
Gandan-Kloster
Ulaanbaatar
Das Gandan-Kloster, offiziell bekannt als Gandantegchinlen-Kloster, ist ein bedeutendes buddhistisches Kloster im Stadtteil Bayangol in Ulaanbaatar, Mongolei. Gegründet 1809, ist es zum spirituellen Zentrum des mongolischen Buddhismus geworden – besonders nachdem es die religiösen Verfolgungen in der Zeit der Sowjets überstanden hat, die zur Schließung vieler anderer Klöster führten. Das Klosterensemble vereint die traditionelle mongolisch-buddhistische Architektur mit mehreren bemerkenswerten Tempeln, darunter der Megzed-Janraiseg-Tempel. Er beherbergt eine prächtige 26,5 Meter hohe, vergoldete Bronzestatue des Avalokiteśvara, die mit kostbaren Steinen geschmückt ist. Das Gandan-Kloster hat mehr als 100 ansässige Mönche und bewahrt eine umfangreiche Sammlung buddhistischer Manuskripte und Schätze auf – darunter seltene Texte, die in kostbaren Materialien wie Gold und Lapislazuli verfasst wurden. Trotz der städtischen Entwicklung in seiner Umgebung bewahren die Klostergelände eine traditionelle Atmosphäre: In der Nähe leben die Mönche in Jurten. Das Kloster ist bis heute ein wichtiges religiöses, kulturelles und historisches Wahrzeichen und zieht sowohl Pilger als auch Touristen an, die das buddhistische Erbe der Mongolei erleben möchten.
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Tipp: Besucher sollten das Gandan-Kloster am besten in den Morgenstunden besuchen, um die Gebete und Rituale der Mönche zu beobachten. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Angelehnte, schlichte Kleidung wird aus Respekt vor religiösen Gepflogenheiten gern gesehen. Fotografieren ist in der Regel erlaubt, sollte aber diskret erfolgen – besonders in den Tempeln. Das Kloster bietet interessante Einblicke in Kultur und eine ruhige Umgebung und eignet sich daher hervorragend für einen besinnlichen Besuch. Ermäßigungen können für Studierende oder Gruppen verfügbar sein; bitte vor der Anreise vor Ort prüfen.
Interessante Fakten
- •Der Name des Klosters bedeutet „vollständiges Freuen“ und leitet sich vom Ganden-Kloster in Tibet ab.
- •Die Avalokiteśvara-Statue im Gandan ist 26,5 Meter hoch und aus vergoldeter Bronze gefertigt, mit über 2.100 Edelsteinen.
- •Das Gandan-Kloster war in der Sowjetzeit von 1944 bis 1989 das einzige aktive Kloster in der Mongolei.
- •Das Kloster beherbergt über 70.000 buddhistische Manuskripte und Holztafeldrucke, darunter Texte, die mit neun kostbaren Materialien wie Gold und Lapislazuli verfasst wurden.
- •Die ursprüngliche Avalokiteśvara-Statue wurde während der sowjetischen anti-religiösen Kampagnen zerstört, und es wird angenommen, dass sie in Moskau eingeschmolzen wurde.
Geschichte
Das Gandan-Kloster wurde 1809 gegründet, zunächst als Teil eines buddhistischen Bildungszentrums, das vom zweiten Jebtsundamba Khutuktu im frühen 18.
Jahrhundert ins Leben gerufen wurde.
In den 19.
und frühen 20.
Jahrhunderten wuchs es mit mehreren Tempeln, darunter der bedeutende Megzed-Janraiseg-Tempel, der 1913 fertiggestellt wurde.
1939 wurde das Kloster im Zuge der stalinistischen anti-religiösen Säuberungen geschlossen; viele seiner Gebäude wurden zerstört und die ikonische Avalokiteśvara-Statue demontiert.
1944 wurde es unter sowjetischem Einfluss wiedereröffnet – als einziges aktives Kloster der Mongolei.
Nach dem demokratischen Übergang der Mongolei 1990 wurde das Gandan-Kloster renoviert und erweitert und damit seine kulturelle und religiöse Bedeutung wiederhergestellt.
Ortsführer
Megzed-Janraiseg-Tempel1913
Dieser Tempel ist das höchste Gebäude eines Klosters in der Mongolei und wurde 1913 fertiggestellt. Er beherbergt die beeindruckende 26,5 Meter hohe Statue des Avalokiteśvara – ein Symbol für Mitgefühl und Barmherzigkeit – aus vergoldeter Bronze, die mit kostbaren Steinen verziert ist.
Avalokiteśvara-Statue1996
Die 26,5 Meter hohe, vergoldete Bronzestatue stellt den Bodhisattva des Mitgefühls dar und ist ein zentrales religiöses Wahrzeichen im Gandan. Die heutige Statue wurde 1996 gewidmet und nach der ursprünglichen, zerstörten Statue modelliert.
Klosteranlage und Jurten
Trotz der städtischen Umgebung bewahrt die unmittelbare Umgebung des Klosters traditionelle Jurten, die von Mönchen bewohnt werden – und so entsteht eine einzigartige Mischung aus mongolischer Nomadenkultur und Buddhismus.
Kontakt
Telefon: 011 36 0354