Otjikoto-See

Otjikoto-See

Oshikoto

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Der Otjikoto-See ist einer von nur zwei dauerhaften natürlichen Seen in Namibia. Er entstand durch den Einsturz einer Karsthöhle, wodurch ein tiefes Senkloch entstanden ist. Der See liegt 20 Kilometer nordwestlich von Tsumeb und in der Nähe der Hauptstraße B1. Er misst etwa 102 Meter im Durchmesser und erreicht Tiefen von über 90 Metern. Manche Schätzungen gehen sogar von mehr als 140 Metern aus, da der See in seitliche Höhlensysteme ausläuft. Der See hat eine große kulturelle Bedeutung: Die San nennen ihn Gaisis („hässlich“), die Herero Otjikoto („tiefes Loch“). Der Name Otjikoto inspirierte auch die Oshikoto-Region. Historisch diente der See im Ersten Weltkrieg als Deponieplatz der deutschen Schutztruppe: Waffen und Munition wurden versenkt, um sie vor der Gefangennahme zu bewahren; einige Fundstücke liegen noch unter Wasser und können mit speziellen Genehmigungen besichtigt werden. Außerdem ist der See für botanische Entdeckungen durch Kurt Dinter im Jahr 1911 bekannt sowie für die Einführung der Buntbarschart Tilapia guinasana. Trotz lokaler Legenden ist der angebliche Zusammenhang zwischen dem Otjikoto-See und dem Guinas-See über unterirdische Höhlen bis heute nicht belegt.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Otjikoto-Sees ist die Trockenzeit: Dann ist die Anreise einfacher und das Wasser ist klarer, sodass man besser sehen kann. Wer Tauchen möchte, um versunkene Relikte aus dem Ersten Weltkrieg zu entdecken, sollte spezielle Genehmigungen bei den örtlichen Behörden einholen. Für Sicherheit und um einen noch tieferen Einblick in die Geschichte zu bekommen, empfiehlt es sich, geführte Touren zu arrangieren. Es ist außerdem ratsam, Tickets oder Genehmigungen im Voraus zu kaufen – besonders für Tauchaktivitäten. Besucher sollten außerdem mit eingeschränkter Infrastruktur in der Nähe des Sees rechnen und entsprechend planen.

Interessante Fakten

  • Der Otjikoto-See ist einer von nur zwei dauerhaften natürlichen Seen in Namibia.
  • Die Tiefe des Sees ist schwer exakt zu messen, da er mit seitlichen Höhlensystemen verbunden ist; Schätzungen reichen bis über 140 Meter.
  • Während des Ersten Weltkriegs warfen deutsche Truppen Waffen und Munition in den See, um deren Gefangennahme zu verhindern.
  • Einige Relikte aus dem Ersten Weltkrieg, darunter Kanonen, liegen noch unter Wasser und können mit speziellen Tauchgenehmigungen besichtigt werden.
  • Der See war für die San als Gaisis („hässlich“) und für die Herero als Otjikoto („tiefes Loch“) bekannt.
  • Der Botaniker Kurt Dinter entdeckte 1911 neue Pflanzenarten in der Nähe des Sees.
  • Tilapia guinasana, eine Buntbarschart, wurde in den See eingeführt – ursprünglich war sie nur im Guinas-See heimisch.

Geschichte

1851

Der Otjikoto-See wurde erstmals 1851 von den europäischen Forschern Francis Galton und Carl Johan Andersson dokumentiert, während ihrer Suche nach dem Lake Ngami.

Die Entstehung des Sees wird auf den Einsturz einer Karsthöhle zurückgeführt, der ein tiefes Senkloch schuf.

Während des Ersten Weltkriegs nutzten deutsche Truppen den See, um Waffen und Munition zu entsorgen, damit sie nicht von den vorrückenden südafrikanischen und britischen Truppen erbeutet werden konnten.

1972

Im Jahr 1972 wurde der See zum Nationaldenkmal erklärt – als Anerkennung seiner natürlichen und historischen Bedeutung.

Ortsführer

1
Die Senkloch-Entstehung

Der See selbst ist ein gewaltiges Senkloch, das durch den Einsturz einer Karsthöhle entstanden ist und eine einzigartige Naturerscheinung mit steilen Unterwasserwänden sowie tiefen seitlichen Höhlen bildet.

2
Relikte aus dem Ersten Weltkrieg1915
Deutsche Schutztruppe

Verschiedene Waffen und Munition wurden von der deutschen Schutztruppe während des Ersten Weltkriegs in den See geworfen, um ihre Gefangennahme zu verhindern. Einige Kanonen und Munitionsbestände liegen noch unter Wasser und sind für Taucher mit speziellen Genehmigungen zugänglich.

3
Flora und Fauna rund um den See1911
Kurt Dinter

Die Umgebung des Otjikoto-Sees inspirierte den Botaniker Kurt Dinter dazu, 1911 neue Pflanzenarten zu entdecken. Außerdem beherbergt der See Tilapia guinasana, eine Buntbarschart, die aus dem Guinas-See eingeführt wurde.