
Svolværgeita
Nordland
Die Svolværgeita, die vor Ort auch als Svolværgeita bekannt ist, ist ein 150 Meter hoher Felszacken an der Südwestwand des Fløyfjellet auf der Insel Austvågøya im norwegischen Lofoten-Archipel. Der Name des Berges bedeutet auf Norwegisch „die Ziege“ und bezieht sich auf die markanten zwei Hörner Storhorn und Lillehorn. Der Felszacken ist ein beliebtes Kletterziel mit einer bewegten Geschichte: Seine erste dokumentierte Erstbesteigung erfolgte am 1. August 1910 durch Ferdinand Schjelderup, Alf Bonnevie Bryn und Carl Wilhelm Rubenson. Beim Klettern ist der Sprung zwischen den beiden Hörnern besonders beliebt – mit einer 1,5 Meter breiten Lücke über dem rund 300 Meter tiefer gelegenen Friedhof der Stadt. Es gibt mehrere Kletterrouten, darunter die klassische Route „Front Side“, die erstmals 1947 erklommen wurde, sowie anspruchsvollere Routen wie „Highway to Heaven“ und „Angelwings“. Der Gipfel ist nicht nur wegen seines spektakulären Erscheinungsbilds bekannt, sondern auch wegen seiner kulturellen Bedeutung für lokale Kletterer – darunter Geir Rune Holm, der den Gipfel bis 2021 über 1000-mal erreicht hat. Die Svolværgeita bleibt ein Symbol für Abenteuerlust und natürliche Schönheit in der Region Lofoten.
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Tipp: Die beste Zeit, um die Svolværgeita zu klettern, sind die Sommermonate, wenn die Wetterbedingungen meist günstiger sind. Wer zum Besuch kommt, sollte geführte Klettertouren in Betracht ziehen oder die lokalen Kletterbestimmungen prüfen. Der Gipfel ist zwar auch für erfahrene Kletterer zugänglich, doch Sicherheitsmaßnahmen und die richtige Ausrüstung sind unverzichtbar. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen – besonders in der Hochsaison. Für das Klettern ist kein spezielles Ticket erforderlich, aber Kletternde sollten die Wetterlage im Blick behalten und sich nach lokalen Hinweisen richten.
Interessante Fakten
- •Der Name „Geita“ bedeutet auf Norwegisch „die Ziege“ und verweist auf die zwei markanten Hörner des Felszackens.
- •Kletternde springen oft über eine 1,5 Meter breite Lücke zwischen den beiden Hörnern – ein berühmt gewagter Manöver.
- •Das Team der Erstbesteigung wettete mit einem örtlichen Hotelbesitzer eine Flasche Wein darauf, dass sie den Gipfel erreichen würden.
- •Der lokale Kletterer Geir Rune Holm erreichte 2021 das Meilenstein von 1000 Erstbesteigungen.
- •Eine optische Täuschung im Jahr 1998 ließ die Einheimischen glauben, die Svolværgeita würde zusammenbrechen – was vorübergehend sogar zu einer Evakuierungsangst führte.
Geschichte
Die Svolværgeita wurde erstmals erfolgreich am 1.
August 1910 bestiegen – durch Schjelderup, Bryn und Rubenson, die dem Besitzer eines örtlichen Hotels als Wette eine Flasche Wein für ihren Erfolg angeboten hatten.
Kurz zuvor hatte das Trio bereits die Erstbesteigung von Stetind geschafft.
Im Laufe der Jahre wurden mehrere Kletterrouten eingerichtet, darunter bedeutende Erstbegehungen wie „Front Side“ im Jahr 1947 und „Highway to Heaven“ im Jahr 1991.
1998 sorgte ein Trugbild (optische Täuschung) bei den Einheimischen für die Befürchtung, die Svolværgeita würde einstürzen – später bestätigte sich jedoch, dass es sich um einen optischen Effekt handelte.
Seitdem ist der Berg als geschätztes Kletterziel in Norwegen bekannt.
Ortsführer
Storhorn
Das größere der beiden Hörner an der Svolværgeita, das häufig als Startpunkt für den berühmten Sprung zu Lillehorn genutzt wird. Es bietet Kletternden spektakuläre Ausblicke über Svolvær und die umliegenden Fjorde.
Lillehorn
Das kleinere Horn des Felszackens, auf das Kletternde von Storhorn aus springen. Es überblickt den rund 300 Meter tiefer gelegenen Friedhof der Stadt und bietet eine besonders aufregende Perspektive.
Die Route von 19101910
Die ursprüngliche Kletterroute der Erstbesteiger von Bryn, Schjelderup und Rubenson. Sie umfasst einen diagonalen Querungsteils über die Nordwand und ist historisch bedeutend.
Die Route „Front Side“1947
Die längste und klassische Kletterroute, erstmals 1947 von Wilhelm Høyer und Alf Krane erstbestiegen. Sie wird mit 5+ bewertet und ist bei Kletternden bis heute beliebt.
Highway to Heaven1991
Eine anspruchsvolle Kletterroute mit Bewertung 6+ A2, erstmals im August 1991 erstbegangen. Sie bietet technisches Klettern für erfahrene Kletternde.