
National Museum, Calabar
South South Nigeria Region
Das National Museum in Calabar ist eine zentrale Kultureinrichtung in der historischen Stadt Calabar, der Hauptstadt des Bundesstaats Cross River in Nigeria. Es beherbergt eine vielfältige Sammlung von Artefakten, die die bewegte Geschichte, Traditionen und die künstlerische Gestaltung der Efik und anderer ethnischer Gruppen der Region widerspiegeln. Das Museum gibt Einblicke in Calabars bedeutende Rolle als Hafen im Rahmen des Atlantischen Sklavenhandels und in die Entwicklung hin zu einem lebendigen kulturellen Zentrum. Besucher können Ausstellungen zu traditionellen Handwerken, zur lokalen Geschichte und zu kolonialen Einflüssen erkunden, die die Stadt prägten. Außerdem hebt das Museum Calabars wegweisende Erfolge in Bildung und Gesundheitswesen in Nigeria hervor. Architektonisch verbindet das Museum traditionelle und koloniale Stile und schafft damit eine eindrucksvolle Kulisse für seine Sammlungen. Es dient als Bildungsstätte, bewahrt und fördert das Bewusstsein für die kulturelle Identität der Region. Das Museum ist ein unverzichtbarer Halt für Reisende, die sich für Nigerias vielschichtige Geschichte und das Erbe der Region am Cross River interessieren.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des National Museum in Calabar ist die Trockenzeit (November bis März), wenn das Wetter angenehmer ist. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und Tickets am besten vorher zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Wer es noch genauer wissen möchte, kann von geführten Touren im Museum profitieren. Für Schülerinnen und Schüler sowie für Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Wenn Sie den Besuch hier mit anderen kulturellen Sehenswürdigkeiten in Calabar kombinieren, wird das Erlebnis noch runder.
Interessante Fakten
- •Calabar wurde einst als Tourismus-Hauptstadt Nigerias beschrieben, vor allem wegen großer Initiativen zur Verbesserung von Sauberkeit und Umweltfreundlichkeit.
- •Zwischen 1725 und 1775 wurden zehntausende versklavte Afrikanerinnen und Afrikaner von Calabar nach Europa und in die Amerikas verschifft.
- •Calabar beherbergt Nigerias erste weiterführende Schule, die Hope Waddell Training Institution, die von schottischen Missionaren gegründet wurde.
- •Die Stadt war die erste in Nigeria mit einem Krankenhaus, einer Post, einem Netz gepflasterter Straßen und einem botanischen Garten.
- •Die Missionare Hope Waddell und Mary Slessor werden in Calabar mit Straßen und Plätzen geehrt, die nach ihnen benannt sind.
Geschichte
Calabar, ursprünglich als Akwa Akpa bekannt, hat seit dem 15.
Jahrhundert eine lange Geschichte als bedeutender Seehafen und Handelszentrum – besonders während des Atlantischen Sklavenhandels.
Die Stadt war ein Brennpunkt für den Export von Palmöl und versklavten Menschen nach Europa und in die Amerikas.
Im Jahr 1884 wurde Calabar ein britisches Protektorat und diente bis 1906 als Verwaltungshauptquartier für den Niger-Delta.
Die Stadt war für mehrere „erste Male“ in Nigeria bekannt, darunter die Gründung der ersten weiterführenden Schule und des ersten Krankenhauses des Landes.
Missionare wie Hope Waddell und Mary Slessor spielten im 19.
und im frühen 20.
Jahrhundert eine wichtige Rolle bei sozialen Reformen und in der Bildung.
Die Geschichte von Calabar ist geprägt vom Wandel von einem Zentrum des Sklavenhandels hin zu einem Ort für Kultur und Bildung in Nigeria.
Ortsführer
Haupthallen der Ausstellung
Diese Säle zeigen Artefakte im Zusammenhang mit den Efik, der lokalen Geschichte und dem Atlantischen Sklavenhandel – darunter traditionelle Handwerksarbeiten, Werkzeuge und historische Dokumente.
Sektion aus der Kolonialzeit19th to early 20th century
Dieser Bereich veranschaulicht den britischen kolonialen Einfluss auf Calabar und zeigt unter anderem Fotografien, Dokumente sowie Gegenstände, die mit der Missionsarbeit und der Verwaltungsgeschichte verbunden sind.
Galerie für kulturelle Fundstücke
Eine Sammlung traditioneller Efik-Kunst, Kleidung und zeremonieller Objekte, die das kulturelle Erbe der Region am Cross River verdeutlichen.
Kontakt
Telefon: 0810 512 1701