Abtei Selje

Abtei Selje

Sogn og Fjordane

70/10090 min

Die Abtei Selje sind die Ruinen eines Benediktinerklosters auf der Insel Selja in der Provinz Vestland in Norwegen. Die Anlage entstand um das Jahr 1100 und gilt als eines der frühesten Klöster in Norwegen. Die Abtei wurde an einer Stelle errichtet, die mit Saint Sunniva in Verbindung gebracht wird – einer irischen königlichen Gesandten und Märtyrerin, deren Legende die religiöse Bedeutung der Region stark beeinflusste. Kloster und angrenzende Kirche waren Saint Alban von Verulamium geweiht, was auf eine wahrscheinliche Beteiligung von Mönchen aus den Britischen Inseln bei der Gründung hindeutet. Im späten 13. Jahrhundert erfuhr die Abtei eine bedeutende Erweiterung: Dazu gehörte die Verlängerung der Albanus-Kirche sowie der Bau einer beeindruckenden steinernen Terrasse. Das für den Bau verwendete Material wurde größtenteils vor Ort gewonnen; einige Steine brachte man per Schiff aus den nahegelegenen Gebieten. Nachdem das Kloster aufgelöst worden war, wurden die Steine ausgebaut und weiterverwendet – besonders durch den dänischen Astronomen Tycho Brahe für seine Observatorien. Die Ruinen sind bis heute ein Zeugnis des mittelalterlichen Klosterlebens und des frühen christlichen Erbes Norwegens. Sie sind über eine kurze Bootsfahrt vom Festland-Ort Selje aus erreichbar. Besucher können die stimmungsvollen Überreste erkunden – eingebettet in die natürliche Landschaft der Insel mit Heide, Sumpf und Wald.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Abtei Selje sind die Sommermonate, wenn die Bootsanbindung zur Insel Selja am zuverlässigsten ist und das Wetter meist günstiger. Aufgrund des begrenzten Angebots wird empfohlen, die Bootstransfers im Voraus zu buchen. Besucher sollten feste Schuhe tragen, die für unebenes Gelände geeignet sind. In der Regel werden keine Eintrittsgebühren erhoben, jedoch sind Spenden für lokale Erhaltungsmaßnahmen willkommen. Je nach Saison können geführte Touren verfügbar sein, die noch tiefere Einblicke in die Geschichte und Legenden der Abtei bieten.

Interessante Fakten

  • Die Abtei Selje war Saint Alban von Verulamium geweiht, einem englischen Heiligen – ein Hinweis auf den Einfluss der Britischen Inseln bei ihrer Gründung.
  • Die Steine des Klosters wurden später vom dänischen Astronomen Tycho Brahe verwendet, um Observatorien auf der Insel Hven zu errichten.
  • Die Insel Selja war einer der ersten Bischofssitze Norwegens – zusammen mit Oslo und Nidaros.
  • Die Ruinen der Abtei liegen auf einer Insel, die in einer 15-minütigen Bootsfahrt von Selje auf dem Festland erreichbar ist.
  • Im 13. Jahrhundert wurde die Abtei um eine große steinerne Terrasse erweitert – als die größte ihrer Art, die zu dieser Zeit errichtet wurde, beschrieben.

Geschichte

1100

Die Abtei Selje begann vermutlich um 1100 n.

Chr.

mit dem Bau und zählt damit zu den frühesten klösterlichen Gründungen Norwegens.

Sie wurde nach der Einrichtung des Bischofssitzes auf der Insel Selja im späten 11.

Jahrhundert gegründet.

Im späten 13.

Jahrhundert wurde die Abtei erweitert, unter anderem durch Vergrößerung der Albanus-Kirche und die Hinzufügung einer großen steinernen Terrasse.

Nach der Reformation und der Auflösung der Klöster verfiel die Abtei und wurde in großem Umfang als Steinbruch für Baumaterial abgetragen – darunter auch im 16.

Jahrhundert durch Tycho Brahe.

Heute sind nur noch Ruinen erhalten, die die Erinnerung an ihre religiöse und kulturelle Bedeutung bewahren.

Ortsführer

1
Ruinen der Albanus-Kirche1100-1300s

Die Überreste der der Saint Alban geweihten Kirche – mit mittelalterlicher Steinarchitektur und dem Ort der wichtigsten religiösen Aktivitäten der Abtei.

2
SteinterrasseLate 13th century

Eine große steinerne Terrasse, die vor der Sunniva-Kirche errichtet wurde. Sie gilt als die größte Bauleistung dieser Art im mittelalterlichen Norwegen.

3
Insel Selja

Die natürliche Umgebung der Abtei-Ruinen mit Heide, Sumpf und Wald – der höchste Punkt ist Varden (201 Meter über dem Meeresspiegel).