
Ringebu Stabkirche
Innlandet
Die Ringebu Stabkirche liegt im Ort Ringebu in der Provinz Innlandet in Norwegen und ist ein bemerkenswertes Beispiel mittelalterlicher Holzbaukunst, das um 1220 entstanden ist. Sie wurde im traditionellen Stabkirchenstil errichtet und bot ursprünglich einen Langkirchen-Grundriss, wurde jedoch im 17. Jahrhundert deutlich erweitert: Das Gebäude erhielt einen kreuzförmigen Grundriss mit einem zentralen Turm. Die Kirche bietet etwa 300 Personen Platz und bewahrt im Inneren mehrere ursprüngliche Stabpfosten, die den mittelalterlichen Charakter erhalten. Sie gehört zur Kirche von Norwegen und dient der Gemeinde Ringebu innerhalb des Bistums Hamar. Das Kircheninnere wurde im frühen 20. Jahrhundert restauriert, um seine ursprüngliche Farbgebung nach Phasen von Veränderungen wiederherzustellen. Archäologische Ausgrabungen legten mittelalterliche Münzen sowie Reste einer früheren Pfostenkirche an der Stelle frei und bestätigten damit die lange religiöse Bedeutung des Ortes. Die Ringebu Stabkirche ist die zweitgrößte Stabkirche Norwegens und eine der wenigen, die im Tal Gudbrandsdalen erhalten geblieben sind – ein kultureller und architektonischer Schatz.
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Tipp: Besuchen Sie die Kirche in den Frühlings- und Sommermonaten, um die historischen Ausstellungen und Sommerkonzerte zu genießen. Prüfen Sie für die Terminübersichten und Öffnungszeiten die offizielle Website. Für besondere Ausstellungen und Konzerte wird eine vorherige Ticketreservierung empfohlen. Ermäßigungen können für Gruppen, Senioren und Studierende verfügbar sein. Die Kirche ist mit dem Auto erreichbar und liegt nahe dem Ortszentrum von Ringebu.
Interessante Fakten
- •Die Ringebu Stabkirche ist Norwegens zweitgrößte Stabkirche nach der Stabkirche von Heddal.
- •Sie diente 1814 als Wahlkirche für Norwegens erste nationale Wahlen.
- •Bei Ausgrabungen wurden etwa 900 mittelalterliche Münzen unter der Kirche gefunden.
- •Die Kirche bewahrt im Inneren original erhaltene Stabpfosten aus dem frühen 13. Jahrhundert im Kirchenschiff.
- •Die Renovierungen aus dem 17. Jahrhundert ergänzten einen kreuzförmigen Grundriss und einen zentralen Turm und veränderten damit das ursprüngliche Design.
Geschichte
Die erste Kirche an dieser Stelle war eine hölzerne Pfostenkirche, die im 11.
Jahrhundert erbaut wurde und etwa 200 Jahre lang genutzt wurde, bevor sie im frühen 13.
Jahrhundert durch die heutige Stabkirche ersetzt wurde.
Dendrochronologische Untersuchungen datieren das Holz in die 1190er Jahre und deuten auf den Bau um 1220 hin.
In den 1630er-Jahren erweiterte der Baumeister Werner Olsen die Kirche: Er ergänzte Querhausflügel und einen zentralen Turm und änderte damit den ursprünglichen Langkirchen-Grundriss zu einem kreuzförmigen Plan.
Die Kirche spielte 1814 bei Norwegens ersten nationalen Wahlen eine Rolle als Wahlort.
Restaurierungsarbeiten im Jahr 1921 sollten das Innere wieder in ein mittelalterliches Erscheinungsbild zurückführen.
Archäologische Erhebungen im späten 20.
Jahrhundert legten mittelalterliche Münzen sowie Pfostenlöcher der früheren Kirche frei und bestätigten ihre lange Geschichte als religiöser Ort.
Ortsführer
Kirchenschiff und ursprüngliche Stabpfostencirca 1220
Der zentrale Teil der Kirche bewahrt mehrere frei stehende Pfosten aus der ursprünglichen Stabkonstruktion des 13. Jahrhunderts und zeigt damit mittelalterliche Techniken der Holzverarbeitung.
Querhausflügel und zentraler Turm aus dem 17. Jahrhundertcirca 1630
Um 1630 ergänzt durch den Baumeister Werner Olsen: Diese Erweiterungen verwandelten die Kirche in eine kreuzförmige Gestalt und brachten einen zentralen Turm auf dem Dach ein.
Restaurierung des Innenraums1921
Die 1921 von Ragnvald Einbu geleitete Restaurierung stellte die Farbgebung des Kircheninneren so wieder her, dass sie den mittelalterlichen Ursprung widerspiegelt – und machte frühere Überstreichungen damit rückgängig.
Archäologischer Fundort unter der Kirche1980–1981
Ausgrabungen, die 1980–1981 durchgeführt wurden, legten mittelalterliche Münzen und Pfostenlöcher einer früheren hölzernen Pfostenkirche frei und bestätigten damit die lange religiöse Nutzung des Ortes.
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