Cheetah Conservation Fund

Cheetah Conservation Fund

Otjozondjupa

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Der Cheetah Conservation Fund (CCF) liegt 44 Kilometer östlich von Otjiwarongo in Namibia. Die renommierte Forschungs- und Bildungseinrichtung widmet sich der Erforschung und dem Schutz der Gepardenpopulation des Landes, die als die größte und gesündeste weltweit gilt. Gegründet wurde der CCF 1990 von der Naturschutzbiologin Laurie Marker. Das CCF begegnet entscheidenden Bedrohungen wie dem Verlust von Lebensräumen, Konflikten zwischen Mensch und Wildtier sowie dem Rückgang der genetischen Vielfalt. Das Zentrum fördert eine räuberfreundliche Bewirtschaftung von Nutztieren, führt umfangreiche Feldforschung im Waterberg Conservancy und in den landwirtschaftlichen Gebieten um Otjiwarongo durch und entwickelt Programme zur Wiederherstellung von Lebensräumen, um dem Eindringen holziger Pflanzen entgegenzuwirken. Besonders hervorzuheben: Der CCF war Wegbereiter des Livestock Guarding Dog Program, das Landwirten nicht-tödliche Methoden an die Hand gibt, um Nutztieren vor Raubtieren zu schützen. Die Einrichtung treibt außerdem Verfahren der assistierten Reproduktion voran – darunter künstliche Besamung, In-vitro-Fertilisation und Kryokonservierung – um Inzucht bei in Gefangenschaft lebenden Geparden zu bekämpfen und die genetische Vielfalt zu erhöhen. Durch Bildung, Forschung und nachhaltige Landwirtschaft dient der CCF als globales Vorbild für den Gepardenschutz und beeinflusst Programme in Ländern wie Botswana, Kenia, Südafrika, Algerien und Iran.

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Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt in Namibias kühleren Monaten planen, um es angenehmer zu haben. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten ist es ratsam, Touren oder Bildungsprogramme im Voraus zu buchen. Das Zentrum bietet Bildungs-Ausstellungen sowie die Möglichkeit, mehr über räuberfreundliche Landwirtschaft und die Schutzmaßnahmen zu erfahren. Wer möchte, kann den Naturschutz unterstützen, indem er Produkte wie die Bushblok-Feuerholzscheite kauft, die aus invasivem Busch hergestellt werden. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Schüler und Gruppen. Wenn Sie sich vorab telefonisch oder über ihre Website an das Zentrum wenden, erhalten Sie aktuelle Besucherinformationen und Zeitpläne für besondere Veranstaltungen.

Interessante Fakten

  • Der CCF betreibt eine Genome Resource Bank, um genetisches Material von Geparden für zukünftige Forschung und Zucht zu bewahren.
  • Das Livestock Guarding Dog Program hat die durch Raubtiere verursachten Verluste bei Nutztieren deutlich reduziert und damit das Miteinander von Landwirten und Wildtieren gefördert.
  • Der CCF produziert Bushblok, ein Feuerholzscheit, das aus invasiven, holzigen Pflanzen hergestellt wird. So wird Lebensraum wiederhergestellt und zugleich nachhaltiger Brennstoff bereitgestellt.
  • Die vom CCF entwickelten Techniken der künstlichen Besamung und der In-vitro-Fertilisation ermöglichen die Fortpflanzung von sexuell nicht kompatiblen oder geografisch getrennten Geparden.
  • Geparden können Geschwindigkeiten von bis zu 70 mph (113 km/h) erreichen und sind damit die schnellsten Landtiere.
  • Die Forschung des CCF umfasst das Monitoring und Management von Gepardenpopulationen in einem 15.000 km² großen landwirtschaftlichen Gebiet sowie in einem 2.000 km² großen Conservancy.

Geschichte

1990

Der Cheetah Conservation Fund wurde 1990 von Laurie Marker gegründet, einer Naturschutzbiologin, die sich dem Erhalt der Gepardenpopulation Namibias widmet.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Einrichtung von einer Forschungsinitiative zu einer umfassenden Naturschutzorganisation.

Sie machte insbesondere bei einer räuberfreundlichen Bewirtschaftung von Nutztieren und bei Techniken der assistierten Reproduktion Pionierarbeit, um die genetische Vielfalt zu stärken.

Zu den wichtigen Meilensteinen zählen die Entwicklung des Livestock Guarding Dog Program sowie die Einrichtung umfangreicher Feldforschungsstandorte im Waterberg Conservancy und in den landwirtschaftlichen Gebieten rund um Otjiwarongo.

Die Arbeit des CCF ist inzwischen international ausgeweitet und hat die Gepardenschutz-Strategien weltweit beeinflusst.

Ortsführer

1
Forschungs- und Bildungszentrum1990
Laurie Marker

Das Zentrum bildet den Mittelpunkt der Naturschutzarbeit des CCF und zeigt Bildungs-Ausstellungen zur Gepardenbiologie, zu Bedrohungen und zu Naturschutzstrategien. Besucher können mehr über räuberfreundliche Landwirtschaft und die innovativen Programme des Zentrums erfahren.

2
Livestock Guarding Dog Program

Eine bahnbrechende Initiative: Besonders trainierte Hunde schützen Nutztieren vor Raubtieren. Dadurch sinkt der Bedarf an der tödlichen Bekämpfung – und das Zusammenleben von Landwirten und Geparden wird gefördert.

3
Genome Resource Bank

Eine Einrichtung, die genetisches Material – etwa Embryonen und Gameten – von Geparden konserviert. So lassen sich Techniken der assistierten Reproduktion nutzen, um die genetische Vielfalt sowohl in Wild- als auch in Haltungspopulationen zu erhalten.

4
Bushblok-Produktionsstätte

Diese Anlage stellt nachhaltige Feuerholzscheite aus invasiven holzigen Pflanzen her. Damit werden natürliche Lebensräume unterstützt und zugleich eine umweltfreundliche Energiequelle für lokale Gemeinschaften bereitgestellt.

Kontakt

Telefon: 067 306 225