
Fort-de-France-Kathedrale
Martinique
Die St.-Louis-Kathedrale, mitten in Fort-de-France auf Martinique gelegen, ist eine katholische Kathedrale aus dem späten 19. Jahrhundert im Stil des Neo-Romanischen mit Elementen der Neugotik. Das heutige Gebäude, 1895 fertiggestellt, ist die siebte Kirche an diesem Standort. Sie wurde mit einem Eisenrahmen neu errichtet, um den häufigen Naturkatastrophen standzuhalten, die die Gegend in der Vergangenheit immer wieder schwer getroffen haben – darunter Brände, Erdbeben und Hurrikane. Der Entwurf stammt vom Architekten Pierre-Henri Picq. Zu sehen sind ein 57 Meter hoher Glockenturm, filigrane Strebebögen und eine Außenfassade, die von Eisenbalken getragen wird – deshalb trägt die Kathedrale den Spitznamen „Iron Cathedral“. Im Inneren können Besucher eine prachtvolle Orgel, verzierte Wände, Glasfenster und ein eiserner Balustradenabschluss bewundern. Unter der Empore befindet sich eine Krypta mit den Gräbern mehrerer ehemaliger Gouverneure von Martinique. Die Kathedrale ist ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen in Fort-de-France und wird oft als „religiöses Schmuckstück“ der Insel beschrieben. Sie liegt nahe dem Park La Savane und gegenüber dem US-Konsulat; flankiert wird sie von Königspalmen im angrenzenden Platz.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der St.-Louis-Kathedrale ist unter der Woche am Morgen, um Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhige Atmosphäre zu genießen. Besucher werden ermutigt, die offizielle Website der Kathedrale zu prüfen oder die Pfarrei zu kontaktieren, um Informationen zu Gottesdienstzeiten und besonderen Veranstaltungen zu erhalten. Der Eintritt ist in der Regel kostenlos, Spenden sind jedoch willkommen. Eine vorherige Buchung ist normalerweise nicht erforderlich, aber geführte Touren können über lokale Tourismusbüros angeboten werden. Tragen Sie bequeme Schuhe, um das umliegende Stadtzentrum und den nahegelegenen Park La Savane zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale trägt den Spitznamen „Iron Cathedral“, da sie mit einem eisernen Tragwerk gebaut ist – eine Seltenheit für Kirchen dieser Zeit in der Karibik.
- •Der 57 Meter hohe Glockenturm ist ein markantes Element der Skyline von Fort-de-France.
- •In der Kathedrale gibt es eine Krypta mit Gräbern mehrerer ehemaliger Gouverneure von Martinique.
- •Die Kathedrale wurde mehrfach neu aufgebaut, weil Naturkatastrophen große Zerstörungen verursachten – sie ist dadurch die siebte Kirche an diesem Standort.
- •Architektonisch wurde sie mit einem „katholischen Bahnhof“ verglichen, weil ihr Eisenrahmen sichtbar in Erscheinung tritt.
Geschichte
Der Standort der St.-Louis-Kathedrale wurde seit der ersten Kirche, die 1657 errichtet wurde, von insgesamt sieben aufeinanderfolgenden Kirchen genutzt.
Jede Vorgängerkirche wurde durch Naturkatastrophen zerstört – darunter Brände, Erdbeben und Hurrikane –, die Fort-de-France immer wieder heimsuchten.
Die vorherige Kathedrale ging im Juli 1890 bei einem verheerenden Brand verloren, der weite Teile der Stadt zerstörte.
Die heutige Kathedrale wurde 1895 errichtet.
Dafür wurde ein innovativer Eisenrahmen konstruiert, entworfen von Pierre-Henri Picq, der solche Katastrophen besser abwehren sollte.
In den 1970er-Jahren erhielt die Kathedrale umfangreiche Restaurierungen, darunter ein Neuanstrich der Außenfassade, der 1978 abgeschlossen wurde.
So blieb ihre architektonische und historische Bedeutung erhalten.
Ortsführer
Kathedralenfassade und Glockenturm1895
Die Fassade zeigt Rundbögen im Stil des Neo-Romanischen sowie filigrane Strebebögen der Neugotik, die das Gebäude tragen. Der Glockenturm ragt 57 Meter über die Stadt hinaus und ist damit von vielen Stellen in Fort-de-France aus gut zu erkennen.
Innenraum, Seitenschiff und Orgel1895
Im Inneren verfügt die Kathedrale über eine prachtvolle Orgel, verzierte Wände und wunderschöne Glasfenster, die das Seitenschiff mit farbigem Licht in Szene setzen. Die eiserne Balustrade unterstreicht den besonderen Charme der Architektur aus der Industriezeit.
Krypta unter der Chor-Empore
Die Krypta beherbergt die Gräber mehrerer früherer Gouverneure von Martinique. So erhalten Besucher spannende Einblicke in die koloniale Vergangenheit der Insel und ihre Form der politischen Herrschaft.
Kontakt
Telefon: 0596 60 59 00