Schwimmende Gärten von Xochimilco

Schwimmende Gärten von Xochimilco

Central-South Mexico Region

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Die schwimmenden Gärten von Xochimilco, bekannt als chinampas, sind eine alte mesoamerikanische Anbaumethode, die im Valle de México (Hochlandtal von Mexiko) entwickelt wurde. Diese künstlichen Inseln entstanden, indem man Schilfrohre zu Wehren verflocht, diese in das Wasser setzte und anschließend Erde und Vegetation darüber schichtete, sodass sich fruchtbare Parzellen auf flachen Seeböden bildeten. Vor allem von den Azteken genutzt, ermöglichten chinampas eine äußerst ertragreiche Landwirtschaft mit mehreren Ernten pro Jahr – getragen von einem ausgeklügelten System aus Entwässerung und Düngung, das nährstoffreichen Seeschlamm wiederverwendete. An den Ecken wurden Bäume wie Weiden (willows) und Zypressen (cypresses) gepflanzt, um die Parzellen zu stabilisieren. Heute stehen diese Gärten für eine einzigartige Kulturlandschaft und landwirtschaftliches Erbe. Die Vereinten Nationen haben sie als „Globally Important Agricultural Heritage System“ ausgezeichnet. Das System zeigt nachhaltige Landwirtschaft und gewährt Einblicke in die agrarischen Innovationen vor der Hispania-Zeit im zentralen Mexiko.

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Tipp: Besuchen Sie die Anlage unter der Woche oder früh am Morgen, um Menschenmengen zu vermeiden und die Atmosphäre in Ruhe genießen zu können. Es wird empfohlen, Bootstouren (trajineras) im Voraus zu buchen, besonders an Wochenenden und Feiertagen. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen und Senioren. Tragen Sie bequeme Schuhe und bringen Sie Sonnenschutz mit. Entdecken Sie außerdem die nahegelegenen Märkte für traditionelle Handwerkswaren und Speisen.

Interessante Fakten

  • Chinampas können jährlich bis zu sieben Ernten hervorbringen – weit mehr als bei typischen Anbauzyklen.
  • Das Wort „chinampa“ bedeutet auf Nahuatl „im Zaun aus Schilfrohr“.
  • Die Vereinten Nationen haben das Chinampa-System 2018 als „Globally Important Agricultural Heritage System“ ausgewiesen.
  • Bäume wie Salix bonplandiana (Weide) und Taxodium mucronatum (Zypresse) wurden an den Ecken der Chinampas gepflanzt, um den Boden zu stabilisieren.
  • Der Boden der Chinampas beherbergt vielfältige Bakteriengemeinschaften, die zur Fruchtbarkeit beitragen.

Geschichte

1100

Chinampas reichen mindestens bis ins Jahr 1100 n.

Chr.

zurück.

Der Nahua-Siedlung Culhuacan werden frühe Bauarbeiten zugeschrieben.

Die Azteken weiteten die chinampa-Landwirtschaft später in großem Maßstab aus und verfeinerten sie, insbesondere nachdem sie Xochimilco und andere südliche Stadtstaaten des Tals erobert hatten.

Das System ernährte dichte Bevölkerungen, indem es bis zu sieben Ernten pro Jahr ermöglichte.

Über Jahrhunderte entwickelte sich die Technik weiter – mit immer ausgefeilterem Wassermanagement und Methoden zur Anreicherung des Bodens.

Trotz Bedrohungen durch die Urbanisierung haben sich die chinampas als lebendige landwirtschaftliche Tradition erhalten und ihre ökologische und kulturelle Bedeutung bis in die moderne Zeit bewahrt.

Ortsführer

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Chinampa-Anbauparzellen1100 CE und später
Nahua-Völker und Azteken

Rechteckige, erhöhte Beete, die über flachem Seewasser angelegt werden. Sie sind mit Schilf verflochten und mit nährstoffreicher Erde sowie Wasserpflanzen geschichtet – ein Beispiel für antike, nachhaltige Landwirtschaft.