
Urk-Leuchtturm
Flevoland
Der Urk-Leuchtturm liegt an den östlichen Ufern des IJsselmeers in den Niederlanden und ist ein historisches maritimes Wahrzeichen, das seit 1617 Fischer und Schiffe geleitet hat. Der heutige Backsteinturm wurde zwischen 1844 und 1845 errichtet und später im Jahr 1901 um über fünf Meter erhöht, um eine Sichtbehinderung durch eine nahegelegene Kirche zu überwinden. Er ist 18,5 Meter hoch und zeichnet sich dadurch aus, dass es der einzige Leuchtturm am IJsselmeer und Markermeer ist, der mit einer drehenden Fresnel-Linse ausgestattet ist – diese dreht sich gegen den Uhrzeigersinn, eine Besonderheit in den Niederlanden. Der Leuchtturm wurde 1972 restauriert und 1982 zum Nationaldenkmal erklärt. Besucher können den Turm bei geführten Touren besichtigen, spektakuläre Ausblicke über Urk und das IJsselmeer genießen und mehr über die maritime Geschichte erfahren. Während der Instandhaltung wurde 2009 ein neues Kupferdach montiert, das seinen historischen Charme bewahrt. Der Leuchtturm ist bis heute ein wichtiges Symbol für das nautische Erbe von Urk und eine beliebte Touristenattraktion.
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Tipp: Der Leuchtturm ist in den Herbstferien, an Weihnachten, in den Frühlingsferien und in den Mai-Ferien für die Öffentlichkeit zugänglich – jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr. In den Sommerferien sowie an den Wochenenden zu Ostern und Pfingsten ist er täglich von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten zu prüfen, falls bei starkem Wind oder Gewittern ungünstige Wetterbedingungen auftreten. Außerhalb dieser Zeiten sind Besuche nach Terminvereinbarung möglich. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen; ermäßigte Tarife gibt es für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren.
Interessante Fakten
- •Der Urk-Leuchtturm ist der einzige Leuchtturm auf dem IJsselmeer und Markermeer mit einer drehenden Fresnel-Linse, die sich gegen den Uhrzeigersinn dreht – bekannt als „French light“.
- •Der Leuchtturm wurde 1901 um über fünf Meter erhöht, um zu verhindern, dass das Licht durch die Bethelkerk-Kirche verdeckt wird.
- •Der Leuchtturm wurde 1982 zum niederländischen Nationaldenkmal erklärt.
- •Während der Wartung wurde 2009 ein neues Kupferdach installiert, um die Bausubstanz zu erhalten.
- •Der Leuchtturm ist seit 1617 in Betrieb, womit er zu den ältesten noch aktiven Navigationshilfen in der Region zählt.
Geschichte
Die Geschichte des Urk-Leuchtturms reicht bis ins Jahr 1617 zurück, als mit einer Kohlenglut lokale Fischer und Schiffe geleitet wurden, die von Amsterdam aus in die Nordsee fuhren.
Der erste Leuchtpunkt wurde vom Amsterdamer Bürgermeister Gerrit Jacob Witsen im Auftrag der States of Holland und West Friesland in Auftrag gegeben.
1837 wurde ein viereckiger Leuchtpunkt errichtet, doch 1844 bis 1845 wurde an seiner Stelle der heutige runde Backsteinturm errichtet, der an ein Wohnhaus des Leuchtturmwärters angebaut ist.
Im Jahr 1901 wurde der Turm erhöht, damit das Licht nicht durch die vergrößerte Bethelkerk-Kirche blockiert wurde, die 1885 erbaut worden war.
Die drehende Fresnel-Linse wurde 1876 installiert, hergestellt von der französischen Firma Barbier, Benard & Turenne, und ist besonders, weil sie sich gegen den Uhrzeigersinn dreht – im Gegensatz zu anderen niederländischen Leuchttürmen.
Ortsführer
Leuchtturmturm1845
Der 18,5 Meter hohe Backsteinturm, der zwischen 1844 und 1845 erbaut wurde, 1901 erhöht wurde, bietet Panoramablicke über das IJsselmeer und die Stadt Urk. Besucher können im Rahmen geführter Touren auf den Turm steigen, um maritime Geschichte und Architektur hautnah zu erleben.
Drehende Fresnel-Linse1876
Diese einzigartige Linse, die 1876 von der französischen Firma Barbier, Benard & Turenne installiert wurde, dreht sich gegen den Uhrzeigersinn – wodurch der Urk-Leuchtturm der einzige niederländische Leuchtturm mit diesem Merkmal ist. Sie ist nach wie vor in Betrieb und ein wichtiger Bestandteil des Navigationssystems des Leuchtturms.
Wohnhaus des Leuchtturmwärters1845
Am Turm angebunden, gehört das Wohnhaus des Leuchtturmwärters historisch zur Leuchtturm-Anlage: Es beherbergte früher die Wärter und ist heute Teil des Besuchererlebnisses. So veranschaulicht es die Lebensumstände und den Betrieb des Leuchtturms in vergangenen Jahrhunderten.
Kontakt
Telefon: 06 40606454