
Nationalpark Bras d’Eau
Flacq
Der Nationalpark Bras d’Eau liegt im Nordosten von Mauritius nahe Poste Lafayette, umfasst rund 497 Hektar und ist einer von drei Nationalparks der Insel. Er wurde 2011 gegründet und bewahrt seltene Überreste der ursprünglichen mauritischen Urwälder – mitten in kommerziellen Baumplantagen mit fremden Baumarten wie Westindischer Mahagoni (West Indian Mahogany) und Eukalyptus. Der Park ist außerdem Lebensraum für stark gefährdete endemische Pflanzen wie zwei Arten von Riesenebenholz-Bäumen (Diospyros melanida und Diospyros egrettarum), seltene Farne und Orchideen. Zudem bietet er mehreren endemischen Vogelarten eine Zuflucht, darunter der Mascarene-Glanzbrillenvogel (Mascarene paradise flycatcher), der Mauritius-Kuckucksfliegenschnäpper (Mauritius cuckooshrike) und der Mauritius-Grau-Weißauge (Mauritius grey white-eye). Der Park hat vier kleine Seen, die mares heißen; der Mare Sarcelle ist der größte und beherbergt Mangrovenarten sowie Zugvögel. Besucher können zwei markierte Wege erkunden: den 6,6 km langen Mare-Sarcelle-Weg und die Runde Coq de Bois, wo der schwer zu beobachtende Paradise-Flycatcher gesichtet werden kann. Außerdem gibt es im Park Ruinen einer etwa 200 Jahre alten Zuckerfabrik und einer Kalkbrennerei – und damit neben der Natur auch historischen Mehrwert. Verwaltet vom Mauritian National Parks and Conservation Service, bietet Bras d’Eau eine ruhigere Alternative zum bekannteren Black River Gorges National Park – ideal für Naturliebhaber, die sich nach entspanntem Erleben von artenreicher Biodiversität und Kulturerbe sehnen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Nationalpark Bras d’Eau sind die kühleren, trockeneren Monate, damit das Wandern angenehm ist. Besuchern wird empfohlen, am Besucherzentrum zu starten, um die gut markierten Wege zu erreichen – besonders den längeren Mare-Sarcelle-Weg. Der Eintritt ist zwar frei, aber es wird empfohlen, die offizielle Website für eventuelle Updates oder Angebote für geführte Touren zu prüfen. Es ist ratsam, Insektenschutzmittel und Wasser mitzunehmen. Die ruhige Atmosphäre bedeutet weniger Menschenmengen – das steigert die Chancen, seltene endemische Vögel zu entdecken und historische Ruinen zu erkunden. Eine Vorausbuchung ist nicht nötig, dennoch sollten Besucher die Regeln des Parks einhalten, um das fragile Ökosystem zu schützen.
Interessante Fakten
- •Der Nationalpark Bras d’Eau hat vier kleine Seen namens mares, von denen jeder einzigartige ökologische Besonderheiten besitzt.
- •Der Mare Sarcelle ist Heimat von zwei Mangrovenarten und drei Zugvogelarten, darunter der Pfuhlschnepfe (Whimbrel) und der Streifenschnabelreiher (Striated heron).
- •Im Park haben sich zwei Arten großer mauritischer Ebenholz-Bäume (Diospyros melanida und Diospyros egrettarum) erhalten.
- •Der Park umfasst historische Ruinen einer Zuckerfabrik und einer Kalkbrennerei, die auf etwa 200 Jahre zurückgehen.
- •Bras d’Eau ist deutlich ruhiger und wird weniger besucht als der bekanntere Black River Gorges National Park auf Mauritius.
Geschichte
Der Nationalpark Bras d’Eau wurde offiziell am 25.
Oktober 2011 als zweiter landbasierter Nationalpark von Mauritius unter dem Wildlife and National Parks Act von 1993 gegründet.
Der Name der Gegend leitet sich von der armartigen Form eines sich landeinwärts erstreckenden gewundenen Gewässers ab, das zwischen Belcourt Bay und Point Radeau liegt.
Historisch wurden die ursprünglichen indigenen Wälder weitgehend zerstört und durch kommerzielle Forstplantagen ersetzt.
Dennoch überlebten in kleinen Restflächen Spuren der ursprünglichen Artenvielfalt – darunter seltene endemische Arten –, was Naturschutzbemühungen nach sich zog.
Der Park enthält außerdem historische Ruinen aus etwa 200 Jahren, darunter eine Zuckerfabrik und eine Kalkbrennerei, die an die koloniale Plantagenvergangenheit der Insel erinnern.
Ortsführer
Mare-Sarcelle-Weg
Ein 6,6 km langer Weg, der vom Besucherzentrum aus zum Mare Sarcelle führt – dem größten See im Park. Er bietet Mangroven-Ökosysteme und die Möglichkeit, Zugvögel zu beobachten.
Runde Coq de Bois
Eine Rundtour, die den Mare-Sarcelle-Weg kreuzt. Der Name geht auf den in Mauritius „Coq de bois“ genannten Paradise-Flycatcher zurück, den Besucher an dieser Stelle – mit etwas Glück – als seltenen endemischen Vogel entdecken können.
Historische Ruinencirca early 19th century
Ruinen einer etwa 200 Jahre alten Zuckerfabrik und einer Kalkbrennerei im Wald, die die koloniale Plantagengeschichte der Insel widerspiegeln.
Besucherzentrum und Picknickplatz
Das Besucherzentrum ist der Ausgangspunkt für die Wege und bietet Informationen. Innerhalb des Waldes gibt es einen Picknickplatz mit Holztischen zum Ausruhen und für eine kleine Erfrischung.
Kontakt
Telefon: 410 0413