
Jummah-Moschee
Port Louis
Die Jummah-Moschee in Port Louis auf Mauritius ist ein bedeutendes religiöses und kulturelles Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert, das auf die 1850er-Jahre zurückgeht. Ursprünglich hieß sie „Mosque of the Arabs“ (Moschee der Araber). Sie wurde von Mitgliedern der lokalen muslimischen Kaufmannsgemeinde gegründet, die eigens Grundstücke erwarben, um die muslimische Gemeinde versorgen zu können. Die Architektur der Moschee ist eine einzigartige Mischung aus indischen, kreolischen, maurischen und Mogul-Einflüssen und spiegelt damit das vielfältige kulturelle Erbe von Mauritius wider. Das ursprüngliche Gebäude war ein kleines Bethaus, das 1853 geweiht wurde und später, zwischen 1878 und 1895, deutlich erweitert wurde, bis es einen ganzen Stadtblock einnahm. Diese Erweiterung wurde von muslimischen Händlern finanziert – zudem durch eine Steuer auf den Getreidehandel. Die Moschee besitzt ein Marmormausoleum für Jamal Shah, einen verehrten Pir aus Kutch, Indien, und hat einen Innenhof mit einem historischen indischen Mandelbaum. Sie ist bis heute ein aktiver Ort des Gottesdienstes und der islamischen Bildung: Eine Madrasa bietet Unterricht zur Qur'an-Memorierung an. Die Moschee ist für die Muslime in Mauritius ein spirituelles Zentrum und Treffpunkt der Gemeinde – geleitet von Geistlichen aus Kenia und Pakistan.
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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, während des Ramadan zu kommen – besonders in der Nacht zum 27., wenn die Abschlusszeremonie der Madrasa zu Laylat al-Qadr stattfindet. Es empfiehlt sich, die Besuchszeiten der Moschee zu prüfen und die Gebetszeiten zu respektieren. Tickets werden nicht benötigt, da die Moschee ein Ort des Gebets ist; Spenden zur Unterstützung der Instandhaltung sind jedoch gern gesehen. Frühbesuche am Morgen oder am späten Nachmittag sind ideal, um der Hitze und den Menschenmengen auszuweichen.
Interessante Fakten
- •Die Moschee beherbergt das Marmormausoleum von Jamal Shah, einem Pir aus Kutch, Indien.
- •Ein indischer Mandelbaum (badamia) im Innenhof ist älter als der Bau der Moschee und bis heute ein markantes Merkmal.
- •Der Ausbau der Moschee wurde teilweise durch eine zweiprozentige Steuer auf den Getreidehandel in Mauritius finanziert.
- •Ursprünglich war die Moschee als „Mosque of the Arabs“ bekannt – ein Name, der auf einem öffentlichen Irrtum über ihre Gründer beruht.
- •Handwerker und Baumaterialien für die Erweiterung der Moschee wurden aus Indien importiert, was die kulturellen Verbindungen unterstreicht.
Geschichte
Die Anfänge der Jummah-Moschee reichen bis 1852 zurück, als muslimische Händler in Port Louis Grundstücke für einen Ort des Gottesdienstes erwarben.
1853 wurde eine kleine Moschee geweiht, zunächst „Mosque of the Arabs“ (Moschee der Araber) genannt.
Aufgrund einer wachsenden muslimischen Bevölkerung wurde die Moschee zwischen 1878 und 1895 erweitert – finanziert durch Spenden aus der Gemeinde und eine Steuer auf den Getreidehandel.
Die Erweiterung übernahm die ursprüngliche Moschee als Hauptraum für das Gebet und führte architektonische Elemente aus maurischen und Mogul-Stilen ein.
Im Laufe der Jahre ist die Moschee ein zentraler religiöser Ort auf Mauritius geblieben und spiegelt die Entwicklung der muslimischen Gemeinschaft auf der Insel wider.
Ortsführer
Hauptraum für das Gebet1853
Die ursprüngliche „Mosque of the Arabs“ wurde in die vergrößerte Jummah-Moschee als Hauptraum für das Gebet integriert – mit Glas-Lüster(n) sowie traditionellen islamischen Stilelementen.
Marmormausoleum von Jamal Shah
Ein Marmormausoleum neben der Moschee beherbergt die sterblichen Überreste von Jamal Shah, einem angesehenen Pir aus Kutch, Indien. Es steht symbolisch für das spirituelle Erbe der Gemeinde.
Innenhof mit indischem Mandelbaum
Der Innenhof der Moschee hat einen historischen indischen Mandelbaum (badamia). Er stand bereits auf dem Gelände, bevor die Moschee gebaut wurde, spendet Schatten und bietet ein einzigartiges natürliches Element für den heiligen Raum.
Kontakt
Telefon: 242 1129