Molde-Kathedrale

Molde-Kathedrale

Møre og Romsdal

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Die Molde-Kathedrale, die in der Stadt Molde in der Provinz Møre og Romsdal in Norwegen liegt, ist Sitz des Bischofs der Diözese Møre und die zentrale Kirche der Erzdekanschaft Molde (Molde domprosti). Das heutige Gebäude aus weißem Backstein wurde 1957 fertiggestellt. Entworfen hat es der Architekt Finn Bryn im Stil einer langgezogenen Kirchenbasilika mit doppeltem Mittelschiff (Doppelbasilika), mit Sitzplätzen für etwa 700 bis 900 Personen. Auffällig ist der freistehende Glockenturm mit einer Höhe von etwa 50 bis 60 Metern. Er besitzt einen mit Kupfer verkleideten Eingangsbereich und einen großzügigen Eingangsbereich (Foyer), der in den Kirchenraum (den Altarbereich) übergeht. Die Kathedrale ist die vierte Kirche an dieser Stelle und ersetzt frühere Holzkirchen, die bis ins Jahr 1662 zurückreichen. Die vorherige neogotische Holzkirche, 1887 von Henrik Nissen gebaut, wurde bei Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1940 zerstört. 1983 wurde die Kirche offiziell zur Kathedrale, als die Diözese Møre eingerichtet wurde. Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen im Inneren gehören das von Stinius Fredriksen gemalte Altarbild sowie eine moderne Orgel, die 1999 von Rieger Orgelbau gebaut wurde. Sie wurde so konzipiert, dass die Sicht auf das Rosenfenster an der Westwand erhalten bleibt. Außerdem beherbergt die Kathedrale ein 26-Glocken-Carillon, das elektronisch betrieben wird. Die Molde-Kathedrale steht als Symbol für Standhaftigkeit und Erneuerung – sie vereint die Bedeutung ihrer Geschichte mit modernen architektonischen Elementen und ist damit ein einzigartiger spiritueller und kultureller Orientierungspunkt in der Region.

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Tipp: Besucher sollten überlegen, die Molde-Kathedrale unter der Woche zu besuchen, um Menschenmengen zu vermeiden und das ruhige Kircheninnere zu genießen. Eine vorherige Anfrage per Telefon oder über die offizielle Website kann Informationen zu geführten Touren und Orgelkonzerten liefern. Gegebenenfalls gibt es Rabatte oder freien Eintritt für bestimmte Gruppen wie Schüler bzw. Studierende oder Senioren – daher lohnt sich ein Blick im Voraus. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Sommermonate, wenn die Umgebung von Molde lebendig ist, mit Festen und angenehmem Wetter, das das Erlebnis noch verstärkt.

Interessante Fakten

  • Die Molde-Kathedrale ist die vierte Kirche, die an oder nahe ihrem heutigen Standort steht, und spiegelt damit die lange kirchliche Geschichte der Stadt wider.
  • Die Kathedrale diente 1814 als Wahlkirche und spielte eine Rolle bei Norwegens ersten nationalen Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung.
  • Der Glockenturm ist ein eigenes Bauwerk, das etwa 50 bis 60 Meter hoch ist und ein elektronisch betriebenes Carillon mit 26 Glocken beherbergt.
  • Das Altarbild, das von Stinius Fredriksen gemalt wurde, wurde aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vorgängerkirche gerettet und wird in der Kathedrale ausgestellt.
  • Die moderne Orgel der Kathedrale, die 1999 von Rieger Orgelbau gebaut wurde, wurde so entworfen, dass die Sicht auf das Rosenfenster erhalten bleibt – ein besonderes architektonisches Detail.

Geschichte

1662

Die erste Kirche an diesem Standort war ein hölzernes Kreuzkirchen-Gebäude, das 1662 errichtet wurde und sich etwas nördlich der heutigen Kathedrale befand.

1841

Diese ursprüngliche Kirche wurde in den Jahren 1841–42 umfangreich renoviert, aber 1885 nach einem Unfall bei einer Kanonensalut durch Feuer zerstört.

1887

An ihre Stelle trat 1887 eine neogotische Holzkirche, die von Henrik Nissen entworfen wurde.

1940

Diese Kirche wurde bei der deutschen Bombardierung von Molde im Jahr 1940 zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben; der Entwurf von Finn Bryn wurde für die neue Kirche ausgewählt, die etwa 40 Meter südlich des ursprünglichen Standorts gebaut wurde.

1953

Der Bau begann 1953, und die neue Kirche wurde 1957 geweiht.

1983

1983 wurde die Kirche mit der Gründung der Diözese Møre zum Kathedralstatus erhoben.

Ortsführer

1
Hauptaltarraum1957
Finn Bryn

Der geräumige Altarraum bietet eine Basilika-Anordnung mit doppeltem Mittelschiff und bietet Sitzplätze für bis zu 900 Personen. Er beherbergt das Altarbild von Stinius Fredriksen und schafft eine ruhige Atmosphäre zum Gottesdienst und zum Nachdenken.

2
Freistehender Glockenturm1957
Finn Bryn

Dieses viereckige Campanile steht etwa 50 bis 60 Meter hoch an der Südwest-Ecke der Kathedrale. Es enthält ein elektronisch betriebenes Carillon mit 26 Glocken und bietet musikalische Begleitung für Gottesdienste und besondere Anlässe.

3
Rosenfenster

Das Rosenfenster befindet sich an der Westwand des Altarraums und ist ein bemerkenswertes architektonisches Element, das man auch von innen in der Kirche gut sehen kann. Seine Sichtbarkeit prägte das Design und die Platzierung der modernen Orgel.

4
Moderne Orgel1999
Rieger Orgelbau

Die 1999 installierte Orgel wurde von Rieger Orgelbau gebaut und verfügt über 50 Register, drei Manuale und ein Pedal. Ihr Design verbindet funktionale Akustik mit stilistischer Harmonie für den Innenraum der Kirche.

Kontakt

Telefon: 71 11 14 70