
Hpaung Daw U Pagoda
Shan
Die Phaung Daw U Pagoda ist ein bedeutendes buddhistisches Heiligtum im Dorf Ywama am Inle-See im Shan-Staat, Myanmar. Sie beherbergt fünf kleine, vergoldete Buddha-Bildnisse, die so umfassend mit Blattgold bedeckt sind, dass ihre ursprünglichen Formen kaum noch zu erkennen sind. Diese Abbildungen, von denen man glaubt, dass sie von König Alaungsithu aus der Pagan-Dynastie des 12. Jahrhunderts nach hier gebracht wurden, zählen zu den am meisten verehrten Reliquien der Region. Jedes Jahr, während des burmesischen Monats Thadingyut (September bis Oktober), veranstaltet die Pagode ein 18-tägiges Fest, bei dem vier dieser Bilder auf eine königliche Barke gesetzt werden, die wie ein HinthA (hintha) Vogel geformt ist, und dann um den See gefahren werden. Die Prozession ist ein spektakuläres Ereignis: Bootsführer mit langen Ruderbewegungen ziehen die Barke und die Begleitboote, während an verschiedenen Dörfern angelegt wird, wo die Bilder über Nacht untergebracht sind. Das Fest gipfelt in der Stadt Nyaung Shwe und zieht Pilger an, die ihre Verehrung darbringen. Bemerkenswert ist, dass die Treuhänder der Pagode die Anwendung von Blattgold auf den Statuen kürzlich verboten haben, weil deren Gewicht zunimmt. Die kulturelle und spirituelle Bedeutung der Pagode – kombiniert mit ihrem einzigartigen Fest – macht sie zu einem unverzichtbaren Ziel für Besucher, die sich für Myanmars religiöse Traditionen und das Leben am See interessieren.
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Tipp: Besuchen Sie die Thadingyut-Festzeit (September bis Oktober), um die einzigartige königliche Prozession auf der Barke zu erleben. Kaufen Sie Tickets oder schließen Sie sich Touren im Voraus an, da das Fest viele Pilger anzieht. Beachten Sie, dass traditionell nur Männer Blattgold auftragen durften, diese Praxis jedoch wegen des Gewichts der Statuen ausgesetzt wurde. Ein Besuch früh am Morgen sorgt für ein ruhigeres Erlebnis. Respektieren Sie die lokalen Sitten, besonders im Bereich der heiligen Bildnisse.
Interessante Fakten
- •Die fünf Buddha-Bildnisse sind so stark mit Blattgold bedeckt, dass ihre ursprünglichen Formen nicht mehr sichtbar sind.
- •Die während des Festes verwendete königliche Barke ist als hintha-Vogel gestaltet – eine mythische Kreatur in der burmesischen Kultur.
- •In den 1960er-Jahren kenterte die Barke, die die Bildnisse trug, bei hohen Wellen, und man glaubte, eines der Bildnisse sei nach dem Verlust im See auf wundersame Weise zum Kloster zurückgekehrt.
- •Traditionell durften nur Männer Blattgold auf die Statuen auftragen; diese Praxis ist mittlerweile verboten, um die Unversehrtheit der Statuen zu schützen.
Geschichte
Die Buddha-Bildnisse in der Phaung Daw U Pagoda sollen im 12.
Jahrhundert von König Alaungsithu aus der Pagan-Dynastie zum Inle-See gebracht worden sein.
Über Jahrhunderte sind die Bilder immer stärker mit Blattgold vergoldet worden, sodass man in den letzten Jahren Einschränkungen eingeführt hat, um ein weiteres Auftragen wegen des Gewichts zu verhindern.
Das jährliche Pagodenfest, das 18 Tage dauert, wird seit Generationen gefeiert und umfasst eine königliche Barke-Prozession rund um Dörfer am Inle-See.
In den 1960er-Jahren kenterte die Barke bei einem Sturm, und Berichten zufolge ging ein Bildnis verloren und wurde anschließend auf wundersame Weise wieder im Kloster gefunden.
Das Fest und die Pagode sind bis heute ein zentraler Bestandteil des spirituellen Lebens der lokalen buddhistischen Gemeinschaft.
Ortsführer
Die fünf vergoldeten Buddha-Bildnisse12. Jahrhundert
Diese kleinen Statuen mit einer Größe von etwa 9 bis 18 Zoll sind so mit Blattgold überzogen, dass ihre ursprünglichen Formen verdeckt sind. Sie sind die zentralen Reliquien der Pagode und der Mittelpunkt des jährlichen Festes.
Königliche Barke (Hintha-Vogel)
Eine Nachbildung einer königlichen Barke in Form eines hintha-Vogels, die während der 18-tägigen Festprozession um die Dörfer am Inle-See eingesetzt wird, um vier der Buddha-Bildnisse zu transportieren. Sie wird von Bootsführern gezogen, die im Gleichklang rudern, wodurch ein beeindruckendes Schauspiel entsteht.