
Botataung-Pagode
Yangon
Die Botataung-Pagode liegt im Zentrum von Yangon nahe dem Yangon River und ist eine bedeutende buddhistische Stätte, von der man glaubt, dass sie über 2.500 Jahre alt ist. Ursprünglich wurde sie von den Mon errichtet. Die Pagode ist innen auf einzigartige Weise hohl: Ein spiegelnder, mazeartig verwinkelter Rundgang führt zu vielen antiken Relikten und Fundstücken, die in der ursprünglichen Bausubstanz versiegelt sind. Der Überlieferung nach wurde sie nach den tausend Offizieren benannt, die die heiligen Buddha-Relikte bewachten, welche aus Indien hierher gebracht und verehrt wurden. Die ursprüngliche Pagode wurde 1943 im Zweiten Weltkrieg durch alliiertes Bombardement zerstört, aber ab dem Tag wieder aufgebaut, an dem Myanmar 1948 die Unabhängigkeit erlangte. Bei den Wiederaufbauarbeiten wurde eine wichtige Reliquienkammer freigelegt: mit einem steinernen, pagodenförmigen Sarg, Edelsteinen sowie zahlreichen Gold-, Silber- und Terrakottafiguren, die buddhistische Szenen darstellen. In verschachtelten steinernen Särgen befanden sich eine kleine goldene Pagode und ein winziger goldener Zylinder, in dem zwei Körperrelikte und ein heiliges Haar des Buddha aufbewahrt waren. So wurde der Ort zu einer Stätte tiefer religiöser Bedeutung. Die heutige Anlage ist 131 Fuß 8 Zoll hoch und steht auf einem 96 mal 96 Fuß großen Sockel – eine Verbindung aus historischer Verehrung und architektonischer Besonderheit. Besucher können den Innenkorridor erkunden, der mit Glasvitrinen gesäumt ist und diese kostbaren Relikte zeigt. Das bietet ein seltenes spirituelles und kulturelles Erlebnis.
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Tipp: Besuchen Sie ihn früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhige Atmosphäre zu erleben. Tickets können vor Ort gekauft werden; erkundigen Sie sich nach möglichen Rabatten oder geführten Touren. Die Pagode ist täglich zugänglich, und der Rundgang im hohlen Inneren ist ein besonderes Highlight. Fotografieren im Inneren kann eingeschränkt sein – fragen Sie daher vor Ort nach. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da man durch den mazeartig verwinkelten Korridor läuft.
Interessante Fakten
- •Die Pagode ist innen hohl und besitzt einen spiegelnden Korridor, in dem antike Relikte und Artefakte ausgestellt sind.
- •Eine während des Wiederaufbaus entdeckte Reliquienkammer enthielt über siebenhundert Bilder aus Gold, Silber, Messing und Stein.
- •In verschachtelten steinernen Särgen befanden sich Edelsteine und ein winziger goldener Zylinder mit zwei Körperrelikten und einem heiligen Haar von Gautama Buddha.
- •Die gefundenen antiken Terrakotta-Reliefs zeigen buddhistische Szenen und tragen Inschriften in einer Schrift, die nahe an der antiken Brahmani-Schrift liegt – das verbindet die Pagode mit den Mon.
- •Die Pagode wurde 1943 im Zweiten Weltkrieg durch alliiertes Bombardement zerstört und ab dem Unabhängigkeitstag Myanmars 1948 wieder aufgebaut.
Geschichte
Die Botataung-Pagode wurde ursprünglich vor über 2.500 Jahren von den Mon errichtet – ungefähr zur gleichen Zeit wie die Shwedagon-Pagode.
Ihr Name erinnert an die tausend militärischen Offiziere, die die dort verehrten Buddha-Relikte bewachten.
Die Pagode wurde 1943 bei den Bombardements im Zweiten Weltkrieg zerstört und lag bis zum Beginn des Wiederaufbaus am 4.
Januar 1948, dem Tag, an dem Myanmar unabhängig wurde, in Ruinen.
Ausgrabungen während des Wiederaufbaus legten eine Reliquienkammer frei, die zahlreiche Schätze enthielt, darunter einen steinernen Sarg in Pagodenform und heilige Relikte.
Die neue Pagode wurde mit einem markanten Hohl-Design fertiggestellt, das diese Relikte für die öffentliche Besichtigung beherbergt.
Ortsführer
Spiegelndes Hohl-KorridorPost-1948 reconstruction
Ein einzigartiger Innenrundgang mit Spiegeln und Glasschaukasten, in denen antike Relikte, Artefakte und Abbildungen aus der Reliquienkammer der ursprünglichen Pagode präsentiert werden – für ein nachdenkliches spirituelles Erlebnis.
Reliktreliquienkammer-FundeDiscovered 1948
Die bei den Wiederaufbauarbeiten freigelegte Reliquienkammer enthielt einen steinernen Sarg in Pagodenform, Terrakotta-Reliefs mit buddhistischen Szenen, Edelsteine, Gold- und Silberabbildungen sowie einen winzigen goldenen Zylinder mit heiligen Buddha-Relikten.