Global Seed Vault

Global Seed Vault

Svalbard and Jan Mayen (NO)

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Die Svalbard Global Seed Vault ist eine sichere Saatgutbank auf dem norwegischen Archipel Svalbard, etwa 1.300 Kilometer nördlich des Polarkreises. Sie wurde vom norwegischen Staat ins Leben gerufen und vollständig finanziert und dient als globale Backup-Einrichtung. Dort werden Duplikate von Saatgutproben aus nationalen, regionalen und internationalen Genbanken eingelagert. Das Versteck umfasst Zehntausende Sorten wichtiger Nahrungspflanzen wie Bohnen, Weizen und Reis und stellt so die Erhaltung der landwirtschaftlichen Biodiversität auch im Hinblick auf mögliche globale Krisen sicher. Aufgrund der Permafrostbedingungen bietet die Anlage eine natürliche Gefrierung, um die Keimfähigkeit des Saatguts über lange Zeiträume zu erhalten. Die Einrichtung wird vom norwegischen Landwirtschafts- und Lebensmittelsministerium in Abstimmung mit dem Nordic Gene Resource Centre und dem Global Crop Diversity Trust verwaltet, mit Unterstützung durch einen internationalen Beratungskreis. Seit ihrer Eröffnung hat die Vault große Einlagerungen aus mehreren Ländern erhalten, darunter im Jahr 2024 mehr als 30.000 neue Saatgutproben aus 21 Ländern. Die Seed Vault steht für internationale Zusammenarbeit, um die Ernährungssicherheit und die Biodiversität für zukünftige Generationen zu schützen.

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Tipp: Besucher sollten wissen, dass die Svalbard Global Seed Vault keine typische Touristenattraktion ist und nicht für öffentliche Führungen geöffnet ist. Die beste Zeit, um das Svalbard-Archipel zu besuchen, in dem die Vault liegt, sind die Sommermonate, wenn die Wetterbedingungen günstiger sind. Wer mehr erfahren möchte, kann auf offizielle Videos und Online-Ressourcen zugreifen. Es wird empfohlen, Besuche in die Region weit im Voraus zu buchen, da die Transportmöglichkeiten begrenzt sind und der Tourismus reguliert wird, um die fragile Arktis zu schützen. Einen direkten Zugang oder öffentliche Führungen zur Vault selbst gibt es nicht.

Interessante Fakten

  • Die Vault liegt 1.300 Kilometer jenseits des Polarkreises im Permafrost und bietet natürliche Gefrierbedingungen.
  • Sie speichert Duplikate von Saatgut aus Genbanken rund um die Welt und fungiert so als globale Backup-Lösung.
  • Im Jahr 2024 wurden über 30.000 neue Saatgutproben aus 21 Ländern eingelagert, darunter aus Palästina und dem Sudan.
  • Die Einrichtung ist vollständig vom norwegischen Staat finanziert und wird auch von ihm betrieben.
  • Das Saatgut bleibt Eigentum der Einlagernden – so bleibt die Souveränität über genetische Ressourcen gewahrt.

Geschichte

Die Svalbard Global Seed Vault wurde vom norwegischen Staat als globale Backup-Lösung gegründet, um die weltweite Vielfalt der Nutzpflanzen abzusichern.

Der Bau wurde Ende der 2000er-Jahre abgeschlossen; die Abläufe wurden vom Landwirtschafts- und Lebensmittelsministerium gemeinsam mit internationalen Partnern koordiniert.

Die Vault wurde so konzipiert, dass sie sowohl Natur- als auch menschengemachte Katastrophen überstehen kann, wobei man sich den Permafrost von Svalbard für die natürliche Konservierung des Saatguts zunutze macht.

Seit der Eröffnung ist sie zu einer wichtigen Ressource für die globale Ernährungssicherheit geworden und erhält Saatgut-Einlagerungen von Genbanken aus der ganzen Welt.

Mit der Zeit hat sich ihre Rolle erweitert – das spiegelt zunehmende Sorgen über den Verlust der Biodiversität und den Klimawandel wider.

Kontakt

Telefon: 22 24 91 40