Næs Ironworks Museum

Agder

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Das Næs Ironworks Museum bewahrt eines der best erhaltenen historischen Eisenwerke Norwegens auf, das ursprünglich 1665 als Baaseland Værk gegründet wurde. Die Anlage liegt in Holt (heute Teil der Kommune Tvedestrand) und bündelte 1738 die Abläufe am Fluss Storelva. Dabei erhielt das Eisenwerk den Namen Næs Jernverk. Unter der Eigentümerschaft von Jacob Aall ab 1799 wurde es vor allem für seine fortschrittlichen Hochöfen und die hochwertigen Gusseisenprodukte bekannt – darunter Brücken und öffentliche Denkmäler. Die Eisenwerke arbeiteten mit Holzkohle als Brennstoff und bezogen den Rohstoff Holz aus der Region, wodurch sie eng mit den umliegenden ländlichen Gemeinden verwoben waren. Trotz der technologischen Umbrüche im 19. Jahrhundert spezialisierte sich Næs auf Nischenprodukte wie Hufeisennägel und Äxte und führte den Betrieb bis 1959 fort. Heute bietet das Museum einen umfassenden Einblick in die Eisenindustriegeschichte Norwegens – unter anderem mit erhaltenen Gebäuden, einem rekonstruierten Hochofen sowie zugehörigen Kulturstätten wie der Fosstveit-Gusseisenbrücke. Außerdem betreibt es verwandte Museen und einen historischen Bergbaustandort und schafft so eine Grundlage für Forschung und Bildung zum industriellen Erbe.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum in den Sommermonaten (Juni bis August), wenn es täglich geöffnet ist und stündliche Führungen anbietet. Für Gruppenbesuche oder Schulklassen wird eine Vorabreservierung empfohlen. Sonntage im Mai und September bieten nur eingeschränkte Öffnungszeiten. Das Museum bietet im Sommer freien Eintritt für das zugehörige Museum in Tvedestrand. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach oder rufen Sie vorher an, um Informationen zu besonderen Veranstaltungen und saisonalen Programmen zu erhalten.

Interessante Fakten

  • Næs Ironworks stellte Norwegens erstes öffentliches Denkmal aus Gusseisen her: eine Statue von Christian Krohg, die 1833 enthüllt wurde.
  • Die Fosstveit-Gusseisenbrücke (1837), hergestellt von Næs Ironworks, steht unter dem norwegischen Gesetz zum Schutz des kulturellen Erbes.
  • Åmotbrua, Norwegens zweite Ketten-Hängebrücke, gebaut 1851-52, besitzt Ketten aus Gusseisen, die bei Næs hergestellt wurden.
  • Die Eisenwerke hatten bereits ab 1820 eine eigene Sparkasse sowie Systeme der sozialen Absicherung für die Arbeiter.
  • Lokale Bauern wurden verpflichtet, Holzkohle für die Hochöfen zu produzieren – das verband die Eisenwerke eng mit der umliegenden ländlichen Wirtschaft.

Geschichte

1665

Gegründet 1665 als Baaseland Værk, verlegte das Eisenwerk 1738 den Hochofen an den Fluss Storelva und wurde zu Næs Jernverk.

1799

Jacob Aall übernahm es 1799 und baute die Anlage erheblich aus sowie modernisierte die Abläufe.

Im 19.

Jahrhundert konzentrierte sich Næs trotz aufkommender Technologien auf spezialisierte Eisenprodukte und hielt an traditionellen Holzkohle-Hochöfen fest.

1884

1884 geriet das Unternehmen in Konkurs, wurde jedoch wiederaufgebaut und produzierte weiter Stahl, bis 1959 eine Überschwemmung das Ende der Betriebszeit brachte.

1966

1966 wurden wichtige Gebäude und Ausrüstung als technisches Kulturerbe geschützt, und 1992 wurde eine Museumsstiftung gegründet, um Norwegens Eisenindustriegeschichte zu bewahren und zu fördern.

Ortsführer

1
Hochofenkomplex1738 und in 1830 erweitert

Das Herz der Eisenwerke: Hier wurde Eisenerz mit Holzkohle verschmolzen – und man kann die traditionelle Hochofentechnologie des 18. und 19. Jahrhunderts erleben.

2
Gießerei und Schmiede18. bis 19. Jahrhundert

Anlagen, in denen Gusseisenprodukte geformt und fertiggestellt wurden – inklusive Werkzeuge, Nägel und Bauteile wie etwa Brücken.

3
Fosstveit-Gusseisenbrücke1837

Eine gusseiserne Brücke mit einer Länge von 19 Metern, die 1837 von den Eisenwerken errichtet wurde und heute als nationales Kulturdenkmal geschützt ist.

4
Åmotbrua-Ketten-Hängebrücke1851-1852

Ursprünglich wurde die Brücke 1851-52 mit bei Næs gefertigten Ketten aus Gusseisen gebaut. Später wurde sie verlegt und dient heute als Fußgängerbrücke in Oslo.

5
Museumsausstellungen und SammlungenSeit 1966 erhalten; Museum gegründet 1992

Umfasst unter anderem einen erhaltenen Hammer, die Dampf-/Digelstahlwerke und Maschinen; einen rekonstruierten Hochofen mit Damm und Wasserkanal; sowie den Besucherbereich der Solberg-Grube.

Kontakt

Telefon: 37 16 05 00