Sør-Fron-Kirche

Sør-Fron-Kirche

Innlandet

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Die Sør-Fron-Kirche liegt im Ort Hundorp in der Provinz Innlandet, Norwegen, und ist eine bedeutende Pfarrkirche der Kirche von Norwegen. Erbaut 1792 und entworfen vom Architekten Svend Aspaas, ist die Kirche vor allem wegen ihrer einzigartigen achteckigen Steinkonstruktion und ihres farbenfrohen spätbarocken Stils mit Details im Stil von Louis XVI bemerkenswert. Etwa 750 Personen finden Platz, weshalb sie den Spitznamen „Gudbrandsdalen-Kathedrale“ erhielt – für ihre Größe und ihre zentrale Lage im Gudbrandsdalen-Tal. Der langgestreckte achteckige Grundriss und der abfallende Baugrund sorgen je nach Blickwinkel für unterschiedliche optische Eindrücke. Im Inneren zieht sich eine Galerie um den Großteil des Raums, während die Kanzel in den Altar integriert ist – ein Hinweis auf reformatorische Ideale. Der Bau besteht aus lokal gewonnenem Hartgestein, mit dekorativen Elementen aus Speckstein, und zeigt zugleich ein anspruchsvolles Mauerwerk sowie eine durchdachte Architektur aus dem 18. Jahrhundert. Die Sør-Fron-Kirche gilt als bedeutendstes Bauwerk des 18. Jahrhunderts in Gudbrandsdalen und diente als Vorbild für die Grytten-Kirche. Ihre historischen Wurzeln reichen bis zu einer früheren Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert in der Nähe zurück; die heutige Steinkirche spiegelt eine entscheidende Phase des Kirchenbaus in der Region wider.

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Tipp: Besucher sollten vor dem Besuch die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website prüfen. Die beste Zeit, um die Sør-Fron-Kirche zu erkunden, sind die Sommermonate: Dann ist das Wetter günstig und das umliegende Gudbrandsdalen-Tal besonders malerisch. Tickets und geführte Touren sind vor Ort möglicherweise verfügbar; in der Hochsaison wird eine Vorab-Buchung empfohlen. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Seniorinnen und Senioren oder Studierende. Fotografieren im Inneren kann eingeschränkt sein – daher am besten vorher nachfragen.

Interessante Fakten

  • Die Sør-Fron-Kirche ist eine der wenigen ländlichen norwegischen Kirchen aus dem 18. Jahrhundert, die aus Stein und nicht aus Holz gebaut wurde.
  • Die Kirche trägt den Spitznamen „Gudbrandsdalen-Kathedrale“ wegen ihrer großen Sitzplatzkapazität und der zentralen Lage im Tal.
  • Ihr achteckiger Grundriss ist langgestreckt und mit ungleichen Winkeln ausgeführt, wodurch je nach Standort unterschiedliche optische Eindrücke entstehen.
  • Die Kanzel ist in den Altar integriert – ein Entwurf, der reformatorische Ideale widerspiegelt. Man nennt ihn auch „Kanzelaltar“.
  • Die Kirche diente als Vorbild für die Grytten-Kirche, die als einzige bekannte Kirche gilt, die sich direkt von der Gestaltung der Sør-Fron-Kirche inspirieren ließ.

Geschichte

1370

Die frühesten schriftlichen Nachweise für eine Kirche in Sør-Fron gehen bis auf 1370 zurück.

Die ursprüngliche Stabkirche dürfte im 13.

500

Jahrhundert etwa 500 Meter nördlich des heutigen Standorts gebaut worden sein.

1617

Im Jahr 1617 wurde die alte Kirche zu einem kreuzförmigen Grundriss erweitert.

1723

Nach der norwegischen Kirchenauktion von 1723 gingen die Kirchen in privaten Besitz über, was eine Welle neuer Kirchenbauten in Gudbrandsdalen auslöste.

1792

Die Sør-Fron-Kirche wurde 1792 an einem neuen Standort errichtet – mit einem innovativen achteckigen Steindesign von Svend Aspaas – und stellte damit eine bedeutende architektonische Entwicklung in den Kirchenbauten der Region dar.

Ortsführer

1
Achteckiges Langhaus und Galerie1792
Svend Aspaas

Das langgestreckte achteckige Langhaus der Kirche besitzt eine umlaufende Galerie. So entsteht ein breiter und geräumiger Innenraum, der die Akustik und die Sicht für die Gemeinde verbessert.

2
Kanzelaltar (Kanzelaltar)1703 (pulpit)

Ein besonderes Merkmal, bei dem die Kanzel in den Altar integriert ist – Ausdruck reformatorischer Grundsätze. Ähnliche Entwürfe findet man in den Kirchen von Røros und Vang.

3
Steinkonstruktion und dekorative Details1792
Svend Aspaas

Die Kirche wurde aus lokal gebrochenem Hartgestein gebaut und mit Speckstein-Details verziert. Das Mauerwerk zeigt fortschrittliche Bau- und Konstruktionsmethoden des 18. Jahrhunderts, die zu dieser Zeit in ländlichen Gegenden Norwegens eher unüblich waren.

4
Zentraler Turm und Dachkonstruktion1792
Svend Aspaas

Die Kirche hat einen zentralen Turm auf dem First, der von einem komplexen Geflecht aus Holzbalken sowie vier Innenstützen getragen wird. So können die großen Spannweiten von 19 und 26 Metern zwischen den Wänden realisiert werden.

Kontakt

Telefon: 48 16 96 39