
Geirangerfjord
Møre og Romsdal
Der Geirangerfjord, der in der Region Sunnmøre in der Provinz Møre og Romsdal in Norwegen liegt, ist ein spektakulärer 15 Kilometer langer Fjord, der sich durch fast senkrecht aus dem Wasser aufragende Berge auszeichnet. Der gesamte Fjord liegt innerhalb der Gemeinde Stranda. Er endet im Ort Geiranger, wo der Fluss Geirangelva in den Fjord mündet. Er gehört zu den meistbesuchten Naturattraktionen Norwegens und wurde 2005 als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen, und zwar im Rahmen der Westnorwegischen Fjorde. Der Fjord bietet mehrere bekannte Wasserfälle, darunter die Sieben Schwestern, der Bräutigam (Suitor) und der Brautschleier. Jeder von ihnen trägt zur dramatischen Kulisse bei. An seinen Seiten liegen verlassene Bergbauernhöfe wie Skageflå, Knivsflå und Blomberg, die zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar sind und zum Erhalt des kulturellen Erbes restauriert wurden. Der Fjord ist außerdem für seine geologische Aktivität bekannt: Der nahegelegene Berg Åkerneset birgt das Risiko eines Megatsunamis durch mögliche Felsrutsche. Die Fähre Geiranger–Hellesylt bietet eine besonders schöne Route entlang des Fjords und bereichert damit das Erlebnis für Besucher. Das milde Klima der Region unterstützt den Anbau von Obst und Beeren, und zu den jüngsten Entdeckungen zählen tiefe Korallenriffe im Fjord. Seine atemberaubenden Landschaften haben zahlreiche Kulturwerke inspiriert, darunter der Film „The Wave“ und der animierte Film „Frozen“.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Geirangerfjords sind die Sommermonate, wenn das Wetter mild ist und die Fährverbindungen regelmäßig verkehren. Es empfiehlt sich, Sightseeing-Kreuzfahrten oder die Fähre Geiranger–Hellesylt im Voraus zu buchen – besonders in der Hochsaison. Wer einzigartige kulturelle Erlebnisse sucht, sollte auch einen Spaziergang zu den verlassenen Bergbauernhöfen zu Fuß oder per Boot in Betracht ziehen. Beachten Sie, dass ab 2026 auf dem Fjord nur noch emissionsfreie Schiffe zugelassen sein werden, um einen nachhaltigen Tourismus zu fördern. Seien Sie auf wechselhaftes Wetter eingestellt und bringen Sie geeignete Kleidung für Wanderungen und Bootstouren mit.
Interessante Fakten
- •Geirangerfjord und Nærøyfjord wurden 2005 gemeinsam als UNESCO-Welterbestätte unter der Bezeichnung „Westnorwegische Fjorde“ gelistet.
- •Der Fjord hat markante Wasserfälle wie die Sieben Schwestern und den Bräutigam (Suitor), die sich über das Wasser hinweg gegenüberstehen – mit einer lokalen Legende, wonach der Bräutigam die Schwestern umwirbt.
- •Der nahegelegene Berg Åkerneset stellt eine geologische Gefahr dar; eine mögliche Felsrutsch könnte einen Megatsunami auslösen, der nahegelegene Orte betrifft – darunter Geiranger und Hellesylt.
- •Der Fjord hat die Landschaften im Disney-Film „Frozen“ inspiriert.
- •Im Jahr 2025 wurden tiefe Korallenriffe im Fjord entdeckt, darunter seltene Arten wie die Augenkoralle (eye coral).
- •Die Fähre Geiranger–Hellesylt dient zugleich als Sightseeing-Kreuzfahrt entlang des Fjords, betrieben von Fjord1 Nordvestlandske.
Geschichte
Der Geirangerfjord entstand während der letzten Eiszeit durch glaziale Aktivität, die tiefe Täler und steile Klippen ausschliff.
Die menschliche Besiedlung rund um den Fjord reicht etwa 10.000 Jahre zurück – zunächst durch Rentierjäger – und es gibt Hinweise auf eine Besiedlung in der Bronzezeit vor etwa 4.000 Jahren.
Die Fjordregion entwickelte sich nur langsam: Auf den steilen Seiten wurden Bergbauernhöfe angelegt, die nur über riskante Pfade und Brücken erreichbar waren.
Mitte des 19.
Jahrhunderts machten britische Bergsteiger den Fjord als Touristenziel populär, was zu den ersten Besuchen von Touristenschiffen im Jahr 1869 führte.
Verbesserungen der Infrastruktur, darunter Straßen und Fährverbindungen, haben seitdem den wachsenden Tourismus unterstützt.
Der Fjord und die umliegende Landschaft wurden 2005 als UNESCO-Welterbestätte anerkannt – mit dem Hinweis auf ihre kulturelle und natürliche Bedeutung.
Ortsführer
Sieben-Schwestern-Wasserfälle (De syv søstrene)
Eine Reihe von sieben getrennten Wasserfällen, die an steilen Klippen hinab in den Fjord stürzen. Sie sind für ihre Schönheit und den dramatischen Wasserfluss bekannt und sind sowohl vom Fjord als auch von Wanderwegen aus zu sehen.
Der Bräutigam-Wasserfall (Friaren)
Der gegenüber den Sieben Schwestern liegende einzelne Wasserfall gehört zu einer lokalen Legende: Man sagt, er werbe die Schwestern über den Fjord hinweg an.
Wasserfall Brautschleier
Ein zarter Wasserfall, benannt nach seinem dünnen, schleierartigen Aussehen, wenn er von der Sonne von hinten beleuchtet wird. Er fließt über eine felsige Kante in den Fjord hinab.
Verlassene Bergbauernhöfe: Skageflå, Knivsflå und Blomberg
Diese historischen Höfe thronen hoch über den Klippen des Fjords und sind per Wanderung oder im Rahmen von Bootstouren erreichbar. Sie geben Einblick in die traditionelle Arbeit der Bergbauern und bieten spektakuläre Ausblicke.
Fähre Geiranger–Hellesylt
Eine Autofährverbindung, die zugleich als besonders schöne Sightseeing-Fahrt entlang der gesamten Länge des Fjords dient und die Dörfer Geiranger und Hellesylt miteinander verbindet.