
Maihaugen
Innlandet
Maihaugen in Lillehammer, Norwegen, ist ein erstklassiges Open-Air-Museum mit rund 200 historischen Gebäuden, die das Leben in Norwegen vom Mittelalter bis in die moderne Zeit veranschaulichen. Gegründet von Anders Sandvig, einem Zahnarzt und Kultursammler, begann das Museum als private Sammlung alter Häuser und Artefakte aus Gudbrandsdalen. Im Jahr 1904 etablierte die Stadt Lillehammer das Museum offiziell an einem Ort namens Maihaugen, der historisch als Treffpunkt für die Gemeinschaft diente. Das Museum ist in drei Hauptbereiche gegliedert: Die Ländliche Sammlung mit Bauernhäusern und Gebäuden aus dem 15. bis 19. Jahrhundert; die Historische Stadt mit Lillehammers urbanem Umfeld vom frühen 1800er-Jahre bis etwa 1920; und das Wohngebiet mit typischen Einfamilienhäusern aus dem 20. Jahrhundert, darunter das Kinderhaus von Königin Sonja. Zu den Highlights zählt die Garmo Stabkirche: eine mittelalterliche Holzkirche, die an den Standort verlegt und dort wiederaufgebaut wurde. Außerdem umfasst Maihaugen ein Indoor-Museum mit Ausstellungen und einer Konzerthalle, die für die Winterolympiade 1994 erweitert wurde. Das Museum bietet vielfältige kulturelle Erlebnisse mit traditionellen Handwerksvorführungen, Live-Programmen und umfangreichen Archiven und ist damit eine wichtige Institution zum Erhalt norwegischen Kulturguts.
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Tipp: Besuchen Sie Maihaugen in den wärmeren Monaten, damit Sie die Outdoor-Ausstellungen und die Live-Historieninszenierungen am besten genießen können. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, vor allem in der Hochsaison und bei Veranstaltungen. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und besonderen Programme. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um alle drei Bereiche zu erkunden, und ziehen Sie geführte Touren in Betracht, um die Ausstellungen besser zu verstehen.
Interessante Fakten
- •Maihaugen ist eines der größten Open-Air-Museen Nordeuropas mit nahezu 200 historischen Gebäuden.
- •Die Garmo Stabkirche, die auf etwa 1200 datiert, wurde nach Maihaugen versetzt und zwischen 1920 und 1921 wiederaufgebaut.
- •Der Museumsstandort war historisch ein gemeinschaftlicher Treffpunkt für Feiern wie den norwegischen Nationalfeiertag und Johannisfeuer.
- •Das Kinderhaus von Königin Sonja, eine funktionalistische Villa aus dem Jahr 1935, wurde 2015 nach Maihaugen verlegt.
- •Maihaugen umfasst eine Konzerthalle mit über 700 Sitzplätzen, eröffnet 1967 und erweitert für die Winterolympiade 1994.
Geschichte
Maihaugen entstand aus der privaten Sammlung historischer Gebäude und Artefakte von Anders Sandvig, die ab 1887 begann.
Im Jahr 1901 stellte der Stadtrat von Lillehammer einen festen Standort zur Verfügung und etablierte das Museum offiziell 1904.
Über die Jahrzehnte erweiterte das Museum seine Sammlung auf nahezu 200 Gebäude, die das ländliche und urbane Leben in Norwegen über mehrere Jahrhunderte hinweg abbilden.
Zu den bedeutenden Meilensteinen zählen die Verlegung der Garmo Stabkirche im frühen 20.
Jahrhundert sowie der Bau von Innenausstellungsflächen und einer Konzerthalle in der Mitte des 20.
Jahrhunderts, die insbesondere für die Winterolympiade 1994 erweitert wurde.
Maihaugen entwickelt sich bis heute weiter und bleibt eine führende kulturelle Institution, die Norwegens Erbe bewahrt.
Ortsführer
Ländliche Sammlung
Dieser Bereich zeigt Bauernhäuser und Gebäude vor allem aus den Dörfern von Gudbrandsdalen und konzentriert sich auf den Zeitraum 1700–1850, einschließlich einiger Bauten aus dem 15. Jahrhundert. Er spiegelt das ländliche Leben in Norwegen mit authentischen Gebäuden und Interieurs wider.
Historische Stadt
Eine Sammlung von Gebäuden aus Lillehammer, die das urbane Leben zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und etwa 1920 repräsentiert. Sie umfasst unter anderem das Postamt, den Bahnhof, Geschäfte und andere soziale Einrichtungen.
Wohngebiet
Dieser Bereich zeigt typische Einfamilienhäuser aus fast allen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts – darunter architektengeplante Häuser und historisch bedeutsame Wohnstätten wie das Kinderhaus von Königin Sonja, das 2015 nach Maihaugen verlegt wurde.
Garmo Stabkirchecirca 1200
Eine mittelalterliche Holzkirche, ursprünglich um 1200 erbaut, 1882 abgebaut und zwischen 1920 und 1921 in Maihaugen wieder aufgebaut. Sie ist ein zentrales Highlight und steht für das Erbe der norwegischen Stabkirchen.
Konzerthalle Maihaugsalen1967
Die 1967 eröffnete Konzerthalle bietet Platz für über 700 Personen und verfügt über einen großen Ausstellungsbereich. Sie wurde vor den Winterolympischen Spielen 1994 erweitert, um kulturelle Veranstaltungen unterzubringen.
Kontakt
Telefon: 61 28 89 00