
Kunstmuseum Lillehammer
Innlandet
Das Kunstmuseum Lillehammer in Lillehammer, Norwegen, ist eine bedeutende Kultureinrichtung, die 1921 gegründet wurde – dank einer großzügigen Spende des Kaufmanns Einar Lunde. Das Museum beherbergt drei große Sammlungen: über 100 Gemälde der Matisse-Schule, die von Lunde gestiftet wurden, eine Sammlung aus dem 19. Jahrhundert des Antikhändlers Oscar Johannesen sowie eine umfangreiche zeitgenössische Sammlung, die Jon Dobloug 2008 schenkte. Sie umfasst Werke aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Architektonisch ist das Museum vor allem wegen seiner zwei Hauptgebäude bekannt: dem ursprünglichen Gebäude von 1963, entworfen von Erling Viksjø, mit einer markanten Naturbeton-Fassade, und dem neueren Gebäude Flygelet der Architekturfirma Snøhetta. Flygelet wurde 1992 eröffnet und ist über eine Glasbrücke mit dem Altbau verbunden. Dieses Gebäude diente als kultureller Veranstaltungsort während der Olympischen Winterspiele 1994. Zum Gelände des Museums gehört zudem ein mehrstufiger Kunstgarten, entworfen von Bård Breivik, mit Granitskulpturen und einem fischteichähnlichen, brunnenartigen Wasserlauf. 2016 wurde ein neuer Flügel mit einem dauerhaft eingerichteten Weidemann-Saal ergänzt, ebenfalls von Snøhetta gestaltet. Das Museum bietet ein breites Spektrum norwegischer Kunst – von klassischen Malern wie J.C. Dahl und Edvard Munch bis hin zu zeitgenössischen Künstlern wie Håkon Gullvåg. Es gilt als eines der wichtigsten Kunstmuseen Norwegens und verbindet historische und moderne Kunst mit Bildungsangeboten sowie kulturellen Veranstaltungen.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühling und Sommer für angenehmes Wetter und um den Außenkunstgarten zu genießen. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus online zu kaufen – besonders in der Hochsaison und bei Sonderausstellungen. Das Museum bietet Bildungsprogramme für alle Altersgruppen, und es können Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren verfügbar sein. Für die aktuellen Öffnungszeiten und Termine für Führungen schauen Sie bitte auf der offiziellen Website nach.
Interessante Fakten
- •Das Flygelet-Gebäude war während der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer der wichtigste kulturelle Veranstaltungsort.
- •Das ursprüngliche Gebäude des Museums besitzt eine Fassade, die mithilfe einer von Architekt Erling Viksjø entwickelten Naturbeton-Technik gestaltet wurde.
- •Im Jahr 2008 wurde das Kunstmuseum Lillehammer in Norwegen zum „Museum des Jahres“ ausgezeichnet – zum ersten Mal, dass diese Ehre einem Kunstmuseum zuteilwurde.
- •Der von Bård Breivik gestaltete Kunstgarten umfasst einen Granit-Wasserlauf und erstreckt sich über mehrere Ebenen; so werden Skulptur und Landschaftsdesign miteinander verbunden.
- •2024 erwarb das Museum ein dauerhaftes Gemälde des dänischen Künstlers Vilhelm Hammershøi und erweiterte damit seine internationale Sammlung.
Geschichte
Das Museum wurde 1921 gegründet, nachdem Einar Lunde eine Spende gegeben hatte – damit begann die Sammlung.
1958 steuerte Oscar Johannesen seine Gemälde aus dem 19.
Jahrhundert bei und erweiterte so die historische Tiefe des Museums.
Der ursprüngliche, von Erling Viksjø entworfene Bau wurde 1963 fertiggestellt und zeichnet sich durch innovative Techniken im Naturbeton aus.
1992 wurde das Flygelet-Gebäude von Snøhetta eingeweiht – im zeitlichen Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen 1994, bei denen es als kulturelles Zentrum diente.
1994 wurde das Museum offiziell als Stiftung eingerichtet; es entwickelte sich aus der früheren Stadtsammlung mit Gemälden.
2016 öffnete ein neuer Flügel und vergrößerte damit zusätzlich die Ausstellungsfläche.
Ortsführer
Viksjø-Gebäude1963
Das 1963 fertiggestellte ursprüngliche Museumsgebäude, entworfen von Architekt Erling Viksjø, besitzt eine markante Naturbeton-Fassade und beherbergt die älteren Sammlungen, die von Einar Lunde und Oscar Johannesen gestiftet wurden.
Flygelet-Gebäude1992
Das 1992 eröffnete und von der Architekturfirma Snøhetta gestaltete moderne Flügelgebäude beherbergt zeitgenössische Kunstsammlungen und war während der Olympischen Winterspiele 1994 der wichtigste kulturelle Veranstaltungsort.
Kunstgarten1994
Ein mehrstufiger Outdoor-Kunstgarten, entworfen vom Bildhauer Bård Breivik, mit Granitskulpturen, einem brunnenartigen Wasserlauf sowie parkähnlichen Bereichen. Diese erstrecken sich bis unter die Glasbrücke, die die beiden Hauptgebäude miteinander verbindet.
Weidemann-Saal2016
Ein dauerhaft eingerichteter Ausstellungsraum, der 2016 hinzugefügt wurde. Er zeigt Werke des renommierten norwegischen Künstlers Harald Weidemann und wurde von Snøhetta so gestaltet, dass er sich nahtlos in die bestehenden Strukturen einfügt.
Kontakt
Telefon: 61 28 89 00