
Hunebed D27
Drenthe
Hunebed D27, nordöstlich von Borger in der niederländischen Provinz Drenthe gelegen, ist das größte Hunebed (Dolmen) der Niederlande. Mit einer Länge von etwa 22,5 Metern und einer Breite von 4,1 Metern besteht es aus neun Decksteinen, die von 26 Seitsteinen getragen werden, sowie zwei Schlusssteinen. Dazu kommt ein vollständiger Eingang mit vier Eingangsteinen und einem Deckstein. Dieses megalithische Grab stammt aus der Jungsteinzeit und steht für die prähistorische Kultur der Region. Die Anlage ist seit dem 17. Jahrhundert archäologisch von Interesse und wurde unter anderem 1685 vom Dichter und frühen Archäologen Titia Brongersma ausgegraben. Moderne Untersuchungen haben unter dem Dolmen einen steinernen Boden sowie weitere Strukturen entdeckt, was auf eine besonders komplexe Bauweise hindeutet. In der Nähe liegen die kleineren Hunebeds D28 und D29, wo einige der ältesten Kupferfunde der Niederlande gemacht wurden – ein Hinweis auf Handelsverbindungen in der Antike. 2005 wurde nahe der Anlage ein Museum eröffnet, das von Aldo van Eyck entworfen wurde, und verbessert damit das Besuchererlebnis. Die imposanten Granitsteine und der erhaltene Eingang machen das Dolmen zu einem einzigartigen und beeindruckenden Denkmal prähistorischen Lebens in den Niederlanden.
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Tipp: Besuchen Sie Hunebed D27 im Frühling oder im frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und weniger los ist. Erwägen Sie, die Tickets im Voraus für das nahegelegene Museum zu kaufen, um den Eintritt und Zugang zu geführten Touren zu sichern. Für Gruppen, Senioren und Kinder können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Anlage ist mit dem Auto und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; vor Ort gibt es Parkmöglichkeiten und Informationszentren. Tragen Sie bequeme Wanderschuhe, da das Gelände rund um das Dolmen uneben sein kann.
Interessante Fakten
- •Hunebed D27 ist das größte Hunebed der Niederlande und misst 22,5 Meter in der Länge; es hat neun Decksteine und 26 Seitsteine.
- •Das Dolmen besitzt einen vollständigen Eingang aus vier Eingangsteinen und einem Deckstein – eine seltene Besonderheit unter den Hunebeds.
- •Die nahegelegenen Kupferobjekte bei den Hunebeds D28 und D29 sind die ältesten Kupferfunde, die in den Niederlanden entdeckt wurden; sie stammen aus Rumänien.
- •Die erste bekannte archäologische Ausgrabung von Hunebed D27 wurde 1685 von dem Dichter Titia Brongersma durchgeführt – eine der frühesten in der niederländischen Geschichte.
- •Im Jahr 1809 besuchte König Lodewijk Napoleon die Anlage, was ihre historische Bedeutung widerspiegelt.
- •Moderne Scans haben einen steinernen Boden etwa 30 bis 40 cm unter dem Dolmen offenbart, was auf komplexe Bau-Techniken hindeutet.
Geschichte
Hunebed D27 ist das größte Dolmen der Niederlande, seine Ursprünge reichen bis in die Jungsteinzeit zurück.
Die Anlage wurde erstmals 1685 von Titia Brongersma archäologisch untersucht – ein Zeichen für eine der frühesten Ausgrabungen im Land.
Im 19.
und frühen 20.
Jahrhundert wurden Maßnahmen ergriffen, um die Zugänglichkeit und den Erhalt zu verbessern, darunter Landschaftsgestaltung und Verbesserungen an den Straßen.
1878 wurde das Dolmen von englischen Altertumsforschern detailliert dokumentiert, was die Sorge über Restaurierungsmethoden unterstreicht.
2005 wurde in der Nähe ein eigenes Museum eröffnet, um das Verständnis für die Hünengrab-Kultur zu fördern.
Jüngere archäologische Surveys haben einen steinernen Boden unter dem Dolmen freigelegt und weitere Merkmale entdeckt, was auf fortlaufende Untersuchungen und Erhaltungsbemühungen hindeutet.
Ortsführer
Hunebed D27 DolmenstrukturNeolithikum
Das Dolmen weist neun große Decksteine auf, die von 26 Seitsteinen und zwei Schlusssteinen gestützt werden. Das auffälligste Merkmal ist der vollständige Eingang mit vier Eingangsteinen und einem Deckstein, der bei Hunebeds eher selten ist. Besucher können die massiven Granitboulders, die dieses prähistorische Grab bilden, ganz aus der Nähe betrachten.
Hunebed-Museum (Hunebedcentrum)2005
Das 2005 eröffnete und von Aldo van Eyck entworfene Museum nahe Hunebed D27 bietet umfangreiche Informationen zur Hünengrab-Kultur, zu archäologischen Funden und zu den prähistorischen Gemeinschaften, die diese megalithischen Gräber errichteten. Es stellt bildungsorientierte Ausstellungen bereit und bietet geführte Touren, die das Besuchererlebnis bereichern.
Kontakt
Telefon: 0599 236 374