
Nationalmuseum von Myanmar
Yangon
Das Nationalmuseum von Myanmar liegt in Dagon, Yangon, und ist eine der führenden Einrichtungen, die burmesische Kunst, Geschichte und Kultur bewahren und ausstellen. Das 1952 gegründete Museum erstreckt sich über fünf Stockwerke und beherbergt mehr als 4.000 museale Dauerobjekte: darunter antike Fundstücke, Schmuckornamente, Inschriften und historische Andenken. Das bekannteste Exponat ist der originale Löwenthron, der vom letzten burmesischen Monarchen, König Thibaw, verwendet wurde. Die 14 Ausstellungsbereiche decken vielfältige Themen ab – von burmesischer Epigraphik und Kalligraphie über das Leben auf dem Land bis hin zu Künsten, darstellender Kunst, ethnischer Kultur und Buddha-Darstellungen aus unterschiedlichen historischen Epochen. Besucher können sich Exponate von prähistorischen Fossilien und Zeichnungen aus der Steinzeit bis hin zu königlichen Insignien und traditionellen Musikinstrumenten ansehen. Das Museum bewahrt nicht nur das reiche kulturelle Erbe Myanmars, sondern vermittelt auch spannende Einblicke in die Entwicklung der burmesischen Zivilisation – dank seiner umfangreichen Sammlungen und Ausstellungsbereiche.
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Tipp: Das Museum ist täglich von 9:30 bis 16:30 Uhr geöffnet – mit Ausnahme von Montagen und gesetzlichen Feiertagen. Am Vormittag hinzugehen ist empfehlenswert, um Menschenmengen zu vermeiden und alle 14 Ausstellungsbereiche in Ruhe zu entdecken. Es ist ratsam, die Tickets im Voraus zu buchen, besonders in der Hochsaison. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Die Fotoregeln sollten Sie direkt am Eingang prüfen.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt den einzigen noch erhaltenen originalen Löwenthron der burmesischen Monarchen, der von König Thibaw genutzt wurde.
- •Es gibt eine Nachbildung der Padah-Lin Caves mit Steinzeitzeichnungen, die rund 10.000 Jahre alt sind.
- •Die Abteilung Naturgeschichte enthält ein anthropoides Primatenfossil, das 40 Millionen Jahre alt ist und in Obermyanmar entdeckt wurde.
- •Die Abteilung Royal Regalia umfasst 141 königliche Objekte aus der Konbaung-Dynastie, die vom Indian Museum in Kolkata zurückgebracht wurden.
Geschichte
Das Nationalmuseum von Myanmar wurde ursprünglich im Juni 1952 im Jubilee Hall in Yangon eröffnet.
1957 wurde der Royal Lion Throne dorthin zur öffentlichen Ausstellung gebracht.
1968 zog das Museum in ein größeres Gebäude in der Pansodan Street um und eröffnete 1970 erneut.
1996 wechselte es an seinen heutigen fünfstöckigen Standort in Dagon, Yangon, wo es bis heute als wichtigste Sammlung zur Bewahrung des burmesischen Kulturerbes dient.
Ortsführer
Saal für burmesische Epigraphik und Kalligraphie
Dieser Saal im Erdgeschoss zeigt die Ursprünge und die Entwicklung der burmesischen Schrift im Zusammenspiel mit anderen alten und ethnischen Schriftsystemen – und macht so das sprachliche Erbe Myanmars sichtbar.
Kultursaal
Hier werden traditionelle burmesische Exponate aus dem Leben auf dem Land gezeigt – darunter ein Ochsenkarren, die Opfer-/Gabenschale eines Mönchs, die mit Halbedelsteinen verziert ist, sowie antike persönliche Schmuckstücke.
Saalkunst
Der Ausstellungsbereich deckt die Kunstgeschichte in Burma ab – von Höhlenmalereien aus der Steinzeit bis zu zeitgenössischen Werken. Zu sehen sind außerdem Stücke aus den Epochen Bagan, Innwa, Taungoo, Konbaung und Yadanabon sowie wechselnde Sonderausstellungen.
Saal der darstellenden Künste
Zu sehen sind traditionelle Musikinstrumente und ein burmesisches Orchester (saingwaing) – außerdem Marionetten, die in klassischen Dramen und Opern verwendet werden.
Saal für ethnische Kultur
Dieser Bereich präsentiert nationale Trachten und traditionelle Kunsthandwerke aus den vielfältigen ethnischen Gruppen Myanmars und betont die kulturelle Vielfalt.
Saal der Buddha-Bilder
Ausgestellt sind Buddha-Darstellungen vom Zeitraum der Pyu bis in die Moderne – als anschauliches Beispiel für die Entwicklung der religiösen Kunst.
Naturgeschichtlicher Saal
Mit Fossilien wie einem 40 Millionen Jahre alten anthropoiden Primatenfossil, das in Pondaung in Obermyanmar gefunden wurde.
Saal aus der Vorgeschichte
Enthält eine Nachbildung der Padah-Lin Caves mit alten Zeichnungen aus der Steinzeit sowie Stein- und Bronzewaffen und Fundstücke aus den Ausgrabungen der Pyu-Zeit.
Saal zur burmesischen Geschichte
Hier werden Pagoden, Tempel, Wandmalereien und Weihplatten aus den Epochen von Bagan bis Konbaung gezeigt – und damit das religiöse und historische Erbe veranschaulicht.
Saal der königlichen Insignien (Royal Regalia)
Präsentiert prächtig verzierte königliche Gegenstände, die bei Zeremonien antiker burmesischer Könige verwendet wurden – darunter 141 Objekte aus der Konbaung-Dynastie.
Thronsaal
Beherbergt Miniaturmodelle von acht Arten antiker burmesischer Throne sowie den originalen Royal Lion Throne von König Thibaw, der im Hluttaw Hall verwendet wird.
Ausstellungsbereich aus der Yadanabon-Periode
Zu sehen sind Kleidung, Möbel und Haushaltsgegenstände aus der Yadanabon-Periode – darunter auch eine von König Thibaw genutzte Trage (Palanquin) für seinen Oberabt.
Kontakt
Telefon: 01 378 652