Christ Church, Melaka

Christ Church, Melaka

Melaka

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Christ Church in Melaka ist eine historische anglikanische Kirche, die im 18. Jahrhundert ursprünglich von den Niederländern errichtet wurde. 1753 fertiggestellt, ist sie die älteste noch in Betrieb befindliche protestantische Kirche in Malaysia und wurde zum Gedenken an das hundertjährige Bestehen der niederländischen Eroberung Melakkas von den Portugiesen gebaut. Die Kirche zeigt niederländisch-koloniale Architektur mit einem schlichten rechteckigen Grundriss, hohen Decken mit hölzernen Balken und niederländischen Dachziegeln. Die markante rote Fassade – gemeinsam mit dem nahegelegenen Stadthuys – ist seit dem Anstrich von 1911 zu einem Wahrzeichen der niederländischen Heritage in Melaka geworden. Im Inneren sind die Kirchenböden mit Granitblöcken gepflastert, die ursprünglich als Schiffsballast verwendet wurden; außerdem wurden Grabsteine mit portugiesischen und armenischen Inschriften integriert. Gedenktafeln in mehreren Sprachen geben Einblick in die multikulturelle Geschichte der Siedlung. Das Kirchenläuten stammt aus dem Jahr 1698 und damit aus einer Zeit, die der Errichtung des Gebäudes vorausgeht. Antike Kirchenunterlagen werden im National Archives of Malaysia aufbewahrt. Die Christ Church ist bis heute ein aktiver Ort des Gebets innerhalb des Anglican Diocese of West Malaysia und zugleich ein beliebtes Touristenziel – ein Spiegel von Melakkas kolonialer Vergangenheit.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten zwischen Dienstag und Samstag von 9:00 bis 16:30 Uhr einplanen und dabei die Mittagspause von 13:00 bis 13:30 Uhr beachten. Sonntags finden Gottesdienste um 8:30 Uhr (Englisch) und um 11:00 Uhr (Mandarin) statt; danach ist die Besichtigung bis 16:30 Uhr geöffnet. Tickets muss man in der Regel nicht im Voraus kaufen, aber wer früh kommt, kann oft Menschenmengen vermeiden. Die Kirche ist montags geschlossen. Für das Erkunden des historischen Geländes und der nahegelegenen Attraktionen in Melaka werden bequeme Schuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Kirchenglocke trägt die Jahreszahl 1698 auf, was darauf hinweist, dass sie vor der Fertigstellung der Kirche aus einer früheren Nutzung wiederverwendet wurde.
  • Der Kirchenboden enthält Grabsteine mit portugiesischen und armenischen Inschriften, die als Pflastersteine dienten.
  • Die Gedenktafeln in der Kirche sind auf Niederländisch, Armenisch und Englisch beschriftet und spiegeln so das multikulturelle Erbe der Kolonialzeit in Melaka wider.
  • Die Holzdeckenbalken sind jeweils aus einem einzigen Baum gefertigt und zeigen damit traditionelles Handwerk.
  • Die Böden sind mit Granitblöcken gepflastert, die ursprünglich als Ballast für ankommende Handelsschiffe in Melaka verwendet wurden.

Geschichte

1641

Nach der niederländischen Eroberung Melakkas von den Portugiesen im Jahr 1641 wurde der Katholizismus verboten und bestehende Kirchen auf die Nutzung durch die niederländisch-reformierte Kirche umgestellt.

Die ursprüngliche Hauptpfarrkirche, St.

Paul's Church (Bovenkerk), wurde durch die Christ Church ersetzt.

1741

Der Grundstein wurde 1741 gelegt und 1753 fertiggestellt.

1824

Nachdem die Briten 1824 die Kontrolle übernahmen, wurde die Kirche 1838 unter der Church of England neu geweiht und in Christ Church umbenannt.

1911

Der markante rote Anstrich wurde 1911 aufgebracht und prägte damit die visuelle Identität niederländisch-kolonialer Gebäude in Melaka.

Durch die gesamte Geschichte hindurch hat die Kirche ihre religiöse und kulturelle Bedeutung bewahrt – sie überstand die Veränderungen der kolonialen Herrschaft und ist bis heute ein funktionierender Ort des Gebets.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Holzdecke1753
Niederländische Kolonialbauer

Der zentrale rechteckige Hallenraum der Kirche hat eine hohe Decke, die auf 40 Fuß ansteigt. Überspannt wird sie von Holzbalken, die jeweils aus einem einzigen Baum geschnitzt sind – ein Beispiel für niederländisch-koloniales Handwerk.

2
Kirchenglocke1698

Eine alte Glocke, die mit dem Jahr 1698 beschriftet ist und damit der Kirchenanlage vorausgeht. Das lässt vermuten, dass sie aus einem früheren Gebäude oder für einen anderen Zweck wiederverwendet wurde.

3
Grabsteine im Boden und Gedenktafeln

Der Kirchenboden ist mit Granitblöcken gepflastert, die Grabsteine mit portugiesischen und armenischen Inschriften enthalten. An den Wänden sind Gedenktafeln auf Niederländisch, Armenisch und Englisch angebracht – sie geben einen Einblick in das Leben der kolonialen Bewohner Melakkas.

4
Rote Fassade und Stadthuys1911

Die Kirche und das nahegelegene Stadthuys wurden 1911 rot gestrichen. Dadurch entstand das ikonische Farbschema, das mit den niederländischen Gebäuden im kolonial geprägten Melaka verbunden ist.

Kontakt

Telefon: 06-284 8804