Kathedrale von Quelimane

Kathedrale von Quelimane

Zambézia

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Die Alte Kathedrale von Quelimane, offiziell die Kirche Unserer Lieben Frau von der Befreiung, ist eine historische römisch-katholische Kirche am südlichen Ende von Quelimane, mit Blick auf den Fluss Quelimane. Sie wurde von portugiesischen Missionaren zwischen 1776 und 1786 erbaut; ihr Entwurf ließ sich von der Sé Cathedral in Goa (Indien) inspirieren und spiegelt damit den indo-portugiesischen Baustil wider. Die Kathedrale besitzt eine kräftige Fassade mit einem Giebel, flankiert von zwei kuppelbekrönten Glockentürmen, sowie überdachte Seitengalerien – typisch für Kirchen in Indien. Im Jahr 1954 erhielt sie den Rang einer Kathedrale, als die Diözese von Quelimane gegründet wurde. Bis 1976 diente sie als Sitz des Bischofs, als die neue Kathedrale fertiggestellt wurde. Seitdem verfiel die alte Kathedrale zusehends und geriet in Vergessenheit, ist aber weiterhin ein bedeutendes Kulturdenkmal und eine Attraktion für Touristen. Sie beherbergt sechs Grabstätten aus dem 19. Jahrhundert, darunter die von lokalen Persönlichkeiten und einem goanischen Priester. 2017 wurden Pläne bekannt, das Gebäude als kulturelles und Bildungszentrum wiederherzustellen und dabei sein historisches und architektonisches Erbe zu bewahren.

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Tipp: Besucher sollten die Kathedrale vorzugsweise bei Tageslicht erkunden, da das Gebäude aufgrund von Vernachlässigung und gelegentlichen kriminellen Vorfällen ein Sicherheitsrisiko darstellen kann. Es empfiehlt sich, bei lokalen Tourismusämtern oder der Diözese von Quelimane nachzufragen, um Updates zum Stand der Restaurierung sowie mögliche geführte Touren zu erhalten. Ein früher Besuch kann sich besonders lohnen, bevor die Arbeiten zur Wiederherstellung beginnen. Für den Ort ist kein spezielles Ticket erforderlich, da er in der Regel zugänglich ist – Spenden oder Beiträge zur Erhaltung werden jedoch möglicherweise gern gesehen.

Interessante Fakten

  • Der Entwurf der Kathedrale basiert auf der Sé Cathedral in Goa (Indien) und spiegelt damit die indo-portugiesische architektonische Tradition wider.
  • Sie wurde 1943 aufgrund ihrer historischen Bedeutung zum nationalen Denkmal von Portugiesisch-Mosambik erklärt.
  • Der Ort gilt traditionell als nahe bei dem Punkt, an dem Vasco da Gama 1498 während seiner Reise nach Indien seine Schiffe festmachte.
  • In der Kathedrale gibt es sechs Grabstätten aus dem 19. Jahrhundert, darunter die von Kindern sowie eines goanischen Priesters, der Mitglied des Ordens Christi war.
  • Die 2017 angekündigten Restaurierungspläne zielten darauf ab, die Kathedrale in ein kulturelles und Bildungszentrum umzuwandeln und dabei zugleich die Eigentumsverhältnisse unter der Katholischen Diözese zu erhalten.

Geschichte

1776

Der Bau der Alten Kathedrale von Quelimane begann 1776 unter Gouverneur Baltasar Manuel Pereira do Lago und wurde 1786 unter Gouverneur António de Melo e Castro abgeschlossen.

1498

Der Ort wird traditionell mit der Expedition von Vasco da Gama aus dem Jahr 1498 in Verbindung gebracht, bei der er Berichten zufolge seine Schiffe an einem großen Baum in der Nähe festband.

1943

1943 zum nationalen Denkmal erklärt, wurde die Kirche 1954 zur Kathedrale der neu gegründeten Diözese von Quelimane.

1976

Nach der Fertigstellung der neuen Kathedrale im Jahr 1976 wurde die alte Kathedrale verlassen und verfiel, obwohl 2017 Restaurierungspläne angestoßen wurden, um ihr Erbe zu bewahren.

Ortsführer

1
Fassade und Glockentürme1786

Die Vorderseite der Kathedrale zeigt einen markanten Giebel, flankiert von zwei kuppelbekrönten Glockentürmen – ein Beispiel für die portugiesische Kolonialarchitektur, die von indischen Kirchendesigns beeinflusst ist.

2
Überdachte Seitengalerien1786

Die Seiten der Kathedrale umfassen überdachte Galerien – ein Merkmal, das man häufig in indischen Kirchen findet. Sie bieten geschützte Laufwege und unterstreichen die architektonische Besonderheit des Gebäudes.

3
Grabstätten aus dem 19. Jahrhundert19th century

Im Inneren der Kathedrale befinden sich sechs Grabstätten aus dem 19. Jahrhundert, darunter die von Captain Mor sowie eines goanischen Priesters namens Father Francisco. Das hebt die historische Rolle der Kirche in der Gemeinde hervor.

Kontakt

Telefon: 87 112 1314