
Moschee Tuanku Mizan Zainal Abidin
Wilayah Persekutuan Putrajaya
Die Moschee Tuanku Mizan Zainal Abidin, lokal auch als Masjid Besi oder „Eisenmoschee“ bekannt, ist eine bedeutende Moschee in Precinct 3, Putrajaya, Malaysia. Sie wurde zwischen April 2004 und August 2009 errichtet und so geplant, dass etwa 24.000 Gläubige aus dem Stadtzentrum und den umliegenden Vierteln Platz finden. Die Moschee zeichnet sich durch ihr modernes architektonisches Konzept aus, das sich auf drei zentrale Ideen konzentriert: Wind, Schlichtheit und Transparenz. Etwa 6.000 Tonnen Stahl kamen beim Bau zum Einsatz – das sind rund 70 % der gesamten Konstruktion, der Rest besteht aus Beton. Besonderheit: Die Moschee verwendet keine festen Ventilatoren oder Klimaanlagen. Stattdessen nutzt sie ein System zur Kühlung auf Bezirksebene, bei dem gekühltes Gas eingesetzt wird, um für angenehme Bedingungen zu sorgen. Zu den architektonischen Elementen gehören importierte Drahtgitter aus Deutschland und China, die auch in bekannten internationalen Wahrzeichen verwendet werden. Außerdem gibt es ein Eingangstor aus glasfaserverstärktem Beton, das die Stabilität der Konstruktion verbessert und aus der Ferne durch sein strahlend weißes Erscheinungsbild auffällt. Im Inneren sind kunstvolle islamische Schriftzüge angebracht, darunter die Asmaul Husna in der Thuluth-Schrift sowie Koranverse, die auf aus Deutschland importierten Glasplatten eingraviert sind. Dank ihrer nicht reflektierenden Eigenschaften wirken sie, als würden sie „frei schweben“. Die Moschee ist über den Kiblat Walk mit dem Regierungszentrum verbunden: eine 13.639 m² große Fußgängerbrücke mit Wasser-Elementen, die an den Palast von Alhambra erinnern. Zu den Einrichtungen zählen mehrere Gebetssäle, VIP-Räume, Ausstellungsbereiche, Gewerbeflächen und ein unterirdischer Parkplatz – damit ist die Anlage sowohl ein Ort des Gebets als auch ein funktionales Zentrum. Die Moschee steht als Symbol zeitgenössischer islamischer Architektur und als Sehenswürdigkeit innerhalb von Malaysias Verwaltungshauptstadt.
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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit unter der Woche oder früh am Morgen kommen, um Stoßzeiten zu vermeiden, wenn die Moschee am vollsten ist. Da im Inneren keine festen Ventilatoren oder Klimaanlagen verwendet werden, empfiehlt sich eine Kleidung, in der man sich in einem natürlich belüfteten Umfeld wohlfühlt. Der Eintritt ist frei, doch respektvolle Kleidung ist erforderlich. Schauen Sie auf der offiziellen Website der Moschee nach oder kontaktieren Sie sie, um Updates zu besonderen Veranstaltungen oder geführten Touren zu erhalten. Gerade während des Ramadan oder an großen islamischen Feiertagen wird eine frühe Ankunft empfohlen, da dann mehr Menschen kommen.
Interessante Fakten
- •Etwa 6.000 Tonnen Stahl wurden für den Bau der Moschee verwendet; damit entfallen rund 70 % der Konstruktion auf Stahl.
- •Die Moschee nutzt ein System zur Kühlung auf Bezirksebene statt herkömmlicher Klimaanlagen oder Ventilatoren – das verbessert die Energieeffizienz.
- •Das architektonische Drahtgitter in der Moschee ist aus Deutschland und China importiert und findet sich auch in ikonischen Gebäuden wie dem Santiago Bernabéu Stadium in Madrid und der Bibliothèque nationale de France in Frankreich.
- •Die Glas-Mihrab-Platten der Moschee tragen Koranverse, die dank ihrer nicht reflektierenden Eigenschaften wirken, als würden sie schweben.
- •Die Fußgängerbrücke Kiblat Walk, die die Moschee mit dem Regierungszentrum verbindet, ist mit Wasser-Elementen gestaltet, die vom antiken Palast von Alhambra inspiriert sind.
Geschichte
Der Bau der Moschee begann im April 2004 und wurde im August 2009 abgeschlossen; die offizielle Eröffnung erfolgte am ersten Freitag des Ramadan 1430H.
Sie wurde errichtet, um der wachsenden Bevölkerung und den Regierungsangestellten in Putrajaya zu dienen – dem föderalen Verwaltungssitz Malaysias.
Das Design der Moschee spiegelt moderne Prinzipien islamischer Architektur wider und greift fortschrittliche Ingenieurtechniken sowie Materialien auf, darunter eine umfangreiche Verwendung von Stahl.
Aufgrund der dominierenden Stahlstruktur erhielt sie den Spitznamen „Eisenmoschee“.
Die Moschee ergänzt Putrajayas Vision als Garten- und intelligente Stadt, indem sie nachhaltige und innovative Lösungen beim Bauen in den Mittelpunkt stellt.
Ihre Entwicklung war ein bedeutender Schritt in Malaysias Bemühungen, mit Architektur zeitgenössische islamische Kultur sichtbar zu machen.
Ortsführer
Hauptrunder Gebetsraum2009
Der geräumige Hauptraum für das Gebet bietet Platz für Tausende Gläubige und ist so gestaltet, dass keine festen Ventilatoren oder Klimaanlagen zum Einsatz kommen. Stattdessen stützt sich der Raum auf natürliche Belüftung sowie ein System zur Kühlung auf Bezirksebene. Der Saal ist mit eleganten islamischen Schriftzügen versehen und bietet eine ruhige Atmosphäre für das Gebet.
Glas-Mihrab-Wand2009
Ein 13 Meter hoher Glasplatten-Mihrab, importiert aus Deutschland, ist kunstvoll mit Koranversen aus der Sure Al-Baqarah und der Sure Ibrahim eingraviert. Durch die nicht reflektierende Oberfläche wirkt die goldene Schrift wie schwebend in der Luft.
Kiblat Walk
Eine 13.639 Quadratmeter große Fußgängerbrücke, die die Moschee mit dem Regierungskomplex in Putrajaya verbindet. Sie ist mit Wasserbecken dekoriert und so entworfen, dass sie die Atmosphäre des Palastes von Alhambra aufgreift – und dadurch die spirituelle Reise zur Moschee noch eindrucksvoller macht.
Kontakt
Telefon: 03-8880 4300