
Kristiansten-Festung
Trøndelag
Die Kristiansten-Festung ist eine historische Befestigungsanlage auf einem Hügel östlich von Trondheim in Trøndelag, Norwegen. Sie wurde zwischen 1682 und 1684 errichtet, nachdem im Jahr 1681 das große Stadtfeuer wütete. Entworfen wurde sie von General Johan Caspar von Cicignon, um Trondheim vor Angriffen aus Osten zu schützen – einer Schwachstelle in den Verteidigungsanlagen der Stadt. Während des Großen Nordischen Krieges spielte die Festung 1718 eine entscheidende Rolle, als schwedische Truppen Trondheim belagerten, die Stadt jedoch wegen der starken Verteidigung von Kristiansten nicht einnehmen konnten. Im 18. Jahrhundert wurde die Festung modernisiert: mit neuen Bastionen und Kasematten, um sich an die sich weiterentwickelnde Militärtechnik anzupassen. Nachdem sie 1816 außer Dienst gestellt wurde, diente sie unter anderem als Feuerwache und wurde später 1997 als Museum eingerichtet. Besonders auffällig ist der große Verteidigungsturm, die Donjonen, in der sich Artillerie und Wohnräume befanden, und natürlich die strategische Lage mit einem weiten Panoramablick über Trondheim und die umliegende Landschaft. Auch historisch ist die Festung bedeutend: Sie war während und nach dem Zweiten Weltkrieg ein Hinrichtungsort. Heute ist die Kristiansten-Festung ein geschütztes Kulturdenkmal – ein Symbol für die Widerstandskraft Trondheims und seine militärische Geschichte.
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Tipp: Besucher sollten die Kristiansten-Festung am besten im Zeitraum vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst besuchen, um das beste Wetter und die besten Ausblicke zu bekommen. In den Hauptreisezeiten wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Die Festung bietet Ermäßigungen für Studierende, Senioren und Gruppen. Geführte Touren werden angeboten und geben einen tieferen Einblick in die Geschichte und Architektur. Aufgrund der Lage auf dem Hügel und des unebenen Geländes sind bequeme Wanderschuhe empfehlenswert.
Interessante Fakten
- •Die Kristiansten-Festung wurde nach König Christian V. von Dänemark-Norwegen benannt.
- •Die Festung widerstand 1718 erfolgreich einer schwedischen Belagerung während des Großen Nordischen Krieges.
- •Der wichtigste Verteidigungsturm, die Donjonen, hat Mauern mit einer Stärke von bis zu vier Metern.
- •Die Festung war nach dem Zweiten Weltkrieg Hinrichtungsstätte für Nazi-Kollaborateure.
- •Von der Festung aus können Besucher die „strandlinja“ erkennen – eine alte Küstenlinie, die in den Hügeln rund um Trondheim sichtbar ist.
Geschichte
Die Kristiansten-Festung wurde zwischen 1682 und 1684 nach dem großen Brand in Trondheim im Jahr 1681 errichtet.
Teil war ein strategischer Plan von General Johan Caspar von Cicignon, die Stadt vor Angriffen aus dem Osten zu schützen.
Sie verteidigte Trondheim erfolgreich während der schwedischen Belagerung von 1718 im Großen Nordischen Krieg.
In der Mitte des 18.
Jahrhunderts wurde die Festung mit zusätzlichen Bastionen und Kasematten aufgerüstet, um der Mörserartillerie entgegenzuwirken.
1816 wurde die Festung durch König Charles XIV John außer Dienst gestellt; später diente sie als Standort für eine Feuerwache und wurde 1997 als Museum eingerichtet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von den besetzenden Nazi-Kräften für Hinrichtungen genutzt, und nach dem Krieg war sie der Ort für die Hinrichtung verurteilter Kriegsverbrecher.
Ortsführer
Donjonen (der Verteidigungsturm)1682-1684
Die zentrale und prägendste Anlage der Kristiansten-Festung ist die Donjonen: ein großer, weiß getünchter Steinturm mit massiven Wänden von bis zu vier Metern Stärke. Ursprünglich gab es oberhalb des Pulverkellers drei Stockwerke; der Turm diente als Geschützstellung sowie als Unterkunfts- und Lagerraum. Oben befindet sich außerdem ein Beobachtungsposten, von dem aus man strategische Ausblicke hat.
Festungstor (Festningsporten)1746
Das Festungstor wurde 1746 von den Brüdern Banch errichtet. Es besteht aus Speckstein und verfügt über einen 15 Meter langen Durchgang durch die Wälle. Die Außenseite ist mit Pilastern und einem dreieckigen Giebel verziert; dort prangt das gekrönte Monogramm von König Frederik V.
Kasematten und WallanlagenMitte des 18. Jahrhunderts
Rund um den inneren Hof verfügt die Festung über überwölbte Kasematten, die als Wohnräume, Küchen, Gefängnisse und Lager für Proviant dienten. Diese gut erhaltenen Bauwerke zeigen die Militärarchitektur des 18. Jahrhunderts und das Alltagsleben in der Festung.
Grüner’s- und Frølich’s Redoutenum 1750
Zwei isolierte Verteidigungsanlagen, die im 18. Jahrhundert östlich der Hauptfestung errichtet wurden, um den Schutz gegen Angriffe durch Artillerie zu verbessern. Heute sind sie kaum noch zu erkennen, waren jedoch für das Verteidigungssystem der Festung von Bedeutung.
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