Belfried von Sluis

Zeeland

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Der Belfried von Sluis ist ein bemerkenswertes Beispiel eines flämischen Belfrieds im flämisch geprägten Ort Sluis in Zeeuws-Vlaanderen (Zeeland, Niederlande). Er wurde ursprünglich vermutlich ab 1386 errichtet und diente als mittelalterliches Verwaltungsgebäude mit markanter rechteckiger Form. Dazu kam ein in das Bauwerk integrierter vierseitiger Turm mit vier Ecktürmchen. Der Belfried war das Rathaus und bot Raum für kulturelle Aktivitäten; außerdem beherbergte er ein historisches Museum. Er ist der einzige Belfried innerhalb des heutigen Niederlands und wurde 1973 als nationales Denkmal eingetragen. Das Gebäude wurde 1944 im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Bombardements zerstört – dabei gingen auch die Stadtarchive und zahlreiche Kunstwerke verloren. Sorgfältig wiederaufgebaut wurde es zwischen 1956 und 1960, wobei seine historische Bedeutung erhalten blieb. Heute können Besucher im Inneren das Museum erkunden, das die Geschichte von Sluis zeigt – unter anderem mit bemerkenswerten Exponaten über den lokalen Lexikografen Johan Hendrik van Dale sowie einer beeindruckenden Kunstsammlung aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Zu sehen sind Werke unter anderem von Peter Paul Rubens, Antoon van Dyck und anderen. Der Belfried enthält zudem mittelalterliche Fundstücke wie Hellebarden und ein mittelalterliches Foltergestell. Eine Aussichtsplattform oben auf dem Turm bietet Panoramablicke auf die Stadt und die umliegende Region. Gedenktafeln, in die Mauern eingelassen, erinnern an die Opfer der Bombardements von 1944 – darunter viele Flüchtlinge, die in Sluis Schutz suchten.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Belfrieds von Sluis sind die wärmeren Monate, wenn die Aussichtsplattform zugänglich ist und kulturelle Aktivitäten stattfinden. Es empfiehlt sich, die offizielle Website zu prüfen, um die Öffnungszeiten zu erfahren, und in der Hochsaison Tickets im Voraus zu buchen. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar. Der Belfried ist außerdem ein eindrucksvoller historischer Ort – planen Sie daher Zeit ein, um die in seinen Mauern eingelassenen Kriegs-Gedenkstellen in Ruhe zu betrachten.

Interessante Fakten

  • Der Belfried von Sluis ist der einzige Belfried, der sich innerhalb der heutigen Grenzen der Niederlande befindet.
  • Der Turm verfügt über vier Ecktürmchen, typisch für die Architektur flämischer Belfriede.
  • Das Gebäude beherbergt Kunstwerke renommierter Maler wie Peter Paul Rubens und Antoon van Dyck.
  • Gedenktafeln in den Mauern des Belfrieds würdigen die Opfer der alliierten Bombardements von 1944, darunter auch viele Flüchtlinge.
  • Der Belfried enthält ein mittelalterliches Foltergestell und Hellebarden – neben weiteren historischen Fundstücken.

Geschichte

1386

Der Bau des Belfrieds von Sluis begann um 1386 als mittelalterliches Verwaltungsgebäude namens Poorthuis, das für Treffen und Festlichkeiten genutzt wurde.

1393

1393 wurde der Poorthuis durch einen Brand beschädigt, ebenso das benachbarte Schepenhuis; der Poorthuis wurde bis 1423 wiederhergestellt und wurde Sitz des Stadtrats.

1798

Das Schepenhuis wurde später 1798 abgerissen.

1894

Der Belfried wurde zwischen 1894 und 1904 restauriert, jedoch 1944 durch alliierte Bombardements zerstört.

Das führte zum Verlust der Stadtarchive und vieler Kunstschätze.

1956

Zwischen 1956 und 1960 wurde er als einziges historisches Gebäude in Sluis nach dem Krieg wieder aufgebaut – einschließlich der Ersetzung der ikonischen Statue „klokkenman“ auf dem Turm.

Ortsführer

1
Der Belfriedturm und die Aussichtsplattform14. Jahrhundert

Der vierseitige Turm mit seinen Ecktürmchen ist das prägende Merkmal des Belfrieds. Besucher können bis zur Aussichtsplattform ganz oben hinaufsteigen; von dort aus genießen sie Panoramablicke auf Sluis und die umliegende Landschaft in Zeeland.

2
Museum Het BelfortRenoviert und wiedereröffnet im Jahr 2013

Das Museum befindet sich im Gebäude des Belfrieds und zeigt die Geschichte von Sluis – darunter auch Exponate über den lokalen Lexikografen Johan Hendrik van Dale, bekannt dafür, ein niederländisches Wörterbuch geschaffen zu haben. Die Sammlung umfasst Gemälde aus dem 15. bis 18. Jahrhundert von Künstlern wie Peter Paul Rubens, Antoon van Dyck, Van Eertvelt und Karel André van Loo sowie mittelalterliche Fundstücke wie Hellebarden und ein mittelalterliches Foltergestell.

3
Ratskammer15. Jahrhundert
Jan Pieter van Baurscheidt der Jüngere (Tor)

Die Ratskammer ist vor allem wegen ihres schmiedeeisernen Tors bemerkenswert. Zudem ist sie historisch bedeutsam, denn sie war nach der Wiederherstellung des Poorthuis im 15. Jahrhundert Sitz der lokalen Verwaltung.

Kontakt

Telefon: 06 82484657