
Bonaire National Marine Park
Bonaire
Der Bonaire National Marine Park (BNMP) wurde 1979 gegründet und zählt zu den ältesten Meeresreservaten weltweit. Er umfasst 2.700 Hektar Meer um Bonaire und Klein Bonaire – vom oberen Rand der Gezeitenlinie bis in Tiefen von 60 Metern. Zum Park gehören Korallenriffe, Seegraswiesen, Mangroven und die Lagune Lac Bay. Er schützt ein reiches Ökosystem mit etwa 60 Korallenarten wie Gehirnkorallen, Elchgeweihkorallen und Feuerkorallen sowie mit vielfältigen Meeresbewohnern, darunter Doktorfische, Papageifische und Riffbarsche. Die Seegraswiesen dienen als Kinderstuben für Riff- und Fischarten und als Lebensraum für gefährdete Grüne Meeresschildkröten und die Königinchnecke (Queen Conch). Klein Bonaire ist als Naturschutzgebiet rechtlich geschützt und wurde 2001 hinzugefügt; erreichbar ist die Insel per Boot. International ist der Park vor allem für Schnorcheln und Tauchen bekannt: Es gibt 86 öffentliche Tauchplätze, die sich überwiegend vom Ufer aus erreichen lassen. Zu den jüngsten Bedrohungen zählt die Krankheit „Stony coral tissue loss disease“, die zu vorübergehenden Schließungen von Tauchplätzen geführt hat, um die Ausbreitung zu verhindern. Außerdem umfasst der Park Feuchtgebiete, die im Rahmen des Ramsar-Übereinkommens geschützt sind. Das gesunde Riffökosystem zeigt im Vergleich zu anderen Karibikriffen eine höhere Korallenbedeckung und Widerstandsfähigkeit. Der BNMP ist nach wie vor ein wichtiger Ort für Naturschutz und Tourismus – Taucher aus aller Welt kommen hierher, um die lebendigen Unterwasserlandschaften zu erkunden.
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Tipp: Besucher sollten sich bei lokalen Tauchshops oder bei STINAPA nach dem aktuellen Status der Tauchplätze erkundigen, da es durch Schließungen aufgrund von Korallenkrankheiten zu Einschränkungen kommen kann. Die beste Zeit zum Tauchen ist in der Regel bei ruhigem Wetter; frühe Buchungen und der vorherige Kauf der Nature Fee werden empfohlen. Die Nature Fee gewährt Zugang zu beiden: dem Meerespark und dem Washington Slagbaai National Park. Taucher und Schnorchler sollten Sanitär-/Reinigungsstationen für ihre Ausrüstung nutzen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Für den Zugang zum Park werden Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit empfohlen. Beachten Sie, dass einige Bereiche – etwa Klein Bonaire – nachmittags eingeschränkten Zugang haben. Halten Sie sich stets an die Vorschriften des Parks, um das fragile Ökosystem zu schützen.
Interessante Fakten
- •Der Bonaire National Marine Park gehört zu den ältesten Meeresreservaten der Welt und wurde 1979 gegründet.
- •Der Park umfasst 2.700 Hektar, darunter die Meeresflächen rund um Bonaire und Klein Bonaire sowie Korallenriffe, Seegraswiesen, Mangroven und die Lagune Lac Bay.
- •Es gibt 86 öffentliche Tauchplätze, die sich größtenteils vom Ufer aus erreichen lassen – das macht ihn zu einem erstklassigen Tauchrevier in der Karibik.
- •Die Riffe beherbergen etwa 60 Korallenarten, darunter Gehirnkoralle, Elchgeweihkoralle und Feuerkoralle.
- •Die Seegraswiesen des Parks fungieren als Kinderstuben für Riff- und Fischarten sowie als Lebensraum für gefährdete Grüne Meeresschildkröten und die Königinchnecke (Queen Conch).
- •2017 nahm Forbes den BNMP in die Top-10 der weltweiten „must-dive“-Ziele auf.
- •Der Park umfasst Feuchtgebiete, die im Rahmen des Ramsar-Übereinkommens geschützt sind.
- •Jüngste Ausbrüche der Stony coral tissue loss disease haben zu vorübergehenden Schließungen von Tauchplätzen geführt, um die Ausbreitung zu verhindern.
Geschichte
Der Bonaire National Marine Park wurde 1979 als eines der ersten Meeresreservate weltweit gegründet und schützte zunächst die Gewässer rund um Bonaire.
1999 erhielt er den offiziellen Status eines Nationalparks von den Niederländischen Antillen.
2001 wurde die unbewohnte Insel Klein Bonaire als rechtlich geschütztes Naturschutzgebiet in den Park aufgenommen.
Im Laufe der Jahrzehnte sah sich der Park mit Umweltproblemen konfrontiert, etwa durch Schäden vom Hurrikan Lenny im Jahr 1999 sowie durch jüngere Korallenerkrankungen.
Das erforderte ein angepasstes Management, um seine Artenvielfalt zu erhalten.
Ortsführer
Coral Reef Sites
Entdecken Sie die ausgedehnten Saumkorallenriffe rund um Bonaire und Klein Bonaire – mit einer großen Vielfalt an Korallenarten und reichlich Meeresleben. Die Riffe sind meist vom Ufer aus oder per Boot erreichbar.
Seagrass Beds
Weite Unterwasserwiesen aus Seegrasarten wie Thalassia testudinum dienen als Kinderstuben für junge Riff- und Fischarten und als Futterplätze für gefährdete Arten wie Grüne Meeresschildkröten und die Königinchnecke (Queen Conch).
Lac Bay Lagoon
Eine Lagune mit 700 Acres Größe – mit der einzigen bedeutenden Mangrovenkonzentration der Insel. Dazu gehören Rote, Schwarze, Weiße und Knopf-Mangroven. Sie bieten Lebensraum für gefährdete Arten und sind als Ramsar-Feuchtgebiet geschützt.
Klein Bonaire2001
Eine unbewohnte Insel, die 2001 als geschütztes Naturschutzgebiet zum Park hinzugefügt wurde. Sie ist per Boot erreichbar und ist vor allem für ihre Tauchspots in Top-Zustand sowie für Schnorchelmöglichkeiten bekannt.
Kontakt
Telefon: 788 9015