
Lofoten-War Memorial Museum
Nordland
Das Lofoten-War Memorial Museum in Svolvær, Norwegen, bietet eine umfangreiche und einzigartige Sammlung von Erinnerungsstücken aus dem Zweiten Weltkrieg – besonders mit Blick auf die deutsche Besetzung Norwegens von 1940 bis 1945. Das Museum wurde 1996 vom Sammler William Hakvaag gegründet und beherbergt Norwegens größte Ausstellung von WWII-Uniformen und Militaria, darunter Stücke aus dem militärischen wie zivilen Leben während des Krieges. Zu den Exponaten gehören Uniformen aus dem Militär der Dritten Reichs sowie aus Nazi-Organisationen, persönliche Gegenstände bedeutender Personen wie Gestapo-Offiziere und norwegische Kriegshelden sowie seltene Artefakte wie eine Lampe vom deutschen Schlachtschiff Tirpitz und möglicherweise ein Gemälde von Adolf Hitler. Außerdem zeigt das Museum Alltagsobjekte aus der Kriegszeit und veranschaulicht das Leben unter Besatzung – etwa Rationkarten, Zigarettenetuis und sogar Weihnachtsdekoration mit Nazi-Symbolen. In dem historischen Postgebäude nahe dem Hafen von Svolvær gelegen, dient es zugleich als Mahn- und Bildungsstätte: Mit einer Bibliothek voller Bücher, Fotografien und gedruckter Materialien aus der Kriegszeit. Der Gründer selbst begleitet die Besucher und bereichert das Erlebnis mit persönlichen Einblicken. Die kompakte, aber dichte Präsentation macht das Museum zu einem spannenden Ziel für alle, die sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und für die Kriegsstorys Nordnorwegens interessieren.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum an Wochentagen von 11:00 bis 16:00 Uhr oder am Wochenende mit leicht kürzeren Öffnungszeiten, um Menschenmengen zu vermeiden. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Das Museum bietet informative geführte Touren durch den Gründer, die das Besuchererlebnis noch bereichern. Für Gruppen und Seniorinnen und Senioren sind möglicherweise Rabatte verfügbar. Zentral in Svolvær nahe dem Hafen gelegen, ist es für Reisende, die mit Hurtigruten-Kreuzfahrtschiffen ankommen, gut erreichbar.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt Norwegens größte Sammlung an WWII-Uniformen – vor allem aus dem Militär und den Parteiorganisationen Nazi-Deutschlands.
- •Es zeigt persönliche Gegenstände von bekannten Persönlichkeiten wie den Gestapo-Offizieren Siegfried Wolfgang Fehmer und Ernst Weiner.
- •Ausgestellt sind eine Lampe vom deutschen Schlachtschiff Tirpitz sowie ein Etui, das vermutlich Eva Brauns Eigentum gewesen ist.
- •Im Jahr 2008 erwarb das Museum ein Gemälde, das möglicherweise von Adolf Hitler geschaffen wurde – mit versteckten Skizzen von Disney-Figuren, signiert mit „A. H.“.
- •Zur Sammlung gehören auch alltägliche Kriegsobjekte wie Rationkarten, Zigarettenetuis und Weihnachtsdekoration mit Nazi-Symbolen.
Geschichte
Das Museum eröffnete am 15.
Juni 1996 nach Jahrzehnten privater Sammeltätigkeit durch William Hakvaag, der in den 1970er-Jahren begann, Kriegsartefakte zusammenzutragen.
Zunächst eine private Einrichtung, wurde es 2010 Teil von Museum Nord und erweiterte damit Reichweite und Ressourcen.
Die Sammlung wuchs zu Norwegens größter Zusammenstellung an WWII-Uniformen und -Artefakten heran und hebt Ereignisse in Lofoten und Nordnorwegen während der deutschen Besatzung hervor.
Im Laufe der Jahre hat das Museum seltene und einzigartige Stücke erworben, darunter persönliche Gegenstände wichtiger Kriegsfiguren und Kuriositäten wie mögliche Adolf-Hitler-Kunstwerke.
Dass sich das Museum im Postgebäude von 1923 in Svolvær befindet, gibt dem Besuch zusätzlich historischen Kontext.
Ortsführer
Uniformsammlung1933-1945
Die Hauptausstellung des Museums umfasst rund 140 WWII-Uniformen der deutschen Streitkräfte (Waffen-SS, Wehrmacht, Kriegsmarine, Luftwaffe), der NSDAP-Organisationen (NSDAP, SS, SA, Hitlerjugend) sowie verbündeter Kräfte wie norwegische, britische, polnische, französische und sowjetische Soldaten. Jede Uniform wird von detaillierten Beschreibungen und persönlichen Geschichten begleitet.
Persönliche Artefakte von Kriegsfiguren1940s
Dieser Bereich zeigt persönliche Besitztümer wichtiger Akteure der Kriegszeit, darunter Gestapo-Offiziere, Mitglieder des norwegischen Widerstands und Nazi-Führungspersönlichkeiten. Zu den Highlights zählen eine Schirmmütze, die Siegfried Wolfgang Fehmer gehört haben soll, eine Jacke von Ernst Weiner, Heinrich Himmlers Visitenkarte sowie ein Etui, das vermutlich Eva Braun gehört hat.
Alltagsleben während der Besatzung1940-1945
Artefakte aus dem zivilen Leben während des Zweiten Weltkriegs – wie Rationkarten, Zigarettenpackungen, Kondome, Propagandamaterial und Weihnachtsdekoration mit Hakenkreuzen – geben Einblicke in die täglichen Erfahrungen unter Nazi-Besatzung.
Sonderausstellungen und Kuriositäten
Zu den besonderen Stücken gehören eine Lampe vom Schlachtschiff Tirpitz, Laternen und ein Kompass aus den Booten von Leif Larsen sowie ein Gemälde, das möglicherweise von Adolf Hitler stammt – mit versteckten Disney-Skizzen. Außerdem verfügt das Museum über eine Bibliothek mit Kriegsbüchern, Fotografien und gedruckten Materialien.
Kontakt
Telefon: 91 73 03 28