europa zusammen.

Geschichte

1985

Das Falstad-Museum wurde erstmals 1985 eingerichtet, mit einer offiziellen Museumseröffnung im Jahr 1995 zum Gedenken an das 50-jährige Jubiläum der Befreiung Norwegens vom Zweiten Weltkrieg.

2000

Die Falstad Centre Foundation wurde 2000 gegründet, um den Fokus der Einrichtung zu erweitern und auch humanitäres Recht sowie Bildung zu Menschenrechten einzubeziehen.

2006

Im Jahr 2006 zog das Centre in das Hauptgebäude des ehemaligen SS-Konzentrationslagers Falstad ein und erweiterte damit seine Rolle als sowohl Gedenkstätte als auch Bildungszentrum.

Im Laufe der Jahre wurden die Falstad Woods, die einst als Hinrichtungsort dienten, als geschütztes Kriegsgrab und Stätte des kulturellen Erbes ausgewiesen.

Seitdem hat das Centre Gedenkstättenlandschaften entwickelt und sich an gemeinsamen Projekten mit akademischen und kulturellen Einrichtungen beteiligt, um Erinnerung und Menschenrechte zu fördern.

Ortsführer

1
Hauptgebäude des Konzentrationslagers Falstad1941-1945

Das ehemalige Hauptgebäude des SS-Lagers Falstad beherbergt heute das Museum und das Bildungszentrum. Besucher können Ausstellungen erkunden, die die Geschichte des Lagers sowie die dort festgehaltenen Häftlinge dokumentieren.

2
Falstad WoodsWWII period

Ein nahegelegenes Waldgebiet, das während des Zweiten Weltkriegs als Hinrichtungsstätte genutzt wurde und heute als geschütztes Kriegsgrab sowie als nationale Stätte des kulturellen Erbes gilt. Die Woods sind eine würdige Gedenkstättenlandschaft.

3
Wohnsitz des Kommandanten – Faces of Power Project2019-present

Das ehemalige Haus des Kommandanten beherbergt zeitgenössische Kunstinstallationen und literarische Werke im Rahmen des „Faces of Power“-Projekts. Dabei geht es um Themen wie Macht und Erinnerung.