
Leuchtturm Lyngør
Aust-Agder
Der Leuchtturm Lyngør ist ein historischer Leuchtturm an der Insel Kjeholmen im Lyngør-Archipel in der Kommune Tvedestrand in der norwegischen Provinz Agder. Er wurde 1879 gegründet und verfügt über einen 16,9 Meter hohen, weißen quadratischen Betonturm mit rotem Aufsatz, der an ein zweieinhalbgeschossiges Wohnhaus des Leuchtturmwärters angeschlossen ist. Der Leuchtturm liegt 21,3 Meter über dem Meeresspiegel und gibt ein kontinuierlich weißes Licht ab, wobei alle 60 Sekunden ein hellerer Blitz auftritt. Die Lichtsignale sind bis zu 14 nautische Meilen sichtbar. Besonders bemerkenswert ist, dass hier die originale Fresnel-Linse 3. Ordnung auf ihrem originalen rotierenden Mechanismus untergebracht ist: Die Lichtquelle hat für das Dauerlicht eine Intensität von 59.100 Candela und für den Blitz 616.500 Candela. Der Leuchtturm wurde 2004 automatisiert und beendet damit die Ära der ortsansässigen Wärter; der Standort ist jedoch weiterhin per Boot erreichbar und für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Wohnhaus des Leuchtturmwärters und der Turm können besichtigt und sogar für Übernachtungen gemietet werden – das bietet ein ganz besonderes Erlebnis. Seit 1997 ist der Leuchtturm ein geschütztes Kulturdenkmal und ein frühes Beispiel für den Einsatz von Betonbau in Norwegen. In der Umgebung herrscht ein gemäßigtes Küstenklima mit milden Wintern und warmen Sommern, was zur ruhigen maritimen Atmosphäre beiträgt.
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Tipp: Besucher sollten ihre Reise per Boot planen, da der Leuchtturm Lyngør nur auf dem Seeweg erreichbar ist. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Sommermonate: Dann sind die Wetterbedingungen meist mild und das Wohnhaus des Leuchtturmwärters ist für Unterkünfte geöffnet. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit wird empfohlen, Übernachtungen im Voraus zu buchen. Der Standort ist das ganze Jahr über für die Öffentlichkeit zugänglich und es wird keine Eintrittsgebühr erhoben. Wer möchte, kann außerdem das nahegelegene Lyngør-Archipel erkunden, um den Besuch zu ergänzen.
Interessante Fakten
- •Der Leuchtturm Lyngør nutzt seit 1879 seine originale Fresnel-Linse 3. Ordnung und den zugehörigen rotierenden Mechanismus.
- •Er gehörte zu den frühen Betonkonstruktionen von Leuchttürmen in Norwegen.
- •Der Leuchtturm gibt ein kontinuierlich weißes Licht ab, mit einem helleren Blitz alle 60 Sekunden, sichtbar bis zu 14 nautische Meilen.
- •Das Nebelsignal, ein Diafon, ist erhalten, wird jedoch nicht mehr genutzt, nachdem die Drucktanks entfernt wurden.
- •Seit 1920 werden am Leuchtturm Lyngør meteorologische Messungen durchgeführt; die Automatisierung der Wetterstation erfolgte 2004.
Geschichte
Der Leuchtturm Lyngør wurde 1879 in Auftrag gegeben und gemeinsam mit dem Leuchtturm Homborsund errichtet – im Rahmen der norwegischen Bemühungen, die Schifffahrtsnavigation an der Küste zu verbessern.
Er wurde aus Beton gebaut, was damals in Norwegen noch eine Innovation war.
Der Leuchtturm diente als bemanntes Navigationsmittel, bis er 2004 automatisiert wurde; danach wurden keine ortsansässigen Wärter mehr benötigt.
1997 wurde er als geschütztes Kulturdenkmal ausgewiesen und damit wurden seine ursprünglichen Strukturen und Anlagen erhalten.
2011 wurde der Leuchtturm renoviert, um seinen Zustand zu sichern und seine Nutzung als touristische Unterkunft sowie als historisches Denkmal zu unterstützen.
Ortsführer
Leuchtturm-Turm1879
Der 16,9 Meter hohe, weiße quadratische Betonturm mit rotem Aufsatz ist die Haupt-Feueranlage. Besucher können den Turm erkunden und die originale Fresnel-Linse sowie den rotierenden Mechanismus ansehen, die das charakteristische Lichtmuster des Leuchtturms erzeugen.
Wohnhaus des Leuchtturmwärters1879
An den Leuchtturm-Turm angeschlossen, diente dieses zweieinhalbgeschossige Gebäude bis zur Automatisierung im Jahr 2004 als Wohnsitz für die Leuchtturmwärter. Heute kann es für Übernachtungen gemietet werden und bietet Besuchern einen einzigartigen Aufenthalt in einer historischen maritimen Umgebung.