
Anne-Frank-Haus
Noord-Holland
Das Anne-Frank-Haus ist ein biografisches Museum im Zentrum von Amsterdam am Prinsengracht-Kanal. Es bewahrt das „Secret Annex“, eine versteckte rückwärtige Erweiterung eines Kanalhauses aus dem 17. Jahrhundert, in der Anne Frank, ihre Familie und andere sich während des Zweiten Weltkriegs vor der nationalsozialistischen Verfolgung versteckten. Das Tagebuch von Anne Frank, das sie im Versteck schrieb, wurde nach ihrem Tod in den Konzentrationslagern zu einem der wichtigsten Zeugnisse über den Holocaust. Das Museum umfasst drei aneinandergrenzende Gebäude – darunter das erhaltene „Secret Annex“ sowie Ausstellungsflächen zu Annes Leben, zum Holocaust und zu umfassenderen Themen wie Diskriminierung. Es zieht jährlich mehr als eine Million Besucher an und zählt damit zu den meistbesuchten Museen in den Niederlanden. Das Haus wurde ursprünglich 1635 errichtet und hatte zunächst verschiedene Funktionen, bevor es als Standort der Gewürzfirma von Otto Frank diente und später zum Versteck der Familie wurde. Nach dem Krieg wurde die Anne-Frank-Stiftung gegründet, um das Grundstück vor dem Abriss zu schützen, wodurch das Museum 1960 eröffnet werden konnte. Seitdem wurde das Museum mit modernen Einrichtungen erweitert, um die große Besucherzahl zu bewältigen, ohne die historische Substanz des „Secret Annex“ zu beeinträchtigen.
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Tipp: Besuchen Sie das Haus früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um die größten Menschenmengen zu vermeiden. Eine vorherige Ticketbuchung online wird aufgrund der hohen Nachfrage und begrenzter Einlasszeiten dringend empfohlen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Fotografieren im „Secret Annex“ ist verboten, um die Atmosphäre zu bewahren. Geführte Touren und Audio-Guides sind in mehreren Sprachen verfügbar und machen den Besuch noch abwechslungsreicher.
Interessante Fakten
- •Das Anne-Frank-Haus ist das drittmeistbesuchte Museum in den Niederlanden – nach dem Van Gogh Museum und dem Rijksmuseum.
- •Das „Secret Annex“, in dem Anne Frank versteckt war, war nur etwa 42 Quadratmeter (450 Quadratfuß) groß.
- •Von der Gruppe der acht Menschen, die im „Secret Annex“ lebten, überlebte nur Otto Frank; Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen.
- •Das Museum umfasst einen modernen Gebäudeflügel, der in den 1990er-Jahren von den Architekten Benthem Crouwel entworfen wurde. Dort befinden sich ein Jugendzentrum und Studierendenwohnungen.
- •Das Tagebuch von Anne Frank wurde von Miep Gies und Bep Voskuijl gerettet – Mitarbeiterinnen, die der Familie geholfen hatten, versteckt zu bleiben – nachdem die Bewohner verhaftet worden waren.
Geschichte
Das Anne-Frank-Haus wurde ursprünglich 1635 als Kanalhaus gebaut und erhielt 1740 Umbauten.
Während des Zweiten Weltkriegs verlegte Otto Frank die Büros seiner Gewürzfirma in das Gebäude am Prinsengracht 263.
Von 1942 bis 1944 versteckten sich Anne Frank und sieben weitere Personen im „Secret Annex“ im hinteren Teil des Hauses, um der nationalsozialistischen Verfolgung zu entgehen.
Nach ihrer Verhaftung im Jahr 1944 wurde das Versteck geräumt, doch einige persönliche Gegenstände und das Tagebuch von Anne Frank wurden von Helfern gerettet.
Otto Frank überlebte den Holocaust und gründete später 1957 die Anne-Frank-Stiftung, um das Haus zu bewahren.
Das Museum wurde 1960 eröffnet und hat seitdem Erweiterungen und Restaurierungen durchlaufen, um Besucher aufzunehmen und gleichzeitig die historische Stätte zu schützen.
Ortsführer
Das „Secret Annex“17. Jahrhundert (erbaut 1635), genutzt als Versteck 1942-1944
Das versteckte rückwärtige Erweiterungsstück des Kanalhauses, in dem Anne Frank und sieben weitere Personen sich von 1942 bis 1944 vor den Verfolgern versteckten. Besucher können die originalen Räume sehen – darunter Annes Schlafzimmer, der Dachboden, in dem sie schrieb, sowie den versteckten Eingang hinter einer beweglichen Bücherwand.
DauerausstellungEröffnet 1960, fortlaufend aktualisiert
Die Ausstellungsräume in den angrenzenden Gebäuden erzählen die Geschichte von Annes Leben, die Geschichte des Holocausts und die umfassenderen Themen Verfolgung und Diskriminierung weltweit.
Moderner Museumstrakt1997
Eine moderne Erweiterung aus dem Jahr 1997, entworfen von Benthem Crouwel Architects. Sie bietet ein Zentrum für Jugendbildung und Einrichtungen, um Besucher zu empfangen – darunter auch Studierendenunterkünfte im oberen Bereich.
Kontakt
Telefon: 020 556 7105