Kaungmudaw-Pagode

Kaungmudaw-Pagode

Sagaing

75/10090 min

Die Kaunghmudaw-Pagode liegt am nordwestlichen Stadtrand von Sagaing im zentralen Myanmar und ist eine charakteristische buddhistische Stupa. Besonders ist ihre seltene, eiförmige Gestaltung, die sich an der Ruwanwelisaya-Pagode in Sri Lanka orientiert. Errichtet wurde sie während der Herrschaft von König Thalun, beginnend im Jahr 1636, und fertiggestellt 1648. Die Pagode ist 46 Meter hoch und hat einen Umfang von 274 Metern. Im Unterschied zu traditionellen birmanischen, pyramidenförmigen Pagoden besitzt sie im unteren Bereich eine gewölbte Bildnische, in der sich eine kolossale sitzende Buddha-Statue befindet: 7,3 Meter hoch und aus massivem weißem Marmor gefertigt. Allein der Kopf der Statue misst etwa 2,4 Meter im Durchmesser. Die unterste Terrasse ist mit 120 Statuen von Nats und Devas geschmückt und von 802 steinernen Laternen umgeben. Diese sind mit Inschriften versehen, die die Lebensgeschichten Buddhas in den Sprachen Burmese, Mon und Shan wiedergeben – ein Bezug zu den Kulturregionen des historischen Toungoo-Reichs. Die Kuppel wurde in der Tradition der Ceylonese kontinuierlich weiß gestrichen; das steht für Reinheit. In der Reliquienkammer sollen heilige Reliquien aufbewahrt sein, darunter der linke, untere Zahn Buddhas, Haarreliquien, eine Almosenschale und weitere religiöse Gegenstände. Die Pagode ist ein bedeutender Wallfahrtsort und zugleich Touristenattraktion in Sagaing – sie vereint spirituelle Bedeutung und architektonische Besonderheit.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten in der Trockenzeit planen, damit das Wetter angenehm ist. In besonders pilgerreichen Zeiten wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Aus Respekt vor der religiösen Natur des Ortes wird eine schlichte, angemessene Kleidung verlangt. Fotografieren ist in der Regel erlaubt, sollte aber respektvoll erfolgen – vor allem innerhalb der Pagode. Außerdem ist zu beachten, dass die jüngsten staatlichen Initiativen, die Kuppel gold zu streichen, bei den Einheimischen umstritten sind.

Interessante Fakten

  • Die Kuppel der Pagode ist eiförmig – eine seltene Form unter birmanischen Pagoden – inspiriert von der Ruwanwelisaya in Sri Lanka.
  • Die gewaltige sitzende Buddha-Statue im Inneren ist aus einem einzigen Block weißem Marmor geschnitzt und misst 7,3 Meter Höhe.
  • Die rund um die Pagode aufgestellten steinernen Laternen tragen Inschriften mit Buddhas Lebensgeschichten in drei Sprachen: Burmese, Mon und Shan.
  • Die hti (Regenschirm) auf der Pagode wiegt etwa 3,5 Kilogramm und ist knapp 8 Meter hoch.
  • Die Reliquienkammer soll den linken unteren Zahn Buddhas sowie 11 Haarreliquien und weitere heilige Gegenstände enthalten.

Geschichte

Der Bau der Kaunghmudaw-Pagode begann am 25.

1636

April 1636 unter König Thalun und wurde zwölf Jahre später, am 12.

1648

Mai 1648, nahe dem Ende seiner Herrschaft vollendet.

Die Pagode orientierte sich an der Ruwanwelisaya in Sri Lanka und zeichnet sich durch ihre einzigartige, eiförmige Kuppel aus – im Gegensatz zu traditionellen birmanischen, pyramidenförmigen Stupas.

Über die Jahrhunderte hat die Pagode ihre religiöse Bedeutung als Aufbewahrungsort wichtiger buddhistischer Reliquien und als Pilgerziel bewahrt.

In den letzten Jahren löste der Versuch der Regierung, die Kuppel gold zu streichen, lokalen Protest aus – ein Zeichen für weiterhin bestehende kulturelle Sensibilitäten.

Ortsführer

1
Sitzende Buddha-Statue aus weißem Marmor17th century

Eine monumentale Buddha-Statue von 7,3 Metern Höhe, aus massivem weißem Marmor geschnitzt, untergebracht in der zentralen, gewölbten Bildnische der Pagode. Die Statue ist vor allem wegen ihrer Größe bemerkenswert – und wegen des 2,4 Meter großen Durchmessers ihres Kopfes.

2
Steinlaternen und Terrassen17th century

Auf der untersten Terrasse befinden sich 120 Statuen von Nats und Devas. Sie ist von 802 steinernen Laternen eingefasst, die mit Erzählungen aus Buddhas Leben in den Sprachen Burmese, Mon und Shan beschriftet sind – ein Spiegel der kulturellen Vielfalt.

3
Kuppel der PagodeCompleted 1648

Die große, weiße eiförmige Kuppel, die fortlaufend angestrichen wurde, um in der Ceylonese-Tradition Reinheit zu symbolisieren, krönt das Bauwerk und hebt es von typischen burmesischen Stupas ab.