Bahnhof von Nouadhibou (Eisenbahnachse für Erz-Züge)
Dakhlet Nouâdhibou
Der Bahnhof von Nouadhibou ist das Endziel der einzigen Eisenbahnlinie Mauritaniens. Sie transportiert vor allem Eisenerz von den Bergbaugebieten nahe Fdérik und Zouérat, die bis zu 704 Kilometer landeinwärts liegen. Besonders hervorzuheben sind die extrem langen Güterzüge: Sie gelten angeblich zu den längsten der Welt und können bis zu 3 Kilometer lang sein. Der Bahnhof liegt nahe Nouadhibou, der zweitgrößten Stadt des Landes, einem wichtigen Handelszentrum auf der Halbinsel Ras Nouadhibou. Die Bahn unterstützt nicht nur die Eisenerzindustrie, die den größten Wirtschaftsbereich in Nouadhibou ausmacht, sondern befördert auch Passagiere und ist mit der Stadt Choum verbunden. Bahnhof und Eisenbahn sind ein zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Infrastruktur Mauritaniens: Sie verbinden die Bergbaugebiete im Landesinneren mit der Atlantikküste für den Export. Die Umgebung des Bahnhofs ist historisch bedeutsam: Nouadhibou selbst war vor der Unabhängigkeit Mauritaniens im Jahr 1960 als kolonialer Fischereihafen unter portugiesischer, niederländischer und französischer Kontrolle. Die Bahn und der Bahnhof stehen beispielhaft für das industrielle Erbe der Region und für ihre anhaltende Bedeutung in der Wirtschaft Mauritaniens.
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Tipp: Wer das Eisenbahnerlebnis erleben möchte, sollte in den kühleren Monaten kommen, um der intensiven Wüstenhitze zu entgehen. Obwohl die Bahn vor allem Güterverkehr abwickelt, gibt es auch einen Personenverkehr – daher die Fahrpläne im Voraus prüfen. Es empfiehlt sich, Tickets rechtzeitig im Voraus zu kaufen. Die Umgebung des Bahnhofs ist industriell geprägt: Besucher sollten ihre Anreise entsprechend planen und die Sicherheitsvorschriften rund um den Güterbetrieb unbedingt beachten.
Interessante Fakten
- •Die von Nouadhibou aus verkehrenden Güterzüge können bis zu 3 Kilometer lang sein und gehören damit zu den längsten der Welt.
- •Nouadhibou liegt auf der Halbinsel Ras Nouadhibou, die auch als Cap Blanc oder Cabo Blanco bekannt ist, nahe der Grenze zur Westsahara.
- •Die Erzbahn verbindet Nouadhibou mit Bergbaustädten bis zu 704 Kilometer landeinwärts, etwa Zouérat und Fdérik.
Geschichte
Der Bahnhof von Nouadhibou wurde im Rahmen der einzigen Eisenbahnlinie Mauritaniens eingerichtet.
Sie wurde gebaut, um Eisenerz aus Minen nahe Fdérik und Zouérat zur Hafenstadt zu transportieren.
Die Bahnstrecke ist seit der Mitte des 20.
Jahrhunderts in Betrieb und ist für ihre außergewöhnlich langen Güterzüge bekannt, von denen einige bis zu 3 Kilometer lang sind.
Nouadhibou selbst entstand zunächst als kleiner Fischereihafen und durchlief mehrere koloniale Verwaltungen, bevor es 1960 die Unabhängigkeit Mauritaniens erreichte.
Danach wurde der Ort von Port-Étienne in Nouadhibou umbenannt.
Die Entwicklung des Bahnhofs spiegelt das Wachstum der Stadt zu einem bedeutenden Handels- und Industriezentrum wider – insbesondere in der Eiseneserzverarbeitung und im Export.
Ortsführer
Bahnhof von Nouadhibou
Der wichtigste Endbahnhof der Erzbahn Mauritaniens mit Bahnsteigen für den Personenverkehr sowie Bereichen zum Beladen der Güter. Der Bahnhof ist ein bedeutendes industrielles Zentrum, das den Export von Eisenerz unterstützt.
Erz-Güterzüge
Diese Güterzüge gehören zu den längsten der Welt. Sie transportieren riesige Mengen Eisenerz von den Bergbauanlagen im Landesinneren zum Hafen für den Export. Ihre Länge kann bis zu 3 Kilometer erreichen.