National History Museum (Mahebourg)
Grand Port
Das National History Museum in Mahébourg, das in dem historischen Maison Robillard (auch bekannt als Château Gheude) untergebracht ist, ist eine bedeutende Kultureinrichtung auf Mauritius. Das Museum befindet sich in einer französisch-kreolischen Kolonialvilla aus dem späten 18. Jahrhundert und bietet einen umfassenden Rundgang durch die Geschichte der Insel. Zu den Sammlungen gehören bedeutende Exponate aus der Schlacht von Grand Port (1810) – eine der seltenen Seesiege Napoleons – sowie Ausstellungen zur kolonialen Zeit der Insel. Dazu zählen auch die Französische Ostindien-Kompanie sowie die Geschichte der Sklaverei und ihrer Abschaffung. Besucher können außerdem Schauobjekte zum Alltag entdecken, die verschiedene Epochen widerspiegeln, und den Weg der Insel in die Unabhängigkeit im Jahr 1968. Das Museum veranstaltet zudem zeitweilige Ausstellungen, Konferenzen und Bildungs-Workshops und macht so den Besuch noch abwechslungsreicher. Derzeit ist das Museum vorübergehend geschlossen, da es erhebliche Schäden am Dach gibt; ein Wiedereröffnungstermin wurde noch nicht bekanntgegeben.
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Tipp: Besucher sollten vor der Planung eines Besuchs die offizielle Website des Museums prüfen oder telefonisch nachfragen, da es vorübergehend wegen Dachreparaturen geschlossen ist. Wenn geöffnet, machen geführte Touren und Bildungs-Workshops das Erlebnis besonders. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der Trockenzeit auf Mauritius (Mai bis Dezember) für angenehmes Wetter. Für Gruppen oder besondere Veranstaltungen wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Die hier ausgestellte Schlacht von Grand Port (1810) ist die einzige Seeschlacht, die von napoleonscher Frankreich gegen die Briten gewonnen wurde.
- •Maison Robillard ist ein seltenes Beispiel für französisch-kreolische Kolonialarchitektur auf Mauritius aus dem 18. Jahrhundert.
- •Das Museum beherbergt Fundstücke zur Französischen Ostindien-Kompanie sowie zur Abschaffung der Sklaverei auf der Insel.
Geschichte
Das Museum ist im Maison Robillard untergebracht, das im späten 18.
Jahrhundert von der einflussreichen Familie Robillard erbaut wurde und die kreolisch-koloniale Architektur besonders gut veranschaulicht.
Seit 1950 als Museum eingerichtet, gehört es zu den ältesten Museen der Insel.
Im Laufe der Zeit hat es die koloniale Geschichte von Mauritius bewahrt und gezeigt – ebenso das maritimes Erbe und den Weg in die Unabhängigkeit.
Das Gebäude selbst spiegelt die koloniale Vergangenheit der Insel wider und wurde durch Erhaltungsmaßnahmen unterstützt, um seine historische Substanz zu bewahren.
Ortsführer
Maison Robillard (Château Gheude)Late 18th century
Die koloniale Kreolen-Villa, in der das Museum untergebracht ist, mit typischen architektonischen Elementen wie breiten Veranden und geneigten Dächern aus regionalen Materialien. Sie steht sinnbildlich für den französischen Kolonialstil des 18. Jahrhunderts.
Battle of Grand Port Exhibition1810
Eine dauerhafte Ausstellung, die der Seeschlacht zwischen französischen und britischen Truppen im Jahr 1810 gewidmet ist. Sie zeigt den seltenen französischen Sieg während der Napoleonischen Kriege mit Exponaten, Karten und Modellen.
Colonial History Gallery18th-19th centuries
Ausstellungen mit Fundstücken und Dokumenten aus der Zeit der Französischen Ostindien-Kompanie. Darunter befinden sich auch Gegenstände im Zusammenhang mit der Sklaverei und ihrer Abschaffung, die die komplexe koloniale Vergangenheit von Mauritius veranschaulichen.
Daily Life Collection
Eine Sammlung, die Möbel, Kleidung und Werkzeuge zeigt, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern von Mauritius in verschiedenen historischen Zeiträumen genutzt wurden. Sie gibt Einblicke in das Alltagsleben auf der Insel.
Independence Movement Section1968
Ausstellungen rund um den Kampf von Mauritius und die schließlich errungene Unabhängigkeit im Jahr 1968. Zu sehen sind politische Dokumente, Fotografien und Andenken von wichtigen gesellschaftlichen Bewegungen.
Kontakt
Telefon: 631 9329