
Hoba-Meteorit
Otjozondjupa
Der Hoba-Meteorit auf dem Farmgelände Hoba West nahe Grootfontein in der Region Otjozondjupa in Namibia ist der größte bekannte noch vollständig erhaltene Meteorit der Erde – er wiegt über 60 Tonnen. Bei ihm handelt es sich um eine natürlich entstandene Ferronickel-Masse, die zu etwa 84 % aus Eisen und zu 16 % aus Nickel besteht, mit Spuren von Kobalt. Er wird als Eisenmeteoriten vom Typ Ataxit der chemischen Klasse IVB eingeordnet. Besonders auffällig ist die flache Form auf beiden großen Oberflächen – eine Folge seines Wiedereintritts in die Erdatmosphäre, der ihn auf Aufprall-Endgeschwindigkeit abbremste, sodass es nur zu einer minimalen Ausgrabung kam. Entdeckt wurde er 1920 aus Versehen, als ein Farmer beim Pflügen seines Feldes darauf stieß, und er ist aufgrund seiner enormen Größe an seinem ursprünglichen Einschlagort geblieben. 1955 zum Nationaldenkmal erklärt, bietet der Standort heute ein Besucherzentrum und einen Sitzbereich. Jährlich zieht er Tausende Touristen an. Trotz früherer Vandalismusakte und Diebstahls von Exponaten ist der Meteorit weiterhin ein bedeutendes Natur- und Forschungsdenkmal – er steht symbolisch für ein „Geschenk“, denn so bedeutet sein Name in der lokalen Sprache Khoekhoegowab. Der Ort spiegelt zudem Namibias Geschichte wider: Der Tourismusausbau wurde bis zur Unabhängigkeit 1990 durch regionale Konflikte beeinträchtigt.
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Tipp: Die beste Zeit, um den Hoba-Meteorit zu besuchen, ist während der Trockenzeit in Namibia, wenn das Wetter klar ist und der Zugang besonders gut gelingt. Besuchern wird empfohlen, Touren oder Tickets im Voraus über das offizielle Besucherzentrum zu buchen, um Enttäuschungen zu vermeiden und dazu beizutragen, den Standort zu bewahren. Auch wenn der Meteorit selbst kostenlos zu besichtigen ist, können geführte Touren verfügbar sein, die detaillierte wissenschaftliche und historische Einblicke bieten. Respekt für den Ort ist oberstes Gebot: Der Hoba-Meteorit ist als geschütztes Nationaldenkmal eingestuft, mit strikten Regeln gegen das Berühren oder Entfernen von Teilen.
Interessante Fakten
- •Hoba ist der größte bekannte noch vollständig erhaltene Meteorit auf der Erde und wiegt über 60 Tonnen.
- •Es handelt sich außerdem um das massivste natürlich vorkommende Eisenstück, das an der Erdoberfläche gefunden wurde.
- •Der Meteorit ist auf beiden großen Oberflächen ungewöhnlich flach – bedingt durch seine Dynamik beim Eintritt in die Atmosphäre.
- •Am Einschlagort entstand kein Krater, da der Meteorit am Boden auf Aufprall-Endgeschwindigkeit traf.
- •Der Name „Hoba“ bedeutet „Geschenk“ in der Sprache Khoekhoegowab.
- •Ein großes Exemplar, das 1968 illegal aus dem Meteorit herausgeschnitten wurde, wurde 2021 bei einer Versteigerung für über 59.000 US-Dollar verkauft.
Geschichte
Der Hoba-Meteorit traf die Erde vor weniger als 80.000 Jahren, wobei es aufgrund seiner abgebremsten Aufprall-Endgeschwindigkeit zu nur minimaler Ausgrabung kam.
Entdeckt wurde er 1920 von Jacobus Hermanus Brits, der ihn fand, als er sein Feld pflügte.
Die Regierung erklärte ihn 1955 zum Nationaldenkmal, um Versuche zu verhindern, ihn zu verlagern, und um ihn zu schützen.
Der Meteorit und das umliegende Land wurden 1987 an den namibischen Staat gespendet, gefolgt von der Einrichtung eines Besucherzentrums.
Die Entwicklung des Tourismus am Standort wurde durch regionale Konflikte bis zur Unabhängigkeit Namibias 1990 verzögert; danach wurde er zu einem beliebten Bildungs- und Touristenziel.
Ortsführer
Hauptmasse des Meteoriten
Die gewaltige, tafelförmige Masse des Meteoriten mit etwa 2,7 mal 2,7 mal 0,9 Metern – hauptsächlich aus Eisen und Nickel bestehend – ist der Mittelpunkt des Standorts. Besucher können seine verwitterte Oberfläche in Augenschein nehmen und mehr über seine Einordnung als Ataxit-Eisenmeteorit erfahren.
Besucherzentrum und kreisförmiger Steinsitzbereich1987
Das Besucherzentrum wurde nach der Spende des Meteoriten an die Regierung im Jahr 1987 errichtet und bietet Bildungsangebote mit Informationen über die Geschichte, die Zusammensetzung und die Bedeutung des Meteoriten. Die kreisförmige Steinanlage bietet einen Ort zum Ausruhen und Nachdenken – mit Blick auf den Meteoriten.
Kontakt
Telefon: 081 146 0941