
Sandakan Memorial Park
Sabah
Der Sandakan Memorial Park ist ein stiller Gedenkort in Sabah, Malaysia, der dem Andenken an alliierte Kriegsgefangene gewidmet ist, die während der berüchtigten Sandakan Death Marches im Zweiten Weltkrieg litten und starben. Der Park wurde auf dem Gelände des ehemaligen Sandakan-POW-Lagers eingerichtet, in dem Tausende australischer und britischer Soldaten festgehalten und von den Japanern zur Arbeit gezwungen wurden. Heute ist der Park eine eindringliche Erinnerung an ihren Einsatz und an das Leid, das die einheimische Bevölkerung erdulden musste. Der Park ist in sechs Stationen gegliedert, die über eine Rundroute miteinander verbunden sind. Zu sehen sind historische Relikte wie ein sabotierter Bagger, ein Dampferzeuger und ein Lebensmittellager. Im Mittelpunkt steht der Sandakan Memorial Pavilion mit dauerhaft angelegten Ausstellungen, die die erschütternde Geschichte des POW-Lagers und der Todesmärsche erzählen – in Englisch und Malaiisch. Ein schwarzer Obelisk mit Inschriften ehrt alle, die hier gelitten und ihr Leben verloren haben; er steht als Symbol für Gedenken und Versöhnung. Der Park veranstaltet außerdem jährlich Gedenkfeiern am Sandakan Memorial Day sowie am Anzac Day und unterstreicht damit seine Rolle als Ort der Besinnung und Bildung. Schön angelegt, ruhig und friedlich, bietet der Sandakan Memorial Park Besuchern ein besonders bewegendes Erlebnis und eine Verbindung zu einem bedeutenden Kapitel der Kriegsgeschichte im Pazifik.
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Tipp: Besucher sollten sich für einen Besuch bei Tageslicht einplanen – zu ihrer Sicherheit und um die Outdoor-Exponate und Gedenkstätten in vollem Umfang genießen zu können. Der Park ist gut gepflegt und ausgeschildert, sodass geführte Rundgänge auf eigene Faust gut möglich sind. Eintrittskarten oder eine Zahlung sind nicht nötig, da es sich um einen offenen Gedenkort handelt. Wer am 15. August zum Sandakan Memorial Day oder am 25. April zum Anzac Day kommt, hat die Möglichkeit, an besonderen Gedenkzeremonien teilzunehmen. Besucher werden gebeten, dem Ort mit Respekt und nachdenklichem Blick zu begegnen, da es sich um ein stilles Mahnmal handelt. Für die Rundroute, die die Stationen verbindet, werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Der im Park ausgestellte Bagger wurde von australischen Häftlingen sabotiert, um zu verhindern, dass er von den Japanern genutzt werden konnte, und wurde danach nie wieder in Betrieb genommen.
- •Der ursprüngliche „Great Tree“ war ein gewaltiger Mengaris-Baum, der das Landschaftsbild des POW-Lagers prägte, aber nach dem Krieg durch ein Feuer zerstört wurde; 2008 wurde in der Nähe des Parkeingangs ein neuer Baum gepflanzt.
- •Der Park ist der Ausgangspunkt der „POW Route“, die den Weg der Todesmärsche von Sandakan nach Ranau nachzeichnet.
- •Von über 2.400 Gefangenen, die gezwungen wurden zu marschieren, sind nur sechs Überlebende der Sandakan Death Marches bekannt.
- •Der schwarze Obelisk im Park trägt eine Inschrift, die allen gedenkt, die im Lager und auf den Todesmärschen gelitten und ihr Leben verloren haben.
Geschichte
Der Sandakan Memorial Park wurde an dem Standort eines ehemaligen japanischen POW-Lagers eingerichtet, in dem während des Zweiten Weltkriegs von 1942 bis 1945 etwa 2.500 australische und britische Gefangene festgehalten und gezwungen wurden, ein militärisches Flugfeld zu bauen.
1945, als die alliierten Streitkräfte vorankamen, wurden die verbliebenen Gefangenen auf brutale Todesmärsche in Richtung Ranau geschickt, was nahezu das vollständige Sterben zur Folge hatte.
Nach dem Krieg wurden die Überreste der Gefangenen auf einen Militärfriedhof in Labuan verlegt.
1995 vereinbarten die Regierungen von Sabah und Australien gemeinsam mit Veteranenverbänden und lokalen Behörden, an diesem Ort ein Denkmal zu schaffen.
Der Park wurde offiziell 1999 eröffnet; zu sehen sind wiederhergestellte Artefakte sowie ein Gedenkpavillon, der an die Menschen erinnert, die während des Lagerbetriebs und der Todesmärsche litten und starben.
Ortsführer
Excavator1940s
Dieser Bagger wurde von Gefangenen genutzt, um das japanische Flugfeld zu errichten, aber von australischen POWs absichtlich sabotiert, sodass er nicht mehr funktionstüchtig war – als Symbol für Widerstand.
Steam Generator and Generator1940s
Eine mit Holz betriebene Dampfmaschine trieb einen Generator an, der im Lager Strom lieferte – unter anderem für die Beleuchtung des Lagers und seiner Umzäunung. Das macht die Infrastruktur des Lagers besonders deutlich.
The Great TreeOriginal tree destroyed post-war; new tree planted 2008
Ursprünglich war es ein riesiger Mengaris-Baum, der an dieser Stelle stand. Er war ein prägendes Naturzeichen innerhalb des POW-Lagers. Kurz nach dem Krieg wurde er durch ein Feuer zerstört und durch einen neuen Baum ersetzt, der 2008 in der Nähe des Eingangs gepflanzt wurde.
Food Depot, Storage Area and Kitchen1940s
Reste des von den Japanern betriebenen Lebensmittellagers und der Küche – einschließlich eines erhaltenen Betontanks für Wasser – veranschaulichen die täglichen Abläufe in der Versorgung und die harten Bedingungen des Lageralltags.
Main Entrance and Access Road1940s
Der ursprüngliche Haupteingang des Lagers befand sich auf der Ostseite des Parks. Die angrenzende Straße war die Mile 8 Road – der Ausgangspunkt für die drei Todesmärsche nach Ranau.
Memorial Pavilion1999
Der 1999 eröffnete Pavillon beherbergt dauerhafte Ausstellungen zum POW-Lager und zu den Todesmärschen – in Englisch und Malaiisch. So erfahren Besucher mehr über die Geschichte des Lagers.
Obelisk1999
Eine schwarze Stele auf einem kreisrunden, gepflasterten Platz trägt die Inschrift, die an alle erinnert, die im Lager und auf den Todesmärschen litten und starben. Sie fungiert als symbolischer Mittelpunkt des Parks.
Kontakt
Telefon: 089-275 400