Kjerringøy Trading Post

Kjerringøy Trading Post

Nordland

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Kjerringøy Trading Post ist ein einzigartiges Open-Air-Museum in Nordland, Norwegen. Es bewahrt einen vollständig erhaltenen historischen Handelsstützpunkt mit 15 Originalgebäuden. Ende des 1700er-Jahre gegründet, entwickelte er sich zu einem wichtigen Zentrum des Fischhandels – besonders während des großen Heringsbooms im 19. Jahrhundert – und wurde zu einem der reichsten Handelsplätze Nordnorwegens. Das Gelände umfasst authentische Kaufmannshäuser, ein Haupthaus mit seltener französischer Tapete sowie Möbeln aus der jeweiligen Epoche, und maritime Ausstellungen mit einem der ältesten erhaltenen Boote aus Nordland aus dem Jahr 1820. Besucher können die erhaltenen Innenräume des Ladens (Kramboden) erkunden, in dem sich noch Originalwaren aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert finden. Der Handelsstützpunkt spielte eine bedeutende Rolle im regionalen Handel: Er verband Fischer aus Lofoten und Nordland mit Märkten in Bergen und darüber hinaus. Heute wird die Anlage vom Nordland Museum betrieben, mit geführten Touren und kulturellen Veranstaltungen, die die lebendige Geschichte des Küstenhandels und des Alltags in Nordnorwegen in der Vergangenheit greifbar machen.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Kjerringøy Trading Post ist die Sommersaison, wenn geführte Touren und kulturelle Veranstaltungen angeboten werden. Aufgrund der begrenzten Kapazität wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Barrierefrei zugänglich sind u. a. Rampen und Rollstuhlzugang zu den wichtigsten Gebäuden – bitte dafür vorher Bescheid geben. Außerdem können Besucher im hauseigenen Café verweilen und im Shop nostalgische Souvenirs entdecken. Um Kjerringøy zu erreichen, fährt man mit der kurzen Fähre von Festvåg nach Misten und anschließend 15 Minuten mit dem Auto. Parkmöglichkeiten gibt es nahe der örtlichen Kirche gegenüber dem Museum.

Interessante Fakten

  • Kjerringøy Trading Post besteht aus 15 vollständig restaurierten Gebäuden und stellt einen komplett erhaltenen historischen Handelsstützpunkt dar.
  • Auf dem Gelände befindet sich eines der ältesten erhaltenen Boote aus Nordland – datiert auf 1820.
  • Kaufmann Erasmus Zahl, der den Post in seiner Blütezeit führte, wurde zu einem der reichsten Geschäftsleute in Nordnorwegen.
  • Der Handelsstützpunkt war ein zentraler Knotenpunkt, um Fisch aus Lofoten zu kaufen und ihn in Bergen sowie auf weiteren Märkten zu verkaufen.
  • Das Haupthaus zeigt eine seltene französische Tapete und Möbel aus der damaligen Zeit – so bewahrt, als wäre alles gestern stehen geblieben.

Geschichte

Kjerringøy Trading Post entstand Ende des 18.

Jahrhunderts als Heimstatt für einen Schiffer und als Markt.

1803

Es wuchs deutlich unter Christian Lorentzen Sverdrup ab 1803, der das Geschäft und die Infrastruktur ausbaute.

Der Höhepunkt des Wohlstands kam Ende des 19.

Jahrhunderts unter Erasmus Zahl, als der Post zu einem der wohlhabendsten in Nordnorwegen wurde – angetrieben durch den boomenden Fischhandel und die Schifffahrt.

1900

Nach Zahlt Tod im Jahr 1900 ging das Unternehmen schrittweise zurück und beendete die kommerziellen Aktivitäten Ende der 1950er-Jahre.

1959

Das Nordland Museum übernahm das Gelände und begann ab 1959 mit der Restaurierung, um es als Museum für Kulturerbe zu erhalten.

Ortsführer

1
Main House19th century

Das zentrale Gebäude des Handelsstützpunkts mit einem einzigartigen Interieur: seltene französische Tapete und traumhafte Himmelbetten – sorgfältig bewahrt, um die Atmosphäre des Kaufmannslebens im 19. Jahrhundert nachzuempfinden.

2
Kramboden (General Store)19th century

Ein originales Ladengebäude aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert – die Reste der Waren stehen noch auf den Regalen. So bekommt man einen Einblick in den historischen Handel und das tägliche Leben im Handelsstützpunkt.

3
Heimbrygga and Stornaustet (Maritime Exhibits)1820 (boat)

Ausstellungsbereiche, die dem maritimen Erbe gewidmet sind – darunter mehrere einzigartige Boote und Schiffe. Besonders hervorzuheben ist ein Nordland-Boot aus dem Jahr 1820, eines der ältesten erhaltenen Exemplare seiner Art.

Kontakt

Telefon: 91 00 64 43