Pindaya-Höhlen

Pindaya-Höhlen

Shan

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Die Pindaya-Höhlen liegen auf einem Kalksteinrücken in der Region Myelat nahe der Stadt Pindaya im Bundesstaat Shan in Myanmar. Sie sind ein bedeutender buddhistischer Pilgerort und zugleich eine bekannte Attraktion für Reisende. Die Anlage besteht aus drei Höhlen, doch nur die südlichste ist zugänglich – sie zieht sich etwa 490 Fuß entlang eines Weges. Diese Höhle ist dafür bekannt, über 8.000 Buddha-Images und Statuen zu beherbergen: von frühen Werken aus dem 18. Jahrhundert bis in die moderne Zeit. So zeigt sich eine beeindruckende Vielfalt an buddhistischer Ikonografie und Kunststilen, darunter auch einzigartige Darstellungen aus der Bhisakkaguru-Tradition, die mit der Mahayana-Schule verbunden ist. Der Eingang wird von der Shwe U Min Pagoda markiert sowie von einer großen Bronzeglocke aus dem Jahr 1842. Renovierungen im Jahr 1925 erweiterten den Eingangsbereich und ergänzten eine Stahlkonstruktion, um Pilger aus unterschiedlichsten religiösen Hintergründen aufzunehmen. Außerdem ranken sich um die Höhlen Legenden wie ein blockierter Zugang zur antiken Stadt Bagan sowie die Geschichte von sieben Prinzessinnen, die von einer riesigen Spinne gefangen wurden – beides wird durch Skulpturen nahe dem Eingang erinnert.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Pindaya-Höhlen ist die Trockenzeit, damit Sie die südliche Höhle und ihre riesige Sammlung an Buddha-Darstellungen entspannt erkunden können. In besonders stark frequentierten Pilgerzeiten sollten Besucher Tickets am besten im Voraus kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Gepflegte, schlichte Kleidung wird empfohlen, da der Ort der Verehrung dient. Ein Aufzug ist vorhanden, um den Zugang zum Höhleneingang leichter zu machen – auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Ein Ausflug in die nahegelegene Stadt Pindaya kann den Besuch durch lokale Kultur und Handwerk zusätzlich bereichern.

Interessante Fakten

  • In den Pindaya-Höhlen befinden sich über 8.000 Buddha-Darstellungen, was sie zu einer der größten Sammlungen in Myanmar macht.
  • Etwa siebzig Darstellungen in der Höhle zeigen die Bhisakkaguru-Tradition – einzigartig an diesem Ort und verbunden mit der buddhistischen Mahayana-Schule.
  • Die 1842 gegossene Eingangsglocke wiegt ungefähr 654 Kilogramm (400 viss).
  • Die Renovierungen im Jahr 1925 wurden von Spendern aus Theravada-, Hindu-, chinesischen und muslimischen Gemeinschaften finanziert – ein Hinweis auf die vielfältige kulturelle Bedeutung des Ortes.
  • Einige einzigartige Darstellungen, die bei der Renovierung 1925 entfernt wurden, gingen bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zu Bruch.

Geschichte

Die Pindaya-Höhlen haben eine reiche Geschichte, die mindestens bis ins 18.

Jahrhundert zurückreicht.

1773

Die früheste Inschrift zu einer Buddha-Darstellung ist auf 1773 datiert.

Die Höhlen wurden über die Jahrhunderte kontinuierlich von Spendern aus verschiedenen Gemeinschaften erweitert – ein Zeichen für die religiöse Bedeutung des Ortes.

Die Shwe U Min Pagoda am Eingang wird traditionell King Asoka zugeschrieben und im 12.

Jahrhundert von King Alaungsithu repariert, historisch ist das jedoch nicht belegt.

1925

Im Jahr 1925 wurde der Höhleneingang mit Sprengmitteln vergrößert, dabei wurden leider einige wertvolle Bilder zerstört.

Spätere Renovierungen brachten moderne Einrichtungen wie eine Stahlkonstruktion und einen Aufzug, um den zunehmenden Pilgerandrang zu unterstützen.

Ortsführer

1
Innere der südlichsten Höhle18. Jahrhundert bis heute

Die Hauptzugangshöhle erstreckt sich über etwa 490 Fuß und ist mit über 8.000 Buddha-Darstellungen gefüllt – von frühen Werken aus dem 18. Jahrhundert bis in die moderne Zeit. Dazu gehören einzigartige Statuen aus der Bhisakkaguru-Tradition mit markanten Merkmalen und symbolischen Gesten, bei denen Samen gehalten werden.

2
Shwe U Min PagodaModern (traditionell dem 12. Jahrhundert zugeschrieben)

Eine 15 Meter hohe Pagoda am Höhleneingang. Traditionell wird sie King Asoka und King Alaungsithu zugeschrieben, tatsächlich jedoch ist sie ein neuzeitlicher Bau. Sie markiert den heiligen Eingang zum Höhlenkomplex.

3
Bronzeglocke am Eingang1842

Eine große Bronzeglocke, die 1842 gegossen wurde und am südlichen Eingang der Höhle hängt. Sie wiegt etwa 654 Kilogramm (400 viss) und trägt eine Inschrift, die heute nur noch schwer lesbar ist.

4
Eingangssanierung von 19251925

Der Höhleneingang wurde 1925 mit Sprengmitteln vergrößert, um mehr Pilger aufnehmen zu können. Das führte jedoch zum Verlust einiger wertvoller Bilder und Inschriften. Später wurde eine Stahlkonstruktion errichtet und zusätzlich ein Aufzug ergänzt, um die Barrierefreiheit zu verbessern.

5
Spinnen- und Prinzen-SkulpturenNeuzeit

Skulpturen, die die riesige Spinne sowie Prince Kummabhaya zeigen, wie sie mit Bogen und Pfeil zielt, erinnern an die lokale Legende von den sieben Prinzessinnen, die in der Höhle gefangen waren.